Spam ist schlimm! Ganz schlimm! Da sind sich alle einig. Doch, wenn es darum geht, die Nutzerwelt von der Plage zu befreien, sind sich insbesondere die Anbieter, die ihren Kunden E-Mail-Dienste zur Verfügung stellen, in ihren Strategien doch ziemlich ungleich.
Während es Provider gibt, die der festen Ansicht sind, Spam-Mails erst gar nicht filtern zu brauchen, da man doch den eigenen Kunden nicht bevormunden möchte - dieser solle doch selbst entscheiden, welche E-Mails er erhalten möchte und welche nicht -, gibt es Anbieter wie den Free-Mail-Dienst "Hotmail", der gegenüber Spammern keine Gnade walten lässt.
Da sperrt man einem Bericht des israelischen Online-Magazins "NRG Maariv" zufolge schon mal auf Verdacht hin die E-Mail-Konten seiner eigenen Kunden, die nachweislich nie gespammt haben, es auch gegenwärtig nicht tun und es sich für die Zukunft mit ihrem Hotmail-Account auch nicht vorgenommen haben. Und auf welcher Grundlage? Na ganz einfach, da hat sich doch jemand per E-Mail beschwert. Das muss ja dann stimmen. Und zack ist der E-Mail-Account gesperrt!
So einfach geht es bei Hotmail. Da bleibt kein Auge trocken. Wer also seine E-Mails bei Hotmail verwaltet, sollte sich an den AOL-Werbeslogan "Bin ich schon drin" auch beim Konkurrenten nicht allzu schnell gewöhnen, denn man kann schon umso einiges rascher wieder draußen sein. Ausgesperrt aus seinem eigenen E-Mail-Account. Begründet oder nicht begründet - das ist im Krieg (gegen Spam) vollkommen gleichgültig. Also wenn Sie schon immer ein mal Kollateralschaden sein wollten, Hotmail bietet Ihnen die Möglichkeit.
Es kommentierte Dennis Grabowski
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