Somalia

Drohne laut Augenzeugen in somalisches Flüchtlingslager gestürztEin unbemanntes Aufklärungsflugzeug ist Augenzeugenberichten zufolge in ein somalisches Flüchtlingslager in der Nähe von Mogadischu abgestürzt. Die Drohne sei im Flüchtlingslager Badbado am Freitag in eine Hütte gestürzt, berichteten Flüchtlinge und Soldaten. Ein Flüchtling, Sacdiyo Sheikh Madar, sagte, Friedenssoldaten der Afrikanischen Union hätten die Drohne abgeholt.
Kenianische Streitkräfte töten etwa 100 somalische ExtremistenDie kenianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei einem Hubschrauberangriff etwa 100 somalische Extremisten getötet. Mehrere Kampfhelikopter hätten ein Ziel in der Nähe der somalischen Stadt Badhade beschossen, wo sich mehr als 200 Kämpfer der islamistischen Al-Schabab-Miliz versammelt hätten, erklärte Militärsprecher Major Emmanuel Chirchir am Freitag auf Twitter. Die Angaben konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.
FAO erklärt Hungersnot in Somalia für beendetDie Welternährungsorganisation FAO hat die Hungersnot in Somalia nach mehr als sieben Monaten für beendet erklärt. Gleichzeitig warnte sie aber davor, dass die ganze Region ohne anhaltende Hilfe rasch wieder tiefer in die Hungerkrise rutschen könnte. Die FAO stufte die Lage in Somalia am Freitag von der obersten Stufe einer fünfteiligen Skala auf die vierte herab.
FAO gibt leichte Entwarnung bei Hungersnot in SomaliaDie Welternährungsorganisation FAO hat nach mehr als sieben Monaten Hungersnot in Somalia eine leichte Entwarnung für das Land gegeben. Die Krise wurde am Freitag von der obersten Stufe einer fünfteiligen Skala - basierend auf der Sterberate - auf die vierte herabgesetzt. Damit wurde sie formell von einer "Hungersnot" zu einem "humanitären Notfall".
Islamisten untersagen dem IKRK die Arbeit in SomaliaDie islamistische Schabab-Miliz in Somalia hat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Arbeit in den von ihr kontrollierten Gebieten verboten. Das Rote Kreuz dürfe keine Lebensmittel mehr ausgeben, erklärte die Gruppe am Montagabend. Das IKRK habe das Vertrauen der Bevölkerung verraten, indem es verdorbene Lebensmittel verteilt habe.
Sudan und Somalia überschatten den Gipfel der Afrikanischen UnionDer Ausbau der Handelsbeziehungen in Afrika steht im Mittelpunkt des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Bei den am (heutigen) Sonntag beginnenden Beratungen dürfte es aber auch um den Ölstreit zwischen Sudan und Südsudan und die Lage der hungernden Menschen in Somalia gehen. Auf dem Gipfel soll auch ein neuer AU-Vorsitzender gewählt werden.
US-Spezialkommando befreit Geiseln in SomaliaIn einem nächtlichen Lufteinsatz hat ein US-Sonderkommando eine Amerikanerin und einen Dänen aus ihrer Geiselhaft in Somalia befreit. Die Elitetruppen der Navy Seals, die nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington auch das Versteck von Osama bin Laden in Pakistan gestürmt hatten, gelangten demnach in der Nacht zum Mittwoch mit zwei Hubschraubern auf somalisches Gebiet, sprangen mit Fallschirmen ab und überwältigten die Entführer der beiden westlichen Helfer. Die 32-jährige Amerikanerin und der 60-jährige Däne arbeiteten für den Dänischen Flüchtlingsrat in der Minenräumung und waren im Oktober in der Stadt Galkayo verschleppt worden.
Hohe Haftstrafen im Piraten-Prozess gefordertIm Hamburger Piraten-Prozess hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von vier bis elfeinhalb Jahren für die zehn somalischen Angeklagten gefordert. Sie hätten sich des erpresserischen Menschenraubs und Angriffs auf den Seeverkehr schuldig gemacht, sagte die Staatsanwältin am Mittwoch in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht. Das geforderte Strafmaß solle in drei Fällen nach Jugendstrafrecht verhängt werden.
Amerikanerin und Däne aus Geiselhaft in Somalia befreitEine im Norden Somalias entführte Amerikanerin und ein Däne sind westlichen Gewährsleuten zufolge bei einem US-Hubschraubereinsatz befreit worden. Es kam zu einem Schusswechsel mit den Entführern, wie die Nachrichtenagentur AP in Mogadischu erfuhr. Die Amerikanerin und der Däne befanden sich seit Oktober in Geiselhaft. Am vergangenen Wochenende wurde in der Region ein weiterer Amerikaner entführt, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen soll.
Plädoyer der Anklage im Hamburger Piraten-Prozess erwartetNach 70 Verhandlungstagen im Hamburger Piraten-Prozess hält die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (25. Januar, 9.00 Uhr) ihr Plädoyer. Zehn somalische Angeklagte müssen sich vor dem Landgericht wegen des bewaffneten Enterns des Frachters "Taipan" auf hoher See im April 2010 verantworten.
Somalische Milizen verüben Anschlag auf äthiopische TruppenSomalische Extremisten haben am Dienstag mit einem Lastwagen voller Sprengstoff einen Stützpunkt der äthiopischen Streitkräfte im Westen Somalias angegriffen. Ein Sprecher der Al-Shabab-Miliz sagte, bei dem Selbstmordanschlag in der Stadt Beledweyne seien viele äthiopische Soldaten getötet worden. Über Twitter meldeten die Extremisten 33 Anschlagsopfer.
(Im Fokus) - Bewaffnete entführen im Norden Somalias einen AmerikanerIm Norden Somalias ist am Wochenende ein Amerikaner entführt worden. Der Mann soll auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Das Auswärtige Amt bestätigte die Entführung eines Deutschen zunächst allerdings nicht.
US-Drohne tötet Al-Kaida-Kämpfer in SomaliaBei einem von den USA ausgeführten Raketenangriff in Somalia ist am Samstag ein britischer Al-Kaida-Angehöriger getötet worden. Einer Erklärung der Medienstiftung al Kataib vom Samstagabend zufolge trafen drei Raketen das Auto von Bilal al Berjawi am Rande der Hauptstadt Mogadischu. Al Berjawi, der die libanesische und britische Staatsbürgerschaft besaß und im Westen Londons aufgewachsen war, kämpfte zunächst in Afghanistan, bevor er 2006 nach Somalia ging.
US-Drohne tötet laut somalischen Aufständischen Al-Kaida-KämpferIn Somalia hat eine US-Drohne somalischen Aufständischen zufolge einen Al-Kaida-Kämpfer getötet. Einer Erklärung der Medienstiftung al Kataib vom Samstagabend zufolge trafen drei Raketen das Auto von Bilal al Berjawi am Rande der Hauptstadt Mogadischu. Al Berjawi, der die libanesische und britische Staatsbürgerschaft hatte und im Westen Londons aufgewachsen war, soll an der Seite der somalischen Aufständischen gekämpft haben.
Amerikaner in Somalia verschlepptEine Gruppe bewaffneter Männer hat im Norden von Somalia einen Amerikaner entführt. Die Männer umstellten am Samstag das Auto des Amerikaners in Galkayo, kurz nachdem dieser den Flughafen verlassen hatte, wie ein Polizeisprecher erklärte. Sie zwangen ihn demnach, in ein anderes Fahrzeug einzusteigen und fuhren davon.
Amerikaner in Somalia verschlepptEine Gruppe bewaffneter Männer hat im Norden von Somalia einen Amerikaner entführt. Die Männer umstellten am Samstag das Auto des Amerikaners in Galkayo, kurz nachdem dieser den Flughafen verlassen hatte, wie ein Polizeisprecher erklärte. Sie zwangen ihn demnach, in ein anderes Fahrzeug einzusteigen und fuhren davon.
Islamistische Kämpfer in Vororte von Mogadischu zurückgedrängtSoldaten der Afrikanischen Union und islamistische Aufständische haben sich am Freitag in Vororten der somalischen Hauptstadt Mogadischu heftige Gefechte geliefert. Augenzeugen berichteten von Artillerie- und Gewehrfeuer und Hunderten von Bewohnern auf der Flucht. Offenbar gelang es den Soldaten der Afrikanischen Union und den Regierungstruppen, die Kämpfer der islamistischen Al-Shabab-Miliz in die Vororte zurückzudrängen.
Zwei Tote bei Explosion in somalischem FlüchtlingslagerBei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Flüchtlingslager in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um einen Bewohner des Camps und einen somalischen Soldaten, sagte die Leiterin des Lagers, Yasmin Ali. Drei weitere Menschen seien bei der Detonation verletzt worden.
Ärzte ohne Grenzen schließt zwei Krankenhäuser in SomaliaÄrzte ohne Grenzen schließt nach dem Angriff auf zwei Mitarbeiter im Dezember zwei ihrer größten Krankenhäuser in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. In den beiden Kliniken mit je 120 Betten werden vor allem Mangelernährung, Masern und Cholera behandelt, wie die internationale Organisation für medizinische Nothilfe am Donnerstag mitteilte. Damit leistet Ärzte ohne Grenzen fortan nur noch die Hälfte ihrer bisherigen medizinischen Versorgung in Mogadischu.
13 mutmaßliche Piraten vor Somalia gefangen genommenBei einem gemeinsamen Einsatz haben britische und amerikanische Seeleute 13 mutmaßliche Piraten vor der Küste Somalias gefangen genommen. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wurden am Freitag Hubschrauber, Scharfschützen der britischen Marineinfanterie sowie zwei Militärschiffe - ein britisches und ein amerikanisches - eingesetzt, um ein arabisches Segelschiff im Indischen Ozean abzufangen. Die mutmaßlichen Piraten hätten sich geweigert, anzuhalten und erst aufgegeben, nachdem britische Marineinfanteristen an Bord ihres Schiffs gegangen seien.
UN beunruhigt wegen Kriminalität in afrikanischen FlüchtlingslagernDie Vereinten Nationen sind über die mangelnde Sicherheit in den Flüchtlingslagern in Kenia und Äthiopien beunruhigt. Im weltweit größten Camp Dadaab sei die Situation nach einer Welle von Morden, Entführungen und Raubüberfällen besonders besorgniserregend, sagte ein Sprecher der UN-Flüchtlingskommission am Freitag in Genf. Die kenianische Polizei untersuche derzeit, ob Lagerbewohner oder Menschen von außerhalb für die Taten verantwortlich seien.
Somalische Islamisten geben Entführung von Beamten in Kenia bekanntBei einem Angriff der somalischen Al-Shabab-Miliz im Norden Kenias sind mindestens sechs Menschen getötet und mehrere weitere offenbar entführt worden. Drei Polizisten, ein Beamter und ein Lehrer seien bei dem Überfall der Islamisten am Mittwochabend ums Leben gekommen, sagte Polizeichef James ole Serani. Nach Angaben von Familienangehörigen wurde bei dem Angriff auch eine schwangere Frau getötet.
Rotes Kreuz setzt Hilfe in Somalia ausDas Rote Kreuz setzt die Verteilung von Nahrungsmitteln in Somalia wegen mangelnder Kooperation der örtlichen Behörden vorübergehend aus. Die Behörden verhinderten seit Mitte Dezember, dass Lebensmittel und Saatgut 240.000 Menschen in der Mitte und dem Süden des Landes erreichten, sagte der Leiter der Somalia-Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Patrick Vial, am Donnerstag. Die Entscheidung gelte, bis die Behörden in diesen Gebieten zusicherten, dass die Verteilung ungehindert vonstattengehen könne, "wie vereinbart".
Kenianisches Militär vereitelt Anschläge an Weihnachten und NeujahrDie kenianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben geplante Anschläge von somalischen Extremisten an Weihnachten und Neujahr vereitelt. Die Behörden hätten Informationen von glaubwürdigen Quellen erhalten, wonach die der Al-Kaida nahestehende Rebellengruppe Al Shabab an den Feiertagen einen Anschlag plante, sagte Militärsprecher Oberst Cyrus Oguna am Samstag. Basierend auf diesen Informationen hätten kenianische Truppen Präventivschläge auf unterschiedliche Ziele in Somalia ausgeführt.
Mindestens 60 Extremisten bei kenianischem Luftangriff getötetBei Luftangriffen auf Extremisten im Süden Somalias hat die kenianische Luftwaffe nach eigenen Angaben mindestens 60 militante Islamisten getötet. Wie Militärsprecher Cyrus Oguna am Samstag mitteilte, erfolgten die Angriffe vom Freitag auf die Stadt Garbaharey nach einem Hinweis, wonach sich Kämpfer der Al-Shabab-Miliz in der Gegend versammelt hatten. Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen, hieß es.
(Im Fokus) - Äthiopische Soldaten in somalische Grenzstadt eingerücktHunderte Soldaten aus Äthiopien sind am Wochenende in die westsomalische Grenzstadt Beledweyne einmarschiert und haben damit eine dritte Front gegen die radikalislamische Al-Shabab-Miliz eröffnet. Zahlreiche Einwohner seien am Samstag geflohen, nachdem äthiopische und somalische Truppen in die Stadt eingerückt seien, sagte der Bewohner Mohammed Abdi. Die Kämpfer der Al-Shabab hätten sich zurückgezogen, äthiopische Soldaten stünden vor der Tür benachbarter Häuser, sagte er weiter.
Äthiopische Soldaten in somalische Grenzstadt eingerücktÄthiopische Truppen sind in die westsomalische Grenzstadt Beledweyne einmarschiert und haben damit eine dritte Front gegen die radikalislamische Al-Shabab-Miliz eröffnet. Hunderte Einwohner seien am Samstag geflohen, nachdem Soldaten aus Äthiopien und Somalia in die Stadt eingerückt seien, sagte der Bewohner Mohammed Abdi. Die Kämpfer der Al-Shabab hätten sich zurückgezogen, äthiopische Soldaten stünden vor der Tür benachbarter Häuser, sagte er weiter.
Truppen aus Äthiopien rücken in somalische Grenzstadt einÄthiopische Truppen sind nach Angaben eines Augenzeugen und eines somalischen Offiziers in die Grenzstadt Beledweyne in Somalia einmarschiert. Hunderte Einwohner seien am Samstag geflohen, nachdem Soldaten aus Äthiopien und Somalia in die Stadt eingerückt seien, sagte der Bewohner Mohammed Abdi. Hauptmann Hashi Nor bestätigte den Einmarsch.
Linke warnt vor EU-Kriegsbeteiligung in SomaliaDie geplante Ausweitung des europäischen Anti-Piraten-Einsatzes vor der Küste Somalias stößt bei den Linken auf massive Ablehnung. Den Kampf nun auf das Landgebiet auszudehnen, sei "ein mörderisches Abenteuer", sagte der Linke-Außenexperte Jan van Aken am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung erklärte derweil, dass es weder eine Entscheidung seitens der EU noch eine Zustimmung Deutschlands zu solchen Plänen gebe.
Linke warnt vor "EU-Krieg" in SomaliaDie Linke lehnt eine mögliche Ausweitung der europäischen Anti-Piraten-Mission auf den Küstenstreifen von Somalia strikt ab. "Die Ausweitung der EU-Mission 'Atalanta' auf das Landgebiet von Somalia ist ein mörderisches Abenteuer", sagte der Linke-Außenexperte Jan van Aken am Freitag in Berlin. Hintergrund sind Überlegungen in der Europäischen Union, mögliche Stützpunkte von Piraten in Somalia auch an Land anzugreifen.
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