Strom

Deutsche gaben 8 Prozent mehr für Energie ausFür Energie haben die Bundesbürger im vergangenen Jahr pro Haushalt im Schnitt 3900 Euro ausgegeben. Davon entfielen 41 Prozent auf Kraftstoffe, 36 Prozent auf die Wärmeversorgung und 23 Prozent auf die Stromrechnung, wie das Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf Berechnungen des RWE-Fachmanns Hans-Wilhelm Schiffer meldet. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Energierechnung um 268 Euro oder 7,7 Prozent erhöht.
(Im Fokus) - SPD wirft Regierung Schlamperei bei der Energiewende vorDie Sozialdemokraten werfen der Bundesregierung Versagen in der Energiepolitik vor. Die Energiewende "fährt gerade mit Hochgeschwindigkeit vor die Wand", sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel am Wochenende. Bundesumweltminister Norbert Röttgen konterte mit Hinweis auf die Sicherheit der Stromversorgung trotz der arktischen Temperaturen in Deutschland.
Röttgen sieht Versorgungssicherheit trotz Energiewende gewährleistetDie Stromversorgung in Deutschland wird nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen auch unter härtesten Bedingungen nicht durch die Energiewende gefährdet. "Gerade in diesen extrem kalten Tagen zeigt sich, dass die erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit und Stabilität schaffen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag". Der Ausbau von Wind und Solar zahle sich aus.
Öko-Effekt von Stromautos infrage gestelltDie Einführung von Elektroautos führt nur zu Klimaentlastungen, wenn diese Fahrzeuge auch mit umweltfreundlich hergestelltem Strom aufgeladen werden. "Die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen ist nur dann ausgewogen, wenn zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien in den Strommarkt gebracht werden", heißt es in einer Studie des Ökoinstituts für das Bundesumweltministerium, aus dem die Berliner "Tageszeitung" am Montag zitiert. Bis 2030 dürften Elektrofahrzeuge laut Gutachten zwei Prozent des deutschen Stroms verbrauchen.
Windenergieanlagen in Deutschland wieder stärker gefragtDie Energiewende hat der Nachfrage nach Windkraftanlagen neuen Schwung gegeben. Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie (BWE) wurden im vergangenen Jahr 895 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.007 Megawatt errichtet. Das seien 456 Megawatt mehr als im Vorjahr und entspreche einem Zuwachs der Leistung der Neuanlagen um 30 Prozent, sagte BWE-Präsident Hermann Albers am Donnerstag in Berlin.
Deutscher Windenergiemarkt legt stark zuDie Leistung der in Deutschland neu installierten Windenergieanlagen ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie (BWE) wurden 2011 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.007 Megawatt neu installiert. Das seien 456 Megawatt mehr als im Vorjahr und entspreche einem Zuwachs der Leistung der Neuanlagen um 30 Prozent, sagte BWE-Präsident Hermann Albers am Donnerstag in Berlin.
"Test": Nur zwei von drei Ökostromtarifen nützen der UmweltNicht überall, wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin: Bei einem Test von 19 Ökostromtarifen hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass nur 13 Angebote einen Nutzen für die Umwelt haben. Nur bei diesen Tarifen sorge der Anbieter dafür, dass zum Beispiel in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investiert werde, heißt es in der Februar-Ausgabe des Magazins "Test" laut Vorabbericht. Allerdings sei Ökostrom sogar häufig günstiger als Normalstrom.
104 Stromversorger erhöhen Preise um durchschnittlich 3,4 ProzentAuf Millionen Menschen in Deutschland kommen steigende Stromkosten zu. 104 Versorger kündigten an, im Februar und März die Preise für Strom um durchschnittlich 3,4 Prozent zu erhöhen, wie das Online-Vergleichsportal Check 24 am Dienstag mitteilte. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden könnten zusätzliche Kosten von jährlich bis zu 108 Euro entstehen.
Deutschland 2011 laut Studie erstmals Netto-StromimporteurDeutschland hat 2011 zum ersten Mal seit langem mehr Strom importiert als exportiert. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf eine Studie der Deutschen Bank. Demnach führte Deutschland rund vier Terawattstunden (TWh) mehr Strom ein als aus.
Mann wird nach Stromschlag Bein amputiertNach einem schweren Stromschlag ist einem 25 Jahre alten Mann im bayerischen Günzburg ein Bein amputiert worden. Spaziergänger hatten am späten Samstagnachmittag Rettungskräfte gerufen und mitgeteilt, dass der Mann im Bereich der Starkstromleitungen liege und brenne, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Vermutlich war er unbefugt über einen Zaun auf das Kraftwerksgelände gelangt, dort auf einen Strommast geklettert und abgestürzt.
Millionen Türken ohne StromEin Stromausfall hat am Samstag in der Türkei Istanbul und fünf weitere Städte lahmgelegt. Die mehr als zwölf Millionen Einwohner von Istanbul hätten für mehrere Stunden keinen Strom und keine Heizung gehabt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Auch das U-Bahn- und Straßenbahnnetz fiel aus.
Detroit 2012: Volkswagen setzt den Beetle unter StromVolkswagen setzt den Beetle unter Strom. Auf der auf der NAIAS (North American International Auto Show) in Detroit zeigen die Wolfsburger bis zum 22. Januar 2012 den zweisitzigen E-Bugster.
Solar-Boom lässt Ruf nach Subventionskürzung lauter werdenNach dem Rekordzuwachs bei Solaranlagen im vergangenen Jahr wird der Ruf nach einem drastischen Abbau der Subventionen für die mit Milliardenbeträgen gepäppelte Branche immer lauter. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kritisierte in der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe), die Photovoltaik erzeuge nur drei Prozent des deutschen Stroms, verursache aber 50 Prozent der Förderkosten. "So kann der Umbau der Energieversorgung in Deutschland nicht gelingen", sagte Rösler.
Verbraucherschützer fordert drastische Senkung der SolarförderungDer Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, hat eine drastische Kürzung der Solarstromförderung in Deutschland gefordert. Angesichts des Preisverfalls bei Solarmodulen könne die Bundesregierung die Einspeisevergütung bei Dachanlagen von derzeit 24,4 Cent je Kilowattstunde auf 15 Cent je Kilowattstunde absenken und für Freiflächenanlagen von derzeit knapp 18 auf 10 Cent, sagte Krawinkel am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Dies sei eine "Riesenchance, den Solarausbau viel billiger zu bekommen als erwartet", fügte er hinzu.
Bundesnetzagentur rechnet mit anhaltendem Boom bei SolaranlagenNach dem Rekordzuwachs bei Photovoltaik-Anlagen im vergangenen Jahr rechnet die Bundesnetzagentur auch in diesem Jahr mit einer Fortsetzung des Solarbooms. Für die Verbraucher könnte dies teuer werden. Der Präsident der Aufsichtsbehörde, Matthias Kurth, sagte am Montag, die Bemühungen der Bundesregierung, die Milliardenkosten der Sonnenenergieförderung durch regelmäßige Kürzungen der Vergütungssätze zu begrenzen, hätten bisher den Bauboom bei Solaranlagen nicht bremsen können.
Bundesnetzagentur: Rekord bei Zubau von SolaranlagenDer Zubau an Solaranlagen in Deutschland hat 2011 eine Rekordhöhe erreicht. Insgesamt seien nach einer vorläufigen Auswertung neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 7.500 Megawatt installiert worden, berichtete die Bundesnetzagentur am Montag. Dies seien noch einmal 100 Megawatt mehr als im bisherigen Rekordjahr 2010.
Österreichische Kraftwerke für deutsche Stromversorgung genutztNach der Energiewende kann die Stabilität der deutschen Stromversorgung in diesem Winter offenbar nur schwer aufrechterhalten werden. Der Netzbetreiber Tennet musste bereits am 8. und 9.
Netzbetreiber musste auf österreichische Kraftwerke zurückgreifenNach dem Atomausstieg ist die Stabilität der deutschen Stromversorgung in diesem Winter offenbar nur mühsam aufrecht zu erhalten. Der Netzbetreiber Tennet musste bereits am 8. und 9.
Strom ist wieder billiger als vor FukushimaTrotz der Abschaltung von acht Altreaktoren im Zuge der Energiewende ist Strom in Deutschland zurzeit billiger als vor Fukushima - zumindest für große Industriekunden und Stromversorger. An der Leipziger Strombörse EEX fiel der Preis für 2013 lieferbaren Grundlaststrom zum Jahresbeginn auf nur noch rund 52 Euro je Megawattstunde. Das sind rund zwei Euro weniger als in den Wochen vor der japanischen Atomkatastrophe im März 2011.
Strompreis für Großkunden sinkt unter das Niveau vor FukushimaStrom ist in Deutschland zurzeit billiger zu haben als vor der Atomkatastrophe von Fukushima - zumindest für große Industriekunden und Stromversorger. An der Leipziger Strombörse EEX fiel der Preis für 2013 lieferbaren Strom zum Jahresbeginn auf nur noch rund 52 Euro je Megawattstunde. Dies liegt spürbar unter dem Niveau vor der Atomkatastrophe.
Die Energiewende ist PrivatsacheDie Energiewende in Deutschland ist bislang überwiegend Privatsache. Rund 40 Prozent der installierten Leistung bei Wind-, Sonnen- und Biogasanlagen gehörten Ende 2010 Privatleuten, wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Studie des Forschungsinstituts Trendresearch berichtete. Die vier großen deutschen Energieversorger E.on, RWE, EnBW und Vattenfall kamen demnach dagegen zusammen nur auf einen Anteil von sechs Prozent.
Industrie klagt über häufigere StromausfälleDie deutschen Verbraucher sind bislang trotz des Atomausstiegs von Blackouts verschont geblieben, doch die Industrie klagt über eine wachsende Zahl von Stromausfällen. Die beschleunigte Energiewende habe "zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung" geführt, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Volker Schwich, dem "Handelsblatt". Auf die VIK-Mitglieder entfallen rund 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland.
Industrie klagt über unsicherere StromversorgungDie Industrie klagt über eine wachsende Zahl von Stromausfällen in Deutschland infolge des Atomausstiegs. Die beschleunigte Energiewende habe "zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung" geführt, zitierte das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) den Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Volker Schwich. Das Problem ist, dass schon kurze Stromunterbrechungen im Millisekundenbereich und Frequenzschwankungen, die für den "Normalbürger" gar nicht bemerkbar sind, in der Industrie zu erheblichen Problemen führen können.
Kein Blackout in diesem WinterEntwarnung für Stromkunden: Trotz des Atomausstiegs droht in diesem Winter nach Einschätzung der Bundesnetzagentur kein Blackout. Der Behördenpräsident Matthias Kurth sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Ich denke, es müsste gut gehen." Seine Behörde habe das Menschenmögliche getan, eine Krise zu verhindern.
Kurth rechnet nicht mit Blackout in diesem WinterDie Stromkunden in Deutschland brauchen in diesem Winter trotz des Atomausstiegs nach Einschätzung der Bundesnetzagentur keinen Blackout zu fürchten. Der Behördenpräsident Matthias Kurth sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Ich denke, es müsste gut gehen." Seine Behörde habe das Menschenmögliche getan, eine Krise zu verhindern.
Kurth warnt Stromversorger vor überzogenen PreiserhöhungenDie zum Jahreswechsel von vielen Energieerzeugern angekündigten Erhöhungen der Strompreise sind nach Aussage des Chefs der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, zu hoch und müssen zurückgenommen werden. "Ich kann die Energiebranche nur vor überzogenen Preisrunden warnen", sagte Kurth der "Wirtschaftswoche". Für alle Anbieter, die höhere Kosten für den Stromtransport als Begründung für die Preiserhöhung angeben, werde dieser Grund zumindest teilweise wieder entfallen.
Stromerzeuger erzielen höhere DurchschnittserlöseDie deutschen Energieversorger haben 2010 bei Stromverkäufen im Schnitt mehr verdient als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, stieg der Durchschnittserlös aus Lieferungen an alle Letztverbraucher gegenüber 2009 um 1,1 Prozent auf 13,18 Cent pro Kilowattstunde. Die Erlöse aus Stromlieferungen an Sondervertragskunden, zum Beispiel Unternehmen, hätten im vergangenen Jahr ebenfalls um 1,1 Prozent zugelegt.
Zehntausende schottische Haushalte nach Sturm ohne StromBei dem schweren Sturm über Schottland ist Behördenangaben zufolge in 50.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Während die Winde von bis zu 160 Kilometern in der Stunde inzwischen weitgehend abgeebbt seien, seien die Folgen des Sturms weiter zu spüren, sagte die stellvertretende erste Ministerin Nicola Sturgeon am Freitag. Die Stromversorger hofften, die Versorgung der abgeschnittenen Häuser am Freitag wieder herstellen zu können.
Polnische Sperren für Ökostrom bedrohen Netz-StabilitätDer Plan Polens, Ökostrom aus Deutschland stärker zu regulieren, alarmiert deutsche Energieexperten. "Wenn überschüssiger Wind- und Solarstrom nicht mehr ins Ausland abgeführt werden kann, dann wird das deutsche Stromnetz instabiler", sagte der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, dem "Spiegel". Hintergrund ist, dass der polnische Netzbetreiber PSE Operator plant, an der Grenze Stromsperren zu errichten.
Orkanschäden: 130.000 Polen ohne StromOrkanartige Winde haben in Polen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Vor allem in Nordpolen wehte der Sturm am frühen Montagmorgen mit Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern. Der Fährverkehr nach Schweden musste eingestellt werden.
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