Rezession

Deutschland entgeht knapp einer RezessionEuropäische Ökonomen erwarten laut der Zeitung Die Welt (Montagausgabe) mehrheitlich, dass die deutsche Wirtschaft beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal eine schwarze Null erreicht oder sogar leicht zugelegt hat. Einer sogenannten technischen Rezession mit zwei Minusquartalen in Folge wäre Deutschland damit knapp entronnen. Genau das hatten Ökonomen noch zum Jahreswechsel befürchtet, nachdem das BIP im Schlussquartal 2011 um 0,2 Prozent gesunken war.
(Update) - Deutschland entgeht der RezessionDer deutschen Wirtschaft geht es offenbar besser als zuletzt gedacht, sie dürfte im ersten Quartal ein leichtes Wachstum verzeichnet haben. Nach einem unerwartet deutlichen Anstieg der Produktion im März und einer Revision des Vormonatswerts ist die Produktion im ersten Quartal 2012 erstmals seit Sommer 2011 wieder marginal gestiegen. Damit droht von dieser Seite entgegen den bisherigen Befürchtungen zumindest keine konjunkturelle Bremsung.
MÄRKTE EUROPA/Rezession in Spanien und schwache US-Daten belastenDie Rezession in Spanien und schwache Konjunkturdaten aus den USA haben die europäischen Börsen ins Minus gedrückt. Nachdem die Aktienmärkte zuletzt vom Spannungsfeld zwischen einer guten Berichtssaison der Unternehmen und verunsichernden Nachrichten aus dem Euroraum hin und her gezerrt wurden, fehlten am Montag die positiven Nachrichten der Berichtssaison. Allein adidas überraschte mit guten Unternehmenszahlen.
Spanien steuert nach Verschnaufpause auf Rezession zuDie spanische Wirtschaftsleistung ist im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2011 insgesamt um 0,7 Prozent, wie das spanische Statistikamt am Montag mitteilte. Die Wirtschaftsleistung wird bis Ende des ersten Quartals dieses Jahres voraussichtlich weiter sinken und das Land somit in die zweite Rezession in weniger als drei Jahren abgleiten.
IWF prophezeit Eurozone leichte RezessionDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Konjunkturprognose für die Eurozone gesenkt und sagt den 17 Mitgliedsstaaten nun sogar eine leichte Rezession für das laufende Jahr voraus. Während der IWF im September für den Euroraum noch ein durchschnittliches Wachstum von 1,1 Prozent erwartet hatte, prognostiziert er in seiner am Dienstag veröffentlichten Vorhersage einen Schwund der Wirtschaftskraft um 0,5 Prozent. Statt die Defizite abzubauen, sollten die Euroländer Wachstum fördern, lautet die Empfehlung des IWF.
IWF sagt für Europa Rezession vorausVon Christian Grimm DOW JONES NEWSWIRES Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr abgesenkt.
S&P: Deutschland behält 2012 Topbonität, selbst bei RezessionDeutschland wird nach Ansicht der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) seine Spitzenbewertung AAA in diesem Jahr beibehalten. "Wir glauben, dass sich Deutschland in einer vergleichsweise starken Position befindet und auch eine mögliche Rezession in diesem Jahr ohne Herabstufung überstehen sollte", sagte S&P-Europachef Moritz Krämer zur Bild-Zeitung. S&P hatte in der vergangenen Woche neun Euro-Länder abgestuft.
Ackermann sieht im ersten Halbjahr leichte Rezession in DeutschlandDeutschland steht nach Aussage von Josef Ackermann vor einer leichten Rezession. Diese werde im Sinne einer "roten Null" ausfallen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bank AG beim Neujahrsempfang seines Instituts in Berlin. Im zweiten Halbjahr werde sich die Konjunktur aber wieder beleben, und im Gesamtjahr werde sich das Wachstum "irgendwo zwischen null und einem Prozent einpendeln", sagte Ackermann.
S&P nennt drohende Rezession als Grund für Rating-AbstufungenDie Bewertungs-Agentur Standard & Poor’s hat ihre Herabstufung der Euro-Länder mit dem Risiko einer Rezession und mit dem großen Finanzbedarf Italiens in den kommenden Monaten begründet. Außerdem sei das Resultat des EU-Gipfels vom Dezember verantwortlich für die Entscheidung, sagt Europa-Chef Moritz Krämer am Samstag in einer Telefonkonferenz. Das Risiko einer Rezession sei mit dem Schrumpfen der Wirtschaft in der Eurozone um zuletzt 1,5 Prozent gestiegen, sagte Krämer.
Institut für Weltwirtschaft erwartet lediglich "Rezession light"Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel beurteilt die konjunkturellen Aussichten für Deutschland vorsichtig optimistisch. "Eine Rezession ist nicht ausgeschlossen. Vieles spricht aber dafür, dass die Wirtschaft im ersten Quartal 2012 lediglich stagniert", sagte IfW-Konjunkturforscher Jens Boysen-Hogrefe dem "Focus".
Wirtschaftsforscher sprechen von Rezession in EurozoneDie Eurozone durchläuft offenbar eine milde und kurze Rezession. Das reale Bruttoinlandsprodukt sei im vierten Quartal 2011 wohl um 0,3 Prozent geschrumpft, werde im ersten Quartal 2012 um 0,2 Prozent sinken und im zweiten Quartal stagnieren, erklärten das Münchner Ifo-, das französische Insee- und das italienische Istat-Institut am Mittwoch. Die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten habe sich deutlich verschlechtert.
Wirtschaftsforscher sehen milde und kurze Rezession für EurozoneWirtschaftsforscher erwarten für die Eurozone eine milde und relativ kurze Rezession. Dies gelte aber nur unter der Bedingung, "dass die Staatsschuldenkrise in der Eurozone durch adäquate Entscheidungen der Politik im Zaum gehalten werden kann", teilten das Münchner Ifo-, das französische Insee- und das italienische Istat-Institut am Mittwoch mit. Die Forscher gehen davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im vierten Quartal 2011 um 0,3 Prozent geschrumpft ist, im ersten Quartal 2012 um 0,2 Prozent zurückgeht und im zweiten Quartal stagniert.
Ökonom Hüther: Wachstumsdelle, aber keine RezessionDer Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, rechnet dieses Jahr mit einer Wachstumsdelle, nicht aber mit einer Rezession. Die Wirtschaftskraft werde nach einem beschwerlichen Jahresbeginn um etwa ein knappes Prozent steigen, sagte der Ökonom am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Deutschland profitiere derzeit von der hohen Beschäftigung.
Van Rompuy: EU-Gipfel muss Strategie gegen Rezession beratenEU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat die Bedeutung von Wirtschaftswachstum für die Lösung der Schuldenkrise betont. Bei dem EU-Gipfel Ende Januar muss nach seinen Worten dringend über eine Strategie zur Vermeidung einer Rezession in der Europäischen Union gesprochen werden. "Wir müssen eine Rezession vermeiden, wir müssen alle unsere Kräfte für dieses Ziel mobilisieren", sagte Van Rompuy.
Portugiesische Zentralbank sagt stärkere Rezession vorrausDie portugiesische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Zentralbank des Landes im neuen Jahr unter dem Gewicht der Sparmaßnahmen tiefer in die Rezession rutschen. Für 2012 sagte die Zentralbank am Dienstag ein Schrumpfen der Wirtschaft von 3,1 Prozent voraus. Im Oktober lautete die Vorhersage noch auf ein Minus von 2,2 Prozent.
Lagarde: EU und Eurozone nicht in RezessionDie Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sieht derzeit keine Rezession in der Eurozone und der EU. Es könne zwar sein, dass einzelne Mitgliedsländer in der Rezession steckten, sagte Lagarde am Freitag in Pretoria. Es gebe jedoch eine große Vielfalt innerhalb der Währungsunion und der EU, sodass sich die Wirtschaft dort insgesamt wahrscheinlich nicht dauerhaft im Abschwung befinde.
DIW rechnet mit kurzer Rezession in DeutschlandDer wirtschaftliche Abschwung in der Eurozone führt nach Auffassung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch in Deutschland zu einer leichten Rezession. Die deutschen Konsumenten seien verunsichert, die Unternehmen hielten sich mit Investitionen zurück und die Exporte liefen schwächer, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner am Mittwoch in Berlin. "Das führt dazu, dass die deutsche Wirtschaft in eine leichte Rezession reinrutschen wird", sagte er.
Ökonom Sinn rechnet nicht mit Rezession in DeutschlandDer Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, erwartet für 2012 keine Rezession in Deutschland, wohl aber im Rest der Euro-Zone. "Die Deutschen leihen ihre Ersparnisse nicht mehr dem griechischen Staat oder den spanischen Häuslebauern, sondern sie bauen selber", sagte Sinn der "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe). Das schaffe eine deutsche Binnenkonjunktur.
Wirtschaftsweiser Franz: Deutschland bleibt Rezession erspartDer Chef des Sachverständigenrates, Wolfgang Franz, blickt trotz der Euro-Schuldenkrise und des weltweiten Konjunkturabschwungs zuversichtlich in das neue Jahr. Die deutsche Wirtschaft werde 2012 zwar wohl nur um 0,5% wachsen, sagte Franz dem "Handelsblatt" (HB - Dienstagausgabe). In dem im November vorgelegten Jahresgutachten gingen die Wirtschaftsweisen noch von einer fast doppelt so hohen Zuwachsrate aus. "Aber eine Rezession befürchte ich nicht - erst recht nicht eine so starke wie 2009, als das Bruttoinlandsprodukt um rund fünf Prozent absackte", sagte er.
Spanischer Wirtschaftsminister erwartet Rückfall in die RezessionSpanien steht nach Einschätzung des neuen Wirtschaftsministers Luis de Guindos vor einem Rückfall in die Rezession. Er erwarte, dass die spanische Volkswirtschaft - die viertgrößte der Eurozone - im laufenden Quartal und im ersten Quartal 2012 um 0,2 bis 0,3 Prozent schrumpfe, sagte de Guindos am Montag. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Spanien von einer zweijährigen Rezession erholt.
Finnische Regierung schließ Rezession nicht mehr ausFinnland hat frühere Prognosen bezüglich des Wirtschaftswachstums im kommenden Jahr deutlich nach unten korrigiert und schließt eine Rezession nicht mehr aus. War zuvor noch ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent vorhergesagt worden, so erwartet die Regierung in Helsinki nun mehr eines von nur noch 0,4 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet das Finanzministerium ein Wachstum von 2,6 Prozent.
Wirtschaftsforscher: Niederlande befinden sich in RezessionDie Niederlande befinden sich in einer Rezession. Zu dieser Einschätzung gelangte das Zentrale Planungsbüro (CPB) des Landes in seinem am Dienstag veröffentlichten Dezembergutachten. Den Wirtschaftsforschern zufolge wird die niederländische Wirtschaft 2012 um 0,5 Prozent schrumpfen - mit einer leichten Erholung im zweiten Halbjahr. Grund für den Einbruch ist den Experten zufolge neben der Verlangsamung der Weltwirtschaft auch der aktuelle Sparkurs der Regierung.
Portugiesische Wirtschaft schrumpft weiterPortugal rutscht weiter in die Rezession. Die Wirtschaft des Landes schrumpfte im dritten Quartal des Jahres mit 0,6 Prozent deutlicher als die erwarteten 0,4 Prozent, wie das portugiesische Statistikamt am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Minus bei 1,7 Prozent.
UN warnen vor Gefahr einer neuen RezessionDie Vereinten Nationen haben ihre Prognosen für globales Wirtschaftswachstums nach unten korrigiert und erklärt, die Welt stehe vor der Gefahr einer neuen Rezession. In dem am Donnerstag vorgestellten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft und den Aussichten für 2012 gehen die UN in ihrem optimistischen Szenario von einem Wachstum von 2,6 Prozent aus. Im pessimistischsten Szenario sind es nur 0,5 Prozent.
UN warnen vor Gefahr einer neuen RezessionDie Vereinten Nationen haben ihre Prognosen für globales Wirtschaftswachstums nach unten korrigiert und erklärt, die Welt stehe vor der Gefahr einer neuen Rezession. In dem am Donnerstag vorgestellten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft und den Aussichten für 2012 gehen die UN in ihrem optimistischen Szenario von einem Wachstum von 2,6 Prozent aus. Im pessimistischen Szenario sind es nur 0,5 Prozent.
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung warnt vor RezessionDie Eurokrise schlägt nach Ansicht von Berliner Wirtschaftsforschern zunehmend auf die deutsche Wirtschaft durch. Nach einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte die Wirtschaftsleistung zwischen Oktober und März 2012 leicht sinken. Sorgen machen dem DIW besonders industrielle Betriebe.
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung warnt vor RezessionBerliner Wirtschaftsforscher warnen vor einer Rezession: Der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge könnte die Wirtschaftsleistung zwischen Oktober und März 2012 leicht sinken. Sorgen machen dem DIW besonders industrielle Betriebe. Auch im letzten Vierteljahr 2011 werde die Wirtschaftsleistung wahrscheinlich um 0,2 Prozent schwächer ausfallen als in den drei Monaten davor.
Schweizer Nationalbank sieht weiterhin Risiko einer RezessionDer Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sieht für sein Land noch immer Risiken einer Rezession. "Die Schweizer Wirtschaft geht nun in eine schwierige Phase mit einer niedrigen oder möglicherweise sogar leicht negativen Wachstumsrate über", sagte Thomas Jordan in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Züricher "SonntagsZeitung". Zwar habe die Entscheidung der Nationalbank, den Höhenflug des Schweizer Franken zu stoppen und den Mindestkurs im Verhältnis zum Euro auf 1,20 festzulegen, die Risiken einer Rezession verringert.
(Update) - Deutscher Wirtschaft droht keine RezessionDie deutsche Wirtschaft wird 2012 nach Einschätzung der Industrie und arbeitgebernaher Konjunkturforscher nicht in eine Rezession rutschen. Die Spitzen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verlangten aber von der Politik entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung der Krise. "Aus einer industriellen, realwirtschaftlichen Perspektive heraus gibt es für ein erneutes Rezessionsszenario keinen Anlass," erklärte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel in einem am Montag veröffentlichten Brief an deutsche Industrieunternehmer.
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