Wulff

"Stern": Wulff trennte Anwälten zufolge Dienst und PrivatlebenDie Anwälte von Christian Wulff haben Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten wegen seines kostenlosen Urlaubsaufenthalts bei dem Versicherungsmanager Wolf-Dieter Baumgartl zurückgewiesen. Sie versicherten, dass er im Umgang mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Hannoveraner Versicherungskonzerns Talanx Dienstliches und Privates "immer klar getrennt" habe, berichtete das Magazin "Stern" in einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Zudem räumten die Anwälte dem Bericht zufolge erstmals ein, dass der Unternehmer Egon Geerkens Wulff vor dessen Hauskauf in Großburgwedel bei der "Suche nach einer geeigneten Immobilie" beraten hat.
Edathy: Wulffs Salamitaktik ähnelt der GuttenbergsDer niedersächsische SPD-Innenexperte Sebastian Edathy wirft Bundespräsident Christian Wulff in der Affäre um dessen Privatkredite und Urlaubsreisen eine Salamitaktik vor. "Er gibt immer nur das zu, was man ihm nachweisen kann", sagte Edathy am Mittwoch im Deutschlandfunk. Damit unterschätze Wulff nicht nur die Dimension des Vorgangs, sondern schade auch dem Ansehen seines Amtes.
Egon Geerkens bei Verhandlungen über Wulff-Kredit dabeiDer Unternehmer Egon Geerkens war nach Angaben des Anwalts von Christian Wulff an den Verhandlungen über einen Privatkredit an den heutigen Bundespräsidenten beteiligt. Wulffs Anwalt Gernot Lehr erklärte der Zeitung "Die Welt", die Initiative für ein Privatdarlehen sei jedoch von Geerkens' Ehefrau Edith ausgegangen. Die SPD mahnte Wulff zur Aufklärung.
De Maizière nimmt Wulff in SchutzVerteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat den wegen der Finanzierung seines Hauskaufs in die Kritik geratenen Bundespräsident Christian Wulff in Schutz genommen. "Ich habe volles Vertrauen zu diesem Bundespräsidenten", sagte de Maizière der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Der Minister sagte, die Debatte um den privaten Kredit für Wulffs Hauskauf sei legitim, er werde sich daran aber nicht beteiligen.
Wulff-Anwalt: Egon Geerkens war an Kreditverhandlung beteiligtDer Unternehmer Egon Geerkens war an den Verhandlungen über den Kredit seiner Ehefrau an den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff beteiligt. Dies bestätigte Wulffs Anwalt Gernot Lehr der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). "Der Darlehensgewährung vorausgegangen war die Suche des Ehepaars Wulff nach einer geeigneten Immobilie", zitierte das Blatt aus einer Stellungnahme Lehrs.
Wulff-Anwalt: Egon Geerkens an Kreditverhandlung beteiligtDer Unternehmer Egon Geerkens war an den Verhandlungen über den Kredit seiner Ehefrau an den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff beteiligt. Dies bestätigte Wulffs Anwalt Gernot Lehr der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Der Darlehensgewährung vorausgegangen war die Suche des Ehepaars Wulff nach einer geeigneten Immobilie", zitierte das Blatt aus einer Stellungnahme Lehrs.
Aigner und Döring fordern Ende der Wulff-DebatteVerbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat ein Ende der Debatte um Bundespräsident Christian Wulff gefordert. "Bundespräsident Wulff hat alles offen gelegt und für Transparenz gesorgt. Das ist das Wichtigste", sagte Aigner der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht.
Wulff hat wegen Buchwerbung neuen ÄrgerBundespräsident Christian Wulff hat neuen Ärger: Unternehmer haben nicht nur seinen Privatkredit und Ferienaufenthalte finanziert, sondern auch die Werbung für sein Buch. Carsten Maschmeyer bezahlte Zeitungsanzeigen, mit denen 2007 während des niedersächsischen Landtagswahlkampfs für das Buch "Besser die Wahrheit" des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff geworben wurde. Inzwischen werden Bedenken laut, dass diese Praxis gegen das Parteispendengesetz verstoßen haben könnte.
Wulff hat wegen Buchwerbung neuen ÄrgerBundespräsident Christian Wulff hat neuen Ärger: Unternehmer haben nicht nur seinen Privatkredit und Ferienaufenthalte finanziert, sondern auch die Werbung für sein Buch. Carsten Maschmeyer bezahlte Zeitungsanzeigen, mit denen 2007 während des niedersächsischen Landtagswahlkampfs für das Buch "Besser die Wahrheit" des Ministerpräsidenten Wulff geworben wurde. Am Dienstagabend trennte sich der Ältestenrat des Landtags in Hannover ohne Ergebnis.
Sitzung des Ältestenrates zum Fall Wulff ergebnislos verlaufenDie Sitzung des Ältestenrates des niedersächsischen Landtages zur Kreditaffäre von Bundespräsident Christian Wulff ist ohne Ergebnis beendet worden. Die Opposition habe den Ältestenrat als "Richtgremium" über die Person des Bundespräsidenten missbraucht, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler am Dienstag. Deshalb habe die CDU den Schluss der Debatte ohne weitere Aussprache beantragt.
Jetzt Wirbel um Wulff wegen BuchwerbungPrivatkredit, Luxusferien, Buchwerbung: Bundespräsident Christian Wulff droht wegen Kontakten zu vermögenden Unternehmern weiter Ärger. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer Zeitungsanzeigen bezahlt hat, mit denen 2007 während des niedersächsischen Landtagswahlkampfs für das Buch "Besser die Wahrheit" des Ministerpräsidenten Wulff geworben wurde. Ob der Chef der Landesregierung private und Amtsinteressen verknüpft hat, versuchte der Ältestenrat des Landtags in Hannover zu klären.
Künast: Wulff muss "System Hannover" aufklärenDie Grünen im Bundestag fordern Christian Wulff auf, "Klarschiff zu machen", um Schaden von dem Amt des Bundespräsidenten abzuwenden. "Jetzt geht es auch darum, das 'System Hannover' aufzuklären", sagte die Fraktionsvorsitzende Renate Künast am Dienstag in Berlin. Wulff lasse derzeit zu, dass das Amt des Bundespräsidenten fast von einem Amigo-System wie einst in Bayern umgeben sei.
Was bisher geschah: Die Debatte über Wulffs PrivatkreditSeit einer Woche steht Bundespräsident Christian Wulff wegen eines Privatkredits unter Druck. Im Zentrum steht die Frage, ob Wulff gegen das Ministergesetz in Niedersachsen verstoßen hat. Die Nachrichtenagentur dapd dokumentiert die wichtigsten Stationen der Debatte:
Dürr hält Ältestenratssitzung für Showveranstaltung der OppositionNiedersachsens FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat die Ältestenratssitzung zum Privatkredit von Bundespräsident Christian Wulff als "reine Showveranstaltung der Opposition" bezeichnet. Der Rat befasse sich mit Abläufen im Parlament und sei kein Gericht, sagte Dürr vor der Sitzung am Dienstag in Hannover. Neue Erkenntnisse erwarte er nicht.
Ältestenrat prüft Wulffs Kontakte zu UnternehmernWegen Kontakten zu vermögenden Unternehmern steht Bundespräsident Christian Wulff weiter Ärger ins Haus. Jetzt wurde bekannt, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer Zeitungsanzeigen bezahlt hat, mit denen 2007 während des niedersächsischen Landtagswahlkampfs für das Buch "Besser die Wahrheit" des Ministerpräsidenten Wulff geworben wurde. Auf der Tagesordnung des Ältestenrats des Landtags stand am Dienstag die Prüfung, ob Wulff als Chef der Landesregierung private und Amtsinteressen verquickt hat.
Schostok hält Wulff "eklatante Widersprüche" vorDer niedersächsische SPD-Fraktionschef Stefan Schostok hat die "äußerst ungute Informationspolitik" von Bundespräsident Christian Wulff kritisiert. Fragen zu seinem Privatkredit und seinen Urlaubsreisen habe Wulff ausschließlich über die Presse beantwortet, sagte Schostok am Dienstag im RBB-Inforadio. "Eklatante Widersprüche" gebe es bei Aussagen, warum Wulff den Unternehmer Egon Geerkens mehrfach mit auf Dienstreisen genommen habe.
(Update) - Umfrage: Bürger halten zu WulffTrotz seines umstrittenen Privatkredits stehen zwei Drittel der Deutschen weiterhin hinter Bundespräsident Christian Wulff. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap sprachen sich 70 Prozent der Bürger gegen einen Rücktritt des Bundespräsidenten aus, wie die ARD am Dienstag mitteilte. Nur 26 Prozent finden, Wulff sollte zurücktreten.
Mehr wissen: Die Mitglieder des Ältestenrates im niedersächsischen Landtag#tab Vorsitzender: - Hermann Dinkla (CDU, Landtagspräsident)
Mehr wissen: Der Ältestenrat des niedersächsischen LandtagsDer Ältestenrat ist neben dem Präsidium das zweite Leitungsgremium des niedersächsischen Landtags. Er besteht aus 17 von den Fraktionen benannten Mitgliedern sowie dem Vorsitzenden und seinen drei Stellvertretern. Der Ältestenrat beschließt die Sitzordnung im Landtag, berät den Terminplan und die Tagesordnung der Plenarsitzungen, genehmigt die Reisen der Fachausschüsse, betätigt sich als Schlichtungsstelle zwischen den Abgeordneten und dem Präsidium und befasst sich mit Angelegenheiten der Geschäftsordnung.
Umfrage: Bürger halten zu WulffTrotz seines umstrittenen Privatkredits stehen zwei Drittel der Deutschen weiterhin hinter Bundespräsident Christian Wulff. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap sprachen sich 70 Prozent der Bürger gegen einen Rücktritt des Bundespräsidenten aus, wie die ARD am Dienstag mitteilte. Nur 26 Prozent finden, Wulff sollte zurücktreten.
Ex-Ministerpräsident Vogel ruft zu sachlicher Wulff-Debatte aufDer frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Bernhard Vogel, hat vor einer Vorverurteilung von Bundespräsident Christian Wulff gewarnt. Dessen Kritiker sollten ihre Anwürfe in der Debatte um Privatkredite und Urlaubsreisen "um eine Stufe tiefer hängen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Frage sei, "ob Wulff verantworten kann, was er getan hat und ob er das glaubhaft belegen kann".
Wulffs Verteidiger plädierenIn der Diskussion um Christian Wulffs Privatkredite und Urlaubsreisen melden sich die Verteidiger des Bundespräsidenten zu Wort. FDP-Generalsekretär Patrick Döring befand am Dienstag, Wulff habe umfassend Auskunft gegeben. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, mahnte einen schonenden Umgang mit dem Präsidenten an.
Muslime mahnen zu schonendem Umgang mit dem BundespräsidentenDer Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat zu einem schonenden Umgang mit Bundespräsident Christian Wulff aufgerufen. "Wir brauchen jetzt mehr denn je ein stabiles politisches Berlin, damit unserer Gesellschaft nicht weiter auseinander driftet", sagte Mazyek der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Onlineausgabe). Europa stehe wirtschaftlich vor dem Abgrund und der Rassismus drohe sich in die Gesellschaft hinein zu fressen.
Zeitung: Maschmeyer zahlte Anzeigen für Wulff-BuchDer niedersächsische Unternehmer Carsten Maschmeyer soll einem Medienbericht zufolge Zeitungsanzeigen, mit denen im Herbst 2007 während des niedersächsischen Landtagswahlkampfs für das Buch "Besser die Wahrheit" von Christian Wulff geworben wurde, bezahlt haben. Maschmeyer habe die Rechnung für die Werbung zu dem Interview-Buch in Höhe von 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen beglichen, berichtet die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe). Die Anzeigen seien am 13.
Wulff macht den RauDer Bundespräsident sitzt angeschlagen im Schloß Bellevue. Eine Affäre aus seiner Zeit als Ministerpräsident hat ihn eingeholt. Rücktrittsforderungen werden laut.
Kritik am Bundespräsidenten reißt nicht abUmstrittener Privatkredit und Urlaub bei befreundeten Unternehmern: Bundespräsident Christian Wulff bleibt weiter in den Schlagzeilen. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf ihm am Montag in Berlin ein "merkwürdiges Amtsverständnis" vor, weil er sich nur über Anwälte äußere. Bundeskanzlerin Angela Merkel sah sich veranlasst, sogar im Ausland zum Bundespräsidenten Stellung zu nehmen.
Wulff gewährte Einsicht in KreditvertragBundespräsident Christian Wulff hat am Montag über ein Anwaltsbüro Einsicht in den umstrittenen Kreditvertrag aus dem Jahr 2008 gewährt. Daraus ging erwartungsgemäß hervor, dass das Darlehen über 500.000 Euro von Edith Geerkens, der Ehefrau des mit Wulff befreundeten Unternehmers Egon Geerkens stammt. Vertraglich vereinbart wurde ein Zinssatz von vier Prozent.
Merkel stellt sich erneut hinter WulffBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut hinter den wegen eines Privatkredits und Ferienaufenthalten bei befreundeten Unternehmern in die Kritik geratenen Bundespräsidenten Christian Wulff gestellt. "Der Bundespräsident macht eine hervorragende Arbeit", sagte Merkel am Montag während eines Kosovo-Besuchs in Pristina. "Das, was im Raume steht, wird von ihm persönlich aufgeklärt."
Wulff bekommt erneut Rückendeckung von MerkelDer wegen eines Privatkredits und Urlaubsaufenthalten bei befreundeten Unternehmern in die Kritik geratene Bundespräsident Christian Wulff hat erneut Rückendeckung von der Kanzlerin bekommen. "Der Bundespräsident tut erkennbar alles, um die an ihn herangetragenen Fragen zu beantworten", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin. "Und es hat sich nichts daran geändert, dass die Bundeskanzlerin volles Vertrauen in die Person Christian Wulff und in die Amtsführung des Bundespräsidenten hat."
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