Schuldenkrise

MÄRKTE EUROPA/Angst vor Schuldenkrise belastetDie Angst vor einem Auseinanderbrechen des Euroraums hat die europäischen Börsen am Mittwoch unter Druck gesetzt. Aussagen des ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos versetzten die Märkte in Angst und Schrecken. Im Gespräch mit Dow Jones Newswires bezeichnete er die Gefahr eines Austritts seines Landes aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet als real.
OECD: Größeres Engagement der EZB in Schuldenkrise möglichDie Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) befürchtet, dass eine weitere Aufstockung der Euro-Rettungsschirme nicht ohne Einbeziehung der Europäischen Zentralbank (EZB) möglich sein wird. In ihrem aktuellen Wirtschaftsausblick warnt sie, dass die Rettungsschirme unter besonders ungünstigen Annahmen nicht ausreichen würden, Länder wie Spanien und Italien gleichzeitig für längere Zeit zu finanzieren. Sind die Geberländer wie Deutschland überfordert, muss nach Ansicht der OECD die EZB ran.
SPD-Chef will Marshall-Plan für ganz EuropaDer SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat eine drastische Kurskorrektur im Kampf gegen die Euro- und Schuldenkrise gefordert. In einem Interview des General-Anzeigers (Bonn) sagte er: "Europa braucht so etwas wie einen zweiten Marshall-Plan. Es fehlt ein Programm für Wachstum und Beschäftigung."
USA drängen Europa in der Schuldenkrise zu radikalen MaßnahmenUS-Finanzminister Timothy Geithner hat die Eurozone zu einem noch entschlosseneren Kampf gegen die Schuldenkrise aufgefordert. Geithner sagte am Wochenende, die Euro-Zone brauche stärkere Maßnahmen der Staaten und der EZB, um eine mögliche Verschärfung der Krise zu verhindern. "Der Erfolg in der nächsten Phase der Krisenbekämpfung wird von Europas Bereitschaft und Fähigkeit abhängen, gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank seine Instrumente und Prozesse kreativ, flexibel und aggressiv zu nutzen, um die Staaten bei der Umsetzung ihrer Reformen zu unterstützen", sagte Geithner in einem Komitee des Internationalen Währungsfonds (IWF).
EFSF/Regling: Schuldenkrise wird nicht allein durch Feuerkraft gelöstEs wird nach Einschätzung von EFSF-Direktor Klaus Regling nicht reichen, nur die Feuerkraft der Rettungsfonds zu erhöhen, um die Schuldenkrise in Europa zu überwinden. "Die Krise in Europa wird nicht allein durch Feuerkraft gelöst", sagte der Chef des provisorischen Rettungsschirms EFSF beim Treffen der G-20-Notenbankgouverneure und Finanzminister. Regling sagte weiter, dass die Chancen für Irland, Ende nächsten Jahres an den Kapitalmarkt zurückzukehren, gut stünden.
Konjunktur und Schuldenkrise drücken DAX tief ins Minus"Alles muss raus" schien am Dienstag das Motto an den Aktienmärkten zu sein. Erstmals seit Monaten schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und wachsende Zweifel an der Haushaltslage Italiens und Spaniens waren zu viel für die Nerven der Investoren. In Madrid rutschte der Leitindex IBEX um 3 Prozent auf den niedrigsten Stand sei mehr als drei Jahren ab.
MÄRKTE EUROPA/Schuldenkrise verunsichert Anleger aufs NeueWie gewonnen, so zerronnen. Nach der Rally am Vortag hielt am Dienstag wieder die Unsicherheit Einzug an Europas Börsenplätzen. Furcht vor einem neuerlichen Ausbruch der Schuldenkrise in der Eurozone belasteten die Aktienmärkte in Spanien und Italien schwer.
Börsen stagnierenDer überraschend robust ausgefallene deutsche ifo-Index kann die europäischen Aktienmärkte und auch den DAX am Montag nicht wirklich befeuern. Trotz Schuldenkrise und Wachstumssorgen um China ist die deutsche Wirtschaft unverändert optimistisch. Der ifo-Index ist im März entgegen den Erwartungen nochmals leicht gestiegen.
Deutschland soll in Schuldenkrise mit 280 Mrd EUR haftenDeutschland wird einem Pressebericht zufolge im Kampf gegen die Schuldenkrise voraussichtlich deutlich höhere Bürgschaften übernehmen müssen als bislang vorgesehen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll das Limit, bis zu dem die Bundesregierung haftet zumindest vorübergehend auf etwa 280 Milliarden Euro angehoben werden. Bisher galten 211 Milliarden Euro als Obergrenze.
Merkel diskutiert mit Rousseff Schuldenkrise und HandelsfragenBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff haben bei Treffen am Montag und Dienstag in Hannover über weltweite Ungleichgewichte und die Euro-Schuldenkrise gesprochen. Merkel sagte zu Journalisten, Ungleichgewichte müssten vermieden werden, und versicherte Rousseff, dass die hohe Liquidität in der Eurozone nur vorübergehend sein werde. Die brasilianische Präsidentin unterstrich ihrerseits Bedenken, dass die Flut an Liquidität aus den Industrieländern dem Handel der Schwellenländer schaden könnte.
EZB/Praet: Schuldenkrise reflektiert fehlerhafte FiskalpolitikDie europäische Schuldenkrise spiegelt nach Überzeugung von Peter Praet, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), eine fehlerhafte Fiskalpolitik wider. Die staatliche Schuldenkrise habe gezeigt, dass eine umsichtige Finanzpolitik in einer Währungsunion äußerst wichtig sei, weil eine große Zahl von unabhängigen Staaten die Vorteile einer gemeinsamen Währung teilten, sagte der Währungshüter aus Belgien bei einer Rede. Zwar sei es ermutigend, dass die Euro-Staaten nun Schritte zu neuen Regeln - darunter der Fiskalpakt - eingeleitet hätten, um die Versäumnisse der Vergangenheit zu beheben, doch die noch ausstehende Umsetzung dieser Regeln sei von "allergrößter Wichtigkeit".
US-Finanzministerium warnt vor großen Gefahren für US-Banken durch SchuldenkriseDas US-Finanzsystem ist nach Einschätzung des Finanzministeriums erheblich gefährdet, wenn sich durch die Schuldenkrise im Euroraum verschlimmert. Unterstaatssekretär Lael Brainard warnte den Kongress vor gravierenden Auswirkungen, weil die US-Banken stark in Europa engagiert seien. Auch wenn die Krisenländer Griechenland, Italien und Spanien Fortschritte gemacht hätten, "steht jedes dieser Länder noch vor großen Herausforderungen", sagte Brainard laut Redemanuskript.
Monti mahnt harmonischere Zusammenarbeit bei Schuldenkrise anDer italienische Ministerpräsident Mario Monti hat am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu mehr Zusammenhalt beim Bekämpfen der Schuldenkrise in der Eurozone aufgerufen. "Was wir ganz sicher nicht brauchen in Europa ist, dass Geister der Vergangenheit wieder geweckt werden", erklärte er. Es müsse nicht nur eine Lösung für die Krise in der Eurozone gefunden werden, sondern diese müsse auch harmonisch ausfallen.
Wen nennt Lösung der europäischen Schuldenkrise "dringend"Dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao zufolge bedarf die europäische Schuldenkrise einer "dringenden" Lösung. Peking denke über eine Beteiligung an europäischen Rettungsfonds nach, sagte Wen am Donnerstag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Post-Chef Appel und Roland Berger erwarten Lösung der SchuldenkriseDeutsche-Post-Chef Frank Appel und Unternehmensberater Roland Berger setzen auf eine Lösung der Schuldenkrise in Europa. Appel sagte am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Kurort Davos dem Nachrichtensender n-tv: "Was über 30 Jahre entstanden ist, nämlich hohe Staatsdefizite, kann man nicht innerhalb von einem Jahr lösen. Aber ich glaube, der richtige Weg ist jetzt beschritten.
Schuldenkrise dämpft Bereitschaft zur AltersvorsorgeDie Bereitschaft der Bundesbürger zur Altersvorsorge ist im Zuge der Finanzkrise deutlich gesunken. Von denjenigen, die noch keine Rente beziehen, geht zwar mehr als die Hälfte davon aus, sich im Alter einschränken zu müssen, wie aus einer am Donnerstag vorgestellten Allensbach-Untersuchung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Doch nur rund ein Viertel war demnach 2011 zu größeren Sparanstrengungen bereit.
George Soros fordert mehr Entschlossenheit in der SchuldenkriseDer Philanthrop und Investor George Soros hat von der EU entschlossenere Maßnahmen zur Rettung von Italien und Spanien gefordert. Soros sagte am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, die bisher eingeleiteten Schritte seien nicht ausreichend, um die beiden Länder wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Deutschland zwinge dem Rest des Kontinents seinen Standpunkt auf, der strikt gegen eine Inflation ausgerichtet sei, erklärte Soros.
UPDATE3: Schuldenkrise macht Siemens zu schaffenEuropas größter Technologiekonzern Siemens stimmt die Aktionäre auf schwierigere Zeiten ein. Die Schuldenkrise in Europa macht den Münchenern genau wie den Konkurrenten zu schaffen, das Geschäft hat sich in den vergangenen Monaten wegen der problematischen wirtschaftlichen Großwetterlage merklich eingetrübt. Auch für das Gesamtjahr gibt sich der Industriegigant vorsichtig.
(Update 2) - Schuldenkrise macht Siemens zu schaffenEuropas größter Technologiekonzern Siemens stimmt die Aktionäre auf schwierigere Zeiten ein. Die Schuldenkrise in Europa macht den Münchenern genau wie den Konkurrenten zu schaffen, das Geschäft hat sich in den vergangenen Monaten wegen der problematischen wirtschaftlichen Großwetterlage merklich eingetrübt. Auch mit Blick auf das Gesamtjahr gibt sich der Industriegigant vorsichtig.
(Update) - Schuldenkrise macht Siemens zu schaffenEuropas größter Technologiekonzern Siemens stimmt die Aktionäre auf schwierigere Zeiten ein. Die Schuldenkrise in Europa macht den Münchenern genau wie den Konkurrenten zu schaffen, das Geschäft hat sich in den vergangenen Monaten wegen der problematischen wirtschaftlichen Großwetterlage merklich eingetrübt. Auch mit Blick auf das Gesamtjahr gibt sich der Industriegigant vorsichtig.
FDP will Stufen-Plan zur Beteiligung der Banken an SchuldenkriseVor dem deutsch-französischen Finanzministertreffen und dem Gipfeltreffen der EU-Staatschefs warnt FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle erneut vor der Einführung der Finanztransaktionssteuer in den 17 EU-Ländern. In einem Drei-Stufen-Konzept, das dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) vorliegt, fordert Brüderle stattdessen die Ausdehnung der 2011 in Deutschland eingeführten Bankenabgabe auf ganz Europa. Darüber hinaus plädiert der FDP-Politiker für die Ausweitung der britischen Wertpapierhandelssteuer auf Europa und fordert eine stärkere Regulierung des computergestützten Handels.
Stada erfüllt trotz Schuldenkrise Finanzziele 2011Der Pharmakonzern Stada leidet bislang nicht unter der Schuldenkrise im Euroraum. Er sei "zuversichtlich, dass die kommunizierten Finanzziele für 2011 erreicht wurden", sagte Finanzvorstand Helmut Kraft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Das würde ein Wachstum des bereinigten EBITDA im hohen einstelligen Prozentbereich bedeuten", so der Manager.
US-Anleihen trotzen steigendem AktienmarktDie Notierungen der US-Staatsanleihen haben am Dienstagabend im späten US-Handel steigenden Kursen am Aktienmarkt und positiven Konjunkturdaten getrotzt. Der Markt drehte im Sitzungsverlauf ins Plus und zeigte sich am Abend fester. Laut Händlern hätten Anleger angesichts des zwischenzeitlich gesunkenen Kursniveaus vor dem Hintergrund einer drohenden Staatspleite Griechenlands bei den US-Anleihen zugegriffen.
Schuldenkrise bremst UmsatzwachstumDie deutschen Unternehmen lassen sich von der Schuldenkrise nicht unterkriegen. "Von Rezession kann keine Rede sein, auch wenn wir uns in diesem Jahr von den großen Wachstumszahlen verabschieden müssen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, am Mittwoch in Berlin. "Nach der aktuellen Stimmungslage wollen und können wir den vielfach anzutreffenden Konjunkturpessimismus nicht teilen", sagte Börner bei der Vorstellung der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbands.
DEVISEN/Schuldenkrise drückt die Stimmung für den EuroDer Euro neigt am Mittwoch im frühen Handel zu Dollar und Yen wieder zu leichter Schwäche. Erneut ist es die Staatsschuldenkrise einiger Euroländer, die die Gemeinschaftswährung belastet. "Wenn ich mich umschaue, haben die Eurozonen-Länder - außer Deutschland - keine einfache Zeit, wenn sie Geld aufnehmen", so Takao Yahata, Senior Händler bei Mitsubishi Trust and Banking.
Merkel und Monti beraten über Griechenland und SchuldenkriseBundeskanzlerin Angela Merkel und Italiens Ministerpräsident Mario Monti kommen am Mittwoch in Berlin zusammen, um über die Eindämmung der Euro-Schuldenkrise zu beraten. Sie setzen damit eine Reihe von Gesprächen fort, in die sich inzwischen auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, eingeschaltet hat und in denen es nach Aussage einer informierten Person auch um Griechenland gegangen ist. Merkel dürfte bei Monti um Unterstützung für den beschlossenen Fiskalpakt mit möglichst harten Defizit- und Schuldenregeln werben.
Monti fordert gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen SchuldenkriseDer italienische Ministerpräsident Mario Monti hat am Samstag zu einer engen europäischen Zusammenarbeit zur Bewältigung der Schuldenkrise aufgerufen. Angesichts der globalen Wirtschaftslage sei kein Land stark genug, um alleine zu agieren, sagte er in einer Rede in der nördlichen Stadt Reggio Emilia. Italien habe bereits einen "entscheidenden Beitrag" geleistet, zur Überwindung von Problemen wie Korruption und Steuerflucht seien allerdings weitere Schritte nötig, sagte Monti.
Monti mahnt gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen Schuldenkrise anDer italienische Ministerpräsident Mario Monti hat die EU-Staaten in einer Rede zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Schuldenkrise aufgerufen. Angesichts der globalen Wirtschaftslage sei kein europäisches Land stark genug, um alleine zu agieren, erklärte Monti am Samstag. Seine Regierung trage ihren Teil zur Lösung der europäischen Schuldenkrise bei, andere EU-Länder müssten folgen.
Schuldenkrise bringt kleinste Bank Deutschlands nicht in NotDie Raiffeisenbank in Gammesfeld in Baden-Württemberg ist die kleinste Bank Deutschlands, ihr Vorstandsvorsitzender Peter Breiter hat aber keine Angst vor der Schuldenkrise. "Wir streben nicht danach, uns zu bereichern", sagt Breiter, der einzige Mitarbeiter der Bank ist. Er ist Vorstandschef, sitzt am Schalter und putzt die Bankräume - in Deutschland einmalig.
Mittelstand trotz Schuldenkrise optimistischTrotz Eurokrise und gedämpfter globaler Konjunkturaussichten sind die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen positiv. Das Mittelstandsbarometer der Bankengruppe KfW und des Münchner Wirtschaftsforschungsinstitus Ifo legte im Dezember 2011 um 2,5 Zähler auf 15,8 Punkte zu, nachdem der Indikator bereits im November 2011 leicht gestiegen war, wie die KfW am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Am deutlichsten habe sich die Stimmung im Einzelhandel aufgehellt.
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