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Weblog: Übereifrige Provider im Kampf gegen Spam: Bin ich schon drin? Oder schon wieder draußen?
28. Juni 2004 - 21:36 Uhr

Spam ist schlimm! Ganz schlimm! Da sind sich alle einig. Doch, wenn es darum geht, die Nutzerwelt von der Plage zu befreien, sind sich insbesondere die Anbieter, die ihren Kunden E-Mail-Dienste zur Verfügung stellen, in ihren Strategien doch ziemlich ungleich.

Während es Provider gibt, die der festen Ansicht sind, Spam-Mails erst gar nicht filtern zu brauchen, da man doch den eigenen Kunden nicht bevormunden möchte - dieser solle doch selbst entscheiden, welche E-Mails er erhalten möchte und welche nicht -, gibt es Anbieter wie den Free-Mail-Dienst "Hotmail", der gegenüber Spammern keine Gnade walten lässt.

Da sperrt man einem Bericht des israelischen Online-Magazins "NRG Maariv" zufolge schon mal auf Verdacht hin die E-Mail-Konten seiner eigenen Kunden, die nachweislich nie gespammt haben, es auch gegenwärtig nicht tun und es sich für die Zukunft mit ihrem Hotmail-Account auch nicht vorgenommen haben. Und auf welcher Grundlage? Na ganz einfach, da hat sich doch jemand per E-Mail beschwert. Das muss ja dann stimmen. Und zack ist der E-Mail-Account gesperrt!

So einfach geht es bei Hotmail. Da bleibt kein Auge trocken. Wer also seine E-Mails bei Hotmail verwaltet, sollte sich an den AOL-Werbeslogan "Bin ich schon drin" auch beim Konkurrenten nicht allzu schnell gewöhnen, denn man kann schon umso einiges rascher wieder draußen sein. Ausgesperrt aus seinem eigenen E-Mail-Account. Begründet oder nicht begründet - das ist im Krieg (gegen Spam) vollkommen gleichgültig. Also wenn Sie schon immer ein mal Kollateralschaden sein wollten, Hotmail bietet Ihnen die Möglichkeit.


Es kommentierte Dennis Grabowski



Mittwoch, 19. Nov. 2008







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