Vereinte Nationen

Vereinte Nationen streiten um Tötung HomosexuellerEin Streit über die Nennung homosexueller Menschen in einer Resolution zum Schutz von Minderheiten ist bei den Vereinten Nationen entbrannt. Die UN-Generalversammlung wird am kommenden Dienstag im Rahmen einer alle zwei Jahre stattfindenden Abstimmung abschließend über eine Resolution abstimmen, in der die außergerichtliche und willkürliche Tötung von Minderheiten aufgrund ihrer Ethnie, Nationalität oder Religion verurteilt werden soll. Unberücksichtigt bleibt erstmals seit 1999 der Zusatz "sexuelle Orientierung," nachdem eine Reihe von arabischen und afrikanischen Ländern eine Streichung beantragt hatten.
Stichwahl um Präsidentenamt: UN warnen vor Gewalt in der ElfenbeinküsteVor der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste am Sonntag haben sich die Vereinten Nationen besorgt gezeigt. Die UN-Hochkommissarin für Flüchtlinge, Nai Pillay, forderte beide Kandidaten und deren Anhänger auf, keine Gewalt anzuwenden. Drohungen, Schikanen und Gewalt würden "schreckliche Folgen für das Land" haben, erklärte sie am Samstag in Genf.
Bisherige Anstrengungen im Kampf gegen Piraten nicht ausreichendAngesichts zunehmender Piraterie vor der Küste Somalias hat die UN die Schaffung wirtschaftlicher Alternativen für junge Somalier angeregt. Die bisherigen Anstrengungen reichten bei weitem nicht aus, sagte UN-Untergeneralsekretär B. Lynn Pascoe am Dienstag.
UN-Hubschrauberbesatzung in Darfur verschlepptIn der sudanesischen Krisenregion Darfur sind nach UN-Angaben drei Besatzungsmitglieder eines Hubschraubers entführt worden, die für die Vereinten Nationen arbeiteten. Die Letten seien am Donnerstag in Nyala verschleppt worden, der Hauptstadt der Provinz Süddarfur, teilte eine Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP) am Freitag mit. Sie arbeiteten demnach für den U.N.
Blauhelme verlassen Nepal im JanuarDie Vereinten Nationen ziehen auf Drängen der Regierung im Januar ihre Friedenstruppen aus Nepal ab. Der Sicherheitsrat verlängerte den Blauhelmeinsatz UNMIN am Mittwoch bis zum 15. Januar, dann sollen die 250 Soldaten den Himalaya-Staat verlassen.
Chilenische Ex-Präsidentin kämpft für die UN um Gleichberichtigung von FrauenDie frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet wird die erste Leiterin des neu geschaffenen UN-Büros für die Gleichberechtigung von Frauen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte am Dienstag bei der Bekanntgabe der Personalie, Bachelet bringe große internationale Erfahrung und Führungsstärke mit in ihr neues Amt. Bachelet schied im März aus dem Präsidentenamt.
Vergewaltigungen in Lagern für Erdbebenopfer in HaitiDie Vereinten Nationen starten eine Kampagne gegen Vergewaltigungen in Lagern für Erdbebenopfer in Haiti. Polizisten und Soldaten der UN-Friedensmission in Haiti würden speziell für den Umgang mit sexueller Gewalt geschult, sagte der Leiter der Stabilisierungsmission in dem Karibikstaat, Edmund Mulet, am Montag dem Weltsicherheitsrat in New York. Außerdem sollten die Sicherheitskräfte für die medizinische Versorgung von Opfern sorgen.
Sexuelle Übergriffe auf Babys, Kinder und Jugendliche im KongoBei Untersuchungen zur jüngsten Gewalt im Kongo hat ein Beobachterteam nach Angaben der Vereinten Nationen sexuelle Übergriffe auf 28 Jugendliche dokumentiert. Die Opfer, darunter ein Junge, seien zwischen zwölf und 17 Jahre alt, erklärte das Büro der UN-Sondergesandten für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, am Freitag in New York. Einheimischen Helfern zufolge hatten Rebellen in mehreren Dörfern Anfang des Monats vier Tage lang insgesamt 242 Menschen vergewaltigt, darunter vier Babys.
Wegen Völkermord-Vorwürfen: Ruanda droht mit Ausstieg aus UN-FriedensmissionenRuanda hat wegen eines UN-Berichts zu möglichen Völkermord-Verbrechen seiner Truppen im Kongo mit dem Ausstieg aus den Friedensmissionen der Vereinten Nationen gedroht. In einem Entwurf des Berichts heißt es, ruandische Soldaten und kongolesische Rebellen, die dem heutigem Präsidenten nahestanden, hätten in den 90er Jahren im Kongo Zehntausende Hutus getötet. Sollten die Vereinten Nationen den Bericht veröffentlichen, könne Ruanda seinen Verpflichtungen, vor allem zu UN-Friedenseinsätzen, nicht mehr nachkommen, erklärte das Außenministerium in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.
UN fordern vom Sudan Zugang zu Flüchtlingslager in DarfurDie Vereinten Nationen haben den Sudan aufgefordert, Hilfsorganisationen den Zugang in ein Flüchtlingslager in Darfur zu ermöglichen. Mehr als 80.000 Menschen im Lager Kalma hätten seit fast zwei Wochen keine Lebensmittel und andere Versorgungsgüter erhalten, sagte der UN-Nothilfekoordinator John Holmes am Freitag in New York. Seinen Angaben zufolge ist nach kürzlichen gewalttätigen Zwischenfällen von den örtlichen Behörden fünf internationale Hilfsorganisationen und UN-Organisationen der Zugang verweigert worden.
Missbrauch von Klimaschutzzertifikaten: Fragwürdige Projekte in Entwicklungsländern werden überprüft Die Vereinten Nationen wollen gegen den Missbrauch von Klimaschutzzertifikaten vorgehen. Die UN reagieren damit auf Kritik von Umweltschützern an der Finanzierung fragwürdiger Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern. Fünf Chemiefabriken in China sollten für die Verminderung von Treibhausgasen vorerst kein Geld mehr erhalten, bis die Vorwürfe geklärt seien, erklärte das zuständige UN-Gremium am Freitag nach einer Sitzung in Bonn.
UN fordern Zugang von Helfern zu Flüchtlingslager in DarfurDie Vereinten Nationen haben den Sudan aufgefordert, Hilfsorganisationen nach mehr als einer Woche wieder Zugang zu einem Flüchtlingslager in der Krisenregion Darfur zu gewähren. In dem Lager Kalma in Süddarfur hielten sich vermutlich noch etwa 50.000 Menschen auf, sagte UN-Sprecher Martin Nesirky. Lebensmittel und Treibstoff seien dort knapp, und vor allem die hygienischen Bedingungen gäben Anlass zur Sorge.
UN-Programm gegen Tierseuchen aufgelegtDie UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) hat ein neues Programm zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen angekündigt. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) habe man das auf fünf Jahre ausgelegte Programm «One Health» (Eine Gesundheit) entwickelt, teilte die FAO am Montag mit. Die FAO will in Asien, Afrika und Südamerika Früherkennungssysteme für Tierkrankheiten aufbauen.
UN stellt Weichen für Regulierung des WaffenhandelsIn New York hat die UN-Vollversammlung die Weichen für einen rechtlich bindenden Vertrag über die Regulierung des milliardenschweren Waffenhandels gestellt. Die 192 Mitgliedstaaten verständigten sich während der zweiwöchigen Verhandlungen trotz Bedenken einiger Länder im Grundsatz auf einen entsprechenden Vertrag. Eine Abschlusserklärung gab es bei der am Freitag zu Ende gegangenen Konferenz nicht.
Früherer UN-Ankläger untersucht Angriff auf Gaza-FlotteDer tödliche israelische Angriff auf eine Hilfsflotte für den Gazastreifen wird von einem ehemaligen UN-Ankläger untersucht. Der früher für Kriegsverbrechen zuständige Brite Desmond de Silva werde zusammen mit Richter Karl Hudson-Phillips aus Trinidad und der malaysischen Anwältin Mary Shanthi Dairiam prüfen, ob Israel bei dem Einsatz gegen internationales Recht verstoßen habe, teilte der UN-Menschenrechtsrat am Freitag mit. Die israelische Regierung hatte bisher bei den von dem Gremium in Genf angeordneten Ermittlungen die Zusammenarbeit verweigert.
Ban belebt UN-Abrüstungsverhandlungen wiederZur Wiederbelebung der UN-Abrüstungsverhandlungen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Minister der 192 Mitgliedstaaten zu einem Treffen im September eingeladen. Die Verhandlungen befinden sich seit Jahren in einer Sackgasse, denn Beschlüsse müssen in der 65 Mitglieder zählenden Genfer Abrüstungskonferenz einstimmig fallen. Zuletzt wurde 1996 der Vertrag über ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen von der Konferenz ausgehandelt und von der UN-Vollversammlung verabschiedet.
UN helfen mit 42 Millionen Dollar in KrisengebietenUN-Nothilfekoordinator John Holmes hat am Freitag 42 Millionen Dollar freigegeben, um Menschen in neun Krisengebieten auf der Welt zu unterstützen. Die den Vereinten Nationen zur Verfügung stehenden Mittel reichten aber nicht aus, erklärte Holmes. Dazu seien zu wenige Mittel aus Geberländern zur Verfügung gestellt worden.
Schwulenrechtsorganisation strebt nach UN-StatusDie USA bemühen sich um eine offizielle Zulassung der Internationalen Schwulen- und Lesben-Menschrechtskommission (International Gay and Lesbian Human Rights Commission - IGLHRC) bei den Vereinten Nationen. Dazu soll die Organisation beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) akkreditiert werden. Die IGLHRC versucht schon seit 2007 einen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen zu bekommen.
UN-Kinderrechts-Konvention: Deutsche Vorbehalte vom TischDie Bundesregierung hat bei den Vereinten Nationen mit einem offiziellen Schreiben ihre Vorbehalte gegen die UN-Kinderrechtskonvention zurückgezogen. Damit gilt dieses Dokument in Deutschland nun für alle Kinder, wie das Justizministerium am Donnerstag in Berlin erklärte. Der Vorbehalt aus dem Jahre 1992 schloss die Anwendung auf ausländer- und asylrechtliche Fälle aus.
Es fehlen fast fünf Milliarden Dollar für humanitäre HilfeDie Vereinten Nationen brauchen in diesem Jahr nach eigenen Angaben noch fast fünf Milliarden Dollar zur Finanzierung ihrer humanitären Arbeit in aller Welt. Für die Unterstützung von 53 Millionen Menschen in 34 Staaten angesichts von Konflikten, Naturkatastrophen, Dürren und Armut sind insgesamt 9,5 Milliarden Dollar nötig. Spender hätten davon bislang knapp die Hälfte - 4,53 Milliarden Dollar - zur Verfügung gestellt, erklärte der UN-Koordinator für humanitäre Einsätze, John Holmes, am Mittwoch.
Ex-Chef der UN-Blauhelme im Alter von 73 Jahren gestorbenDer ehemalige oberste Chef der UN-Blauhelme, der Brite Marrack Goulding, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Von seinen Angehörigen geschaltete Todesanzeigen in den britischen Zeitungen «The Times» und «The Daily Telegraph» verkündeten am Mittwoch Gouldings Tod am 9. Juli.
Klimaschutz: UN bekommt offenbar nicht genug Geld zusammenDie UN wollen womöglich private Geldgeber für einen internationalen Fonds für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern gewinnen. Generalsekretär Ban Ki Moon sagte am Dienstag in New York, ein Beraterteam um die Ministerpräsidenten Äthiopiens und Norwegens ziehe einen solchen Schritt in Erwägung, um 100 Milliarden Dollar (80 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern pro Jahr aufzubringen. Details - ob es sich um Privatpersonen, Unternehmen oder andere Quellen handeln soll - nannte Ban nicht.
Pjöngjang sagt Gespräche mit UN an innerkoreanischer Grenze abDie nordkoreanischen Streitkräfte haben ein Gespräch mit dem Oberkommando der Vereinten Nationen in Südkorea überraschend abgesagt. Eigentlich sollten die Vertreter Pjöngjangs mit der UN-Führung am Dienstagmorgen die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs Ende März erörtern, wie das US-geführte Kommando mitteilte. Der kommunistische Norden bat demnach aber kurz vorher «verwaltungstechnischen Gründen» um eine Verschiebung des Termins.
Deutschland will Taliban von Terrorliste streichenVor einer Streichung mutmaßlicher Taliban von der Terroristenliste der Vereinten Nationen hat Außenminister Guido Westerwelle eine genaue Prüfung gefordert. «Man wird hier sehr genau von Fall zu Fall zu entscheiden haben», sagte er am Dienstag bei einem Besuch des Einsatzführungszentrums der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam. Zu Gerüchten über Namen infrage kommender Mitglieder der radikalislamistischen Milizen wollte sich Westerwelle nicht äußern.
HIV-Infektionen unter jungen Menschen in Afrika rückläufigDie Vereinten Nationen melden einen Rückgang der HIV-Infektionen unter jungen Menschen in mehr als einem Dutzend afrikanischer Staaten. In einem am Dienstag veröffentlichten Report kommt UNAIDS zu dem Schluss, dass die Zahl der Infektionen bei jungen Leuten in 16 der 25 am stärksten betroffenen Länder rückläufig ist. So nahm die Zahl der infizierten jungen Menschen in einem Dutzend Staaten um 25 Prozent ab.
UN-Studie wirft Großkonzernen Raubbau an Natur vorDie Vereinten Nationen werfen den großen Konzernen der Welt beim Umweltschutz schwere Versäumnisse vor. "Das natürliche Kapital der Welt wird im großen Stil vernichtet", warnte UN-Umweltchef Achim Steiner im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Allein die 3.000 wichtigsten Unternehmen verursachten Umweltschäden von fast 2 Billionen Euro im Jahr. Dies gehe aus einer UN-Studie hervor, die am Dienstag in London veröffentlich werden sollte.
Massaker von Srebrenica: Die Mitverantwortung der Vereinten NationenPhillip Ruch lässt keine Zweifel aufkommen, wem er die Verantwortung für das Massaker von Srebrenica gibt. Das Mahnmal, das der Deutsche entworfen hat, besteht aus mehr als 16.000 Schuhen - jedes Paar steht für eines der Opfer des schlimmsten Massenmords in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Zusammen bilden die Schuhe die Buchstaben UN.
Russe wird Chef des UN-Büros gegen Drogen und VerbrechenStabwechsel an der Spitze des UN-Büros gegen Drogen und Verbrechen (UNODC): UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ernannte am Freitag den russischen Diplomaten Juri Fedotow zum neuen Direktor des Büros in Wien. Fedotow tritt die Nachfolge des Italieners Antonio Maria Costa an, der UNODC seit 2002 leitete. Fedotow ist gegenwärtig russischer Botschafter in London.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Versenkung eines südkoreanischen SchiffsDer UN-Sicherheitsrat hat die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs verurteilt, ohne Nordkorea für den Vorfall verantwortlich zu machen. Gegen die Verantwortlichen müssten «angemessene und friedliche Maßnahmen ergriffen werden», heißt es in einer Erklärung, der am Freitag alle 15 Mitglieder des Gremiums zustimmten. Südkorea hatte gefordert, dass Nordkorea für den Vorfall offiziell verantwortlich gemacht werde.
UN-Auszeichnung für britische Fotojournalistin Alixandra FazzinaDas UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat die britische Fotojournalistin Alixandra Fazzina mit dem Nansen-Flüchtlingspreis ausgezeichnet. UNHCR-Leiter António Guterres lobte am Freitag Fazzinas furchtlose Bemühungen, das Leid von Flüchtlingen und durch Krieg entwurzelten Menschen zu portraitieren. Fazzina war in Osteuropa, Afrika, im Nahen Osten und in Asien unterwegs.
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