Taliban

Taliban dementieren Berichte über einen Brief an ObamaDie afghanischen Taliban haben am Samstag Berichte über einen Brief ihres Führers Mullah Omar an US-Präsident Barack Obama zurückgewiesen. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid erklärte in einer am Samstag verbreiteten E-Mail, solche Gerüchte und Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage. Ihr einziges Ziel sei es, für Verwirrung unter den Taliban zu sorgen.
25 Tote bei Angriff von Taliban auf Kontrollposten in PakistanBei einem Angriff von rund 40 Kämpfern der islamistischen Taliban sind in Pakistan nach Regierungsangaben sieben Sicherheitskräfte getötet worden. Die Angreifer hätten am Freitag mit Raketenwerfern und automatischen Waffen das Feuer auf einen mit paramilitärischen Truppen besetzten Kontrollposten in der Region Kurram nahe der Grenze zu Afghanistan eröffnet, sagte der örtliche Regierungsvertreter Jamil Khan. Bei den anschließenden Gefechten seien 18 Aufständische ums Leben gekommen.
Gefangene Taliban glauben an Sieg nach NATO-AbzugDie in Gefangenschaft befindlichen Taliban-Kämpfer sind einem Bericht zufolge davon überzeugt, nach dem Abzug der NATO aus Afghanistan 2014 wieder an die Macht zurückzukehren. Der Militärbericht beruhe auf der Befragung tausender inhaftierter Taliban, sagte am Mittwoch ein NATO-Vertreter in Brüssel. Demnach genössen die Taliban umfassende Unterstützung der afghanischen Öffentlichkeit, sind die Gefangenen überzeugt.
USA verlangen vor Gesprächen mit Taliban Abkehr von GewaltAls Grundvoraussetzung für Gespräche mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan verlangen die Vereinigten Staaten eine Abkehr der Gotteskrieger von der Gewalt. Wie der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Marc Grossman, am Sonntag bei seinem ersten Besuch in Kabul mitteilte, sollte die Einrichtung eines offiziellen Büros der Taliban im Golfstaat Katar vorangetrieben werden, damit Verhandlungen zwischen Taliban und der afghanischen Zentralregierung beginnen könnten. Voraussetzung sei jedoch ein "klares Bekenntnis der Taliban gegen den internationalen Terrorismus und für den Friedensprozess", sagte Grossman im Beisein des stellvertretenden afghanischen Außenministers Dschawed Ludin.
Afghanischer Taliban-Gegner in Moschee getötetEin bekannter afghanischer Stammesführer, der sich gegen die Taliban gestellt hatte, ist am Dienstag in einer Moschee in der Stadt Kandahar getötet worden. Bewaffnete Aufständische hätten Mohammed Nahim Agha Mama erschossen, als dieser gerade beim Morgengebet war, teilten die örtlichen Behörden mit. Das Büro des Gouverneurs von Kandahar verurteilte die Tötung als unmenschliche und unislamische Tat, die einen Ort der Andacht entweiht habe.
Auch afghanische Opposition für FriedensgesprächeProminente Führer der afghanischen Opposition haben am Freitag ihre Unterstützung für mögliche Friedengespräche der USA und der Regierung in Kabul mit den Taliban signalisiert. Der Führer der Volksgruppe der Hasara, Mohammad Muhakik, mahnte aber eine Beteiligung von Minderheiten an solchen Gesprächen an. "Auch wir repräsentieren einen Teil der Nation", sagte er.
Taliban wollen zunächst zweigleisig fahrenDie Taliban sind nach eigenen Angaben zur Aufnahme von Friedensgesprächen bereit, den Kampf gegen die afghanische Regierung wollen sie aber trotzdem zunächst fortsetzen. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid erklärte am Donnerstag in einer Stellungnahme, die per E-Mail verschickt wurde, die Gruppe habe ihre Bemühungen verstärkt, Kontakte zur internationalen Gemeinschaft aufzubauen, um Frieden in Afghanistan zu schaffen. In der Stellungnahme wurde jedoch die Ablehnung der amtierenden afghanischen Regierung bekräftigt.
Taliban wollen trotz Friedensgesprächen Kämpfe nicht beendenDie Taliban sind nach eigenen Angaben zur Aufnahme von Friedensgesprächen bereit, wollen die afghanische Regierung aber weiter bekämpfen. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid erklärte am Donnerstag in einer Stellungnahme, die per E-Mail verschickt wurde, die Gruppe habe ihre Bemühungen verstärkt, Kontakte zur internationalen Gemeinschaft aufzubauen, um Frieden in Afghanistan zu schaffen. In der Stellungnahme wurde jedoch die Ablehnung der amtierenden afghanischen Regierung bekräftigt.
Pakistanische Polizei tötet örtlichen TalibanführerDie pakistanische Polizei hat nach eigenen Angaben am Samstag einen örtlichen Talibanführer getötet. Yaseen Shah habe zuvor aus seinem Auto unvermittelt das Feuer eröffnet, als ihn Polizisten bei einer Straßenkontrolle zum Aussteigen aufgefordert hätten, sagte der Chefermittler der Polizei in Karachi, Fayyaz Khan. Bei einer anschließenden Schießerei seien zwei Polizisten verwundet worden.
Pakistanische Taliban töten 15 SicherheitskräfteAufständische in Pakistan haben nach eigenen Angaben 15 Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet, die sie vor zwei Wochen entführt hatten. Taliban-Sprecher Ahsanullah Ahsan sagte am Donnerstag, die Männer seien erschossen worden, ihre Leichen seien in der Stammesregion von Nord-Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan zurückgelassen worden. Die Männer gehörten zu einer paramilitärischen Einheit, die in der Grenzregion aktiv ist.
Taliban kommen Eröffnung eines Büros in Katar einen Schritt näherDie afghanischen Taliban sind der Einrichtung eines Verbindungsbüros in Katar offenbar einen Schritt näher gekommen. Die Gruppe habe mit den Behörden in Doha eine entsprechende vorläufige Vereinbarung erzielt, erklärten die Taliban am Dienstag in Kabul. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, das Büro werde Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft führen.
Taliban eröffnen Verbindungsbüro in KatarDie Taliban wollen ein Verbindungsbüro in Katar eröffnen. Eine entsprechende vorläufige Vereinbarung sei mit den Behörden in Doha erzielt worden, erklärten die Taliban am Dienstag in Kabul. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, das Büro werde Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft führen.
Hilfsgesuch von Al-Kaida und Taliban an pakistanische KämpferRanghohe Kämpfer von Al-Kaida und der afghanischen Taliban haben Kommandeure der pakistanischen Islamisten nach deren Angaben um Unterstützung im Kampf gegen die internationalen Truppen in Afghanistan gebeten. Das Gesuch sei während zweier Treffen in der pakistanischen Stammesregion im November und Dezember vorgetragen worden, erklärten die Kommandeure am Montag. Sowohl Al-Kaida-Kommandeur Abu Jahja al Libi als auch der Anführer des Hakkani-Netzwerks, Siradschuddin Hakkani, seien bei beiden Treffen zugegen gewesen.
Karsai reagiert positiv auf Äußerungen der USA zu TalibanDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat jüngste Äußerungen der USA über die Taliban begrüßt. "Ich bin sehr froh, dass die US-Regierung gesagt hat, dass die Taliban nicht ihre Feinde sind", sagte Karsai am Samstag in einer Rede vor der Afghanischen Akademie der Wissenschaften. "Wir hoffen, dass diese Botschaft den Afghanen helfen wird, Frieden und Stabilität zu erlangen."
Karsai begrüßt Äußerungen der USA zu TalibanDer afghanische Präsident hat sich zufrieden über die jüngsten Äußerungen der USA zur Taliban-Problematik geäußert. "Ich bin sehr froh, dass die US-Regierung gesagt hat, dass die Taliban nicht ihr Feind sind", sagte Karsai am Samstag in einer Rede vor der Afghanischen Akademie der Wissenschaften. "Wir hoffen, dass diese Botschaft den Afghanen helfen wird, Frieden und Stabilität zu erlangen."
USA wollen sich 2012 um Verhandlungen über Taliban-Büro bemühenDie Regierung von US-Präsident Barack Obama will im Frühjahr die Verhandlungen mit den Taliban in Afghanistan wiederbeleben. Wegen Einwänden des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai lägen die Gespräche und wichtige vertrauensbildende Initiativen auf Eis, verlautete aus Kreisen der US- und afghanischen Regierung. Zu den Maßnahmen zählten die Schaffung eines Zentralbüros der Taliban und die Freilassung von etwa fünf afghanischen Häftlingen aus dem US- Gefangenenlager Guantánamo, die mit den Taliban in Verbindung stehen sollen.
Karsai stimmt Vertretung der Taliban in Katar grundsätzlich zuDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat sich offen gegenüber der Eröffnung eines Vertretungsbüros der radikalislamischen Taliban in Katar gezeigt. Sollten die USA auf ein Büro in dem Golfstaat bestehen, dann "stimmen wir zu", sagte Karsai am Montag. Afghanistan würde jedoch Saudi-Arabien oder die Türkei für Friedensgespräche mit den Taliban vorziehen.
Vier Taliban im Nordwesten Pakistans getötetDie pakistanische Polizei hat zwei mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet und drei entführte Mitarbeiter einer staatlichen Versicherungsfirma befreit. Zwei weitere Taliban hätten sich am Montag selbst in die Luft gesprengt, als sie in einem Versteck nahe der Stadt Dera Ismail Khan im Nordwesten Pakistans von der Polizei umstellt wurden, sagte der örtliche Polizeichef Imtiaz Shah. Die Polizei hatte die Aufständischen nach der Entführung am Samstag verfolgt und sie erreicht, kurz bevor sie sich mit den Entführten in die Stammesregion Südwaziristan absetzen wollten, eine der Hochburgen der Taliban.
Richter macht Al-Kaida, Taliban und Iran für 9/11 verantwortlichEin Bundesgericht in New York hat das Terrornetzwerk Al-Kaida, die Taliban und den Iran für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht. Mit seinem Säumnisurteil reagierte Richter George Daniels am Donnerstag auf eine 100-Milliarden-Dollar-Klage von Angehörigen der Anschlagsopfer.
Karsai spricht sich für Taliban-Büro in Afghanistan ausDer afghanische Staatspräsident Hamid Karsai hat sich für die Errichtung einer offiziellen Taliban-Niederlassung in Afghanistan ausgesprochen. Sollte es die derzeitige Sicherheitslage nicht erlauben, dass die Taliban ein Büro in Afghanistan errichteten, könnten sie es in einem anderen islamisch geprägten Staat wie Saudi-Arabien oder der Türkei eröffnen, sagte Karsai am Donnerstag nach einem Treffen mit ranghohen afghanischen Vertretern in Kabul. Zuvor hatte die indische Tageszeitung "The Hindu" berichtet, dass die Aufständischen im Golfstaat Katar ein derartiges Büro eröffnen wollten.
Karsai spricht sich für Niederlassung der Taliban in Afghanistan ausDer afghanische Staatspräsident Hamid Karsai hat sich für die Errichtung einer offiziellen Taliban-Niederlassung in Afghanistan ausgesprochen. Sollte es derzeit nicht möglich sein, dass die Taliban ein Büro in Afghanistan errichteten, sollten sie es in einem anderen islamisch geprägten Staat wie Saudi-Arabien oder der Türkei eröffnen, sagte Karsai am Donnerstag. Einen Tag zuvor berichtete die indische Tageszeitung "The Hindu", dass die Aufständischen im Golfstaat Katar ein Büro eröffnen wollten.
(Im Fokus) - Pakistanische Taliban verwirren mit Angaben zu FriedensgesprächenDie pakistanischen Taliban haben mit widersprüchlichen Angaben zu Friedensgesprächen mit der Regierung in Islamabad am Wochenende für Verwirrung gesorgt. Einen Tag nach der Bestätigung der Verhandlungen durch einen hochrangigen Kommandeur der Extremisten dementierten zwei andere Taliban-Vertreter die Berichte am Sonntag. Jüngste Anzeichen eines zunehmenden Zerfalls in Splittergruppen wurden damit bestätigt.
Pakistanische Taliban zerfallen in SplittergruppenDie Taliban in Pakistan sind tief gespalten. Nach Auffassung von Experten hat sich die extremistische Organisation mittlerweile in über 100 Splittergruppen geteilt. Die sogenannten Tehrik-e-Taliban (TTP) werden für einen Großteil der Gewalt verantwortlich gemacht, die Pakistan seit über vier Jahren erschüttert.
Verwirrung um Friedensgespräche mit pakistanischen TalibanDie pakistanischen Taliban sorgen mit widersprüchlichen Angaben über angebliche Friedensgespräche mit der Regierung in Islamabad weiter für Verwirrung. Einen Tag nach der Bestätigung der Gespräche durch einen hochrangigen Kommandeur der Extremisten haben zwei weitere Vertreter der Taliban diese am Sonntag bestritten. Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan dementierte die am Vortag gemachten Aussagen von Kommandeur Maulvi Faqir Mohammed, der als stellvertretender Führer der Taliban gilt.
Pakistanischer Taliban-Führer bestätigt FriedensgesprächeDie pakistanischen Taliban sind nach Angaben eines Kommandeurs in Friedensgesprächen mit der Regierung in Islamabad. Erstmals bestätigte ein Führer der Extremisten namentlich und nicht anonym die Verhandlungen, die sich "gut entwickeln" würden. Der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani beantwortete die Frage nach Friedensgesprächen vage.
Pakistanischer Taliban-Anführer bestätigt FriedensgesprächeDie pakistanischen Taliban sind nach eigenen Angaben in Friedensgesprächen mit der Regierung in Islamabad. Erstmals bestätigte ein namentlich genannter Führer der Extremisten die Verhandlungen, die sich "gut entwickeln" würden. Kommandeur Maulvi Faqir Mohammad, der als stellvertretender Führer der Taliban gilt, sagte am Samstag, seine Männer hätten "Friedensgespräche mit relevanten Regierungsvertretern" geführt.
Pakistanischer Taliban-Kommandeur bestätigt FriedensgesprächeEin ranghoher Kommandeur der pakistanischen Taliban hat am Samstag Friedensgespräche mit der Regierung in Islamabad bestätigt. Die Verhandlungen würden sich "gut entwickeln", sagte der stellvertretende Führer der Taliban, Maulvi Faqir Mohammad. Es war das erste Mal, dass ein namentlich genannter Führer der Taliban die Gespräche mit der Regierung bestätigte.
Mehrere Polizisten bei Gefechten mit Taliban in Afghanistan getötetBei Gefechten mit Aufständischen im Nordosten Afghanistans sind am Montag mehrere Polizisten getötet und verletzt worden. Die Beamten seien nach Beschwerden von Bewohnern über Gewalt und Einschüchterungsversuche seitens der radikalislamischen Taliban in den Distrikt Wardudsch in der Provinz Badachschan entsandt worden, sagte der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Sajed Hussain Safawi, am Dienstag. Die Taliban erklärten, sie hätten bei den Gefechten 30 Polizisten entführt und 20 Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in Brand gesteckt.
Clinton: Fehlender Fortschritt bei Taliban "größte Enttäuschung"Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton ist am Rande der Bonner Afghanistan-Konferenz am Montag mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen. Clinton sagte, es beginne eine Zeit "harten Arbeitens". "Wir müssen uns darüber klar sein, was wir zusammen machen können uns was nicht", sagte sie den Vertretern verschiedener afghanischer Verbände und Organisationen.
Westerwelle will "frühere Taliban" in Friedensprozess einbeziehenAußenminister Guido Westerwelle will Aufständische in den afghanischen Friedensprozess einbeziehen. Einen Tag vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn sagte der FDP-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk, es gebe selbst im Parlament in Kabul Abgeordnete, die sich "frühere Taliban" nennen. Bedingungen für die Aussöhnung seien aber: "Abschwören von Terror, Gewaltverzicht, Achtung der Verfassung und Respekt vor den fundamentalen Menschen- und Bürgerrechten."
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