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Normalsterbliche erfahren eine regelrechte Genugtuung, wenn ihnen zu Ohren kommt, dass auch der "arme" reiche Bill Gates bösartiger Spionage-Software zum Opfer gefallen ist. Für den Vater des Software-Riesen Microsoft kam der Fund von Spyware auf seinem eigenen Home-PC jedoch einer Kriegserklärung gleich.
Weniger reiche Internet-Nutzer würden sich über Spyware gar nicht erst aufregen. So sind insbesondere Windows-User aufgrund der zahllosen Sicherheitsanfälligkeiten ihres Betriebssystems im Umgang mit permanenten Bedrohungen geübt. Ob JPEG-Schwachstelle oder Spyware, eingefleischte Windows-Sympathisanten kann nichts mehr erschüttern. Zumal auch Microsoft-Produkten hin und wieder die ein oder andere Spionage-Aktivität nachgesagt wird.
Doch Bill Gates lässt nicht mit sich scherzen und hat den Microsoft-Entwicklern den Auftrag erteilt, eine eigene Anti-Spyware-Software zu kreieren. Wieso der liebe Herr Gates nicht auf bereits bestehende Applikationen zurückgreift, die zum Teil praxiserprobt und gar kostenfrei im Internet zum Download bereit stehen, ließ er in seiner Rede vor einem Museum in Mountain View, USA, offen. Denn warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Über das Erscheinungsdatum der angekündigten Anti-Spionage-Software hüllte sich Gates übrigens auch in Schweigen und zwar aus gutem Grund. Muss man doch erst einmal den Termin des neuen Betriebssystems "Longhorn" im Jahr 2006 halten. Das wird immerhin schon schwer genug für den Konzern.
Es kommentierte Dennis Grabowski
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