Religion

Kardinal Marx: Kirche überlebt auch ohne KirchensteuerDer Münchner Kardinal Reinhard Marx hält eine Finanzierung der deutschen Bistümer auch ohne die Kirchensteuer für möglich. Die Kirche könne "selbstverständlich" auch ohne Kirchensteuern überleben, doch "man müsste dann diskutieren, welche Aufgaben für das Gemeinwesen die Kirche künftig nicht mehr schultern soll", sagte Marx der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabbericht vom Mittwoch. "Es wäre ja wirklich abenteuerlich, zu meinen, die katholische Kirche würde ohne Kirchensteuer untergehen", sagte der Erzbischof von München und Freising.
Kauder spricht mit Ban Ki Moon über die ChristenverfolgungUnions-Fraktionschef Volker Kauder ist auf seiner USA-Reise Mitte Februar auch bei UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Gast. Thema des Gesprächs am 13. Februar in New York werde die Verfolgung von Christen in aller Welt sein, sagte der CDU-Politiker der "Schwäbischen Zeitung" (Donnerstagausgabe).
Indonesischer Beamter wegen Gotteslästerung im Internet verhaftetWegen blasphemischer Äußerungen im Internet ist am Freitag ein Beamter in Indonesien festgenommen worden. Der 31-Jährige habe im sozialen Netzwerk Facebook einen Eintrag veröffentlich, in dem er geschrieben habe: "Gott existiert nicht", teilte die Polizei mit. Die Äußerungen hatten in der Provinz West Sumatra einen Aufschrei der Empörung ausgelöst.
Irakischer Großayatollah fordert Ende der RegierungskriseDer einflussreichste schiitische Geistliche im Irak fordert von Politikern seiner und der sunnitischen Glaubensrichtung ein Ende der Regierungskrise. Das vom Krieg gezeichnete Land "kann keine weiteren Spannungen zwischen Politikern ertragen", sagte ein enger Vertrauter des Großayatollahs Ali al Sistani während eines Freitagsgebets. Sistani lässt seine Meinung üblicherweise über die Gebete und Äußerungen seiner Vertrauten verkünden.
Zehn Tote bei Massenpanik während religiöser Zeremonie in IndienBei einer Massenpanik während einer religiösen Zeremonie sind am Samstag in Indien mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Gläubigen seien in Panik geraten, als nahe der Ortschaft Ratlam im Unionsstaat Madhya Pradesh im Zentrum des Landes eine große Menschenmenge in einen muslimischen Schrein gedrängt sei, zitierte die Nachrichtenagentur Press Trust of India den Polizisten Rajesh Vyas. Dabei seien einige Pilger gestürzt und zu Tode getrampelt worden.
Direktor der Kairoer Al-Ashar-Universität legt Grundrechtecharta vorDer Direktor der renommierten islamischen Al-Ashar-Universität hat am Dienstag eine Grundrechtecharta zur Förderung der Meinungs- und Religionsfreiheit in Ägypten vorgelegt. Diese soll nach dem Willen von Scheik Ahmed el Tajeb in die neue Verfassung des Landes aufgenommen werden. Islamische Gesetze schützten die Religionsfreiheit und garantierten gleiche Bürgerrechte für alle, sagte er vor Journalisten.
Tunesische Regierungspartei verurteilt AntisemitismusDer Chef der islamischen Regierungspartei Ennahda in Tunesien hat antisemitische Äußerungen von ultrakonservativen Muslimen verurteilt. Die tunesischen Juden seien "volle Staatsbürger mit gleichen Rechten und Pflichten", sagte Rachid Ghannouchi laut einer am Montag veröffentlichten Erklärung. Bereits am Donnerstag hatte eine Gruppe Salafisten auf einem Flughafen "Tötet die Juden" und "Vernichtet die Juden" gerufen.
Massenprozession trotz Terrorwarnung in ManilaBegleitet von einem Großaufgebot an Polizei und Militär sind Millionen philippinische Katholiken am Montag trotz einer Terrorwarnung der Regierung zu einer traditionellen Christus-Prozession auf die Straßen Manilas geströmt. Die Polizei ging von neun Millionen Teilnehmern im Lauf des Tages aus. Allein zu einem Gottesdienst zum Auftakt des Umzugs fanden sich drei Millionen Menschen in einem Park ein.
Drei Millionen Gläubige folgen "Schwarzem Nazerener" durch ManilaUngeachtet einer Terrorwarnung der Regierung sind am Montag Millionen Gläubige zu einer traditionellen Christus-Prozession auf die Straßen Manilas geströmt. Die Polizei ging von mehr als drei Millionen Teilnehmern des Umzugs aus, bei dem alljährlich eine schwarze Christus-Figur durch die Stadt getragen wird. Dem lebensgroßen "Schwarzen Nazarener", der vermutlich von spanischen Missionaren 1606 aus Mexiko auf die Philippinen gebracht wurde, werden heilende Kräfte zugeschrieben.
Philippinischer Präsident warnt vor Terroranschlag auf ProzessionDer philippinische Präsident Benigno Aquino hat vor einem möglichen Terroranschlag auf eine jährlich stattfindende Prozession zu Ehren einer schwarzen Christus-Figur gewarnt. Etliche mutmaßliche Terroristen, die den Festzug zu stören versuchten, seien in der Hauptstadt Manila gesichtet worden, sagte Aquino am Sonntag auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Die Polizei fahnde nach den Verdächtigten.
Schwedische File-Sharing-Gruppe nun offiziell religiöse GemeinschaftEine File-Sharing-Gruppierung in Schweden ist nach eigenen Angaben als religiöse Gemeinschaft anerkannt worden. Ihr Sprecher Isak Gerson sagte am Donnerstag, die zuständigen offiziellen Stellen hätten die Kirche Ende Dezember anerkannt. Die Behörden waren für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.
Wellness-Oasen auf Malediven dürfen wieder öffnenWenige Tage nach der Schließung der Wellness-Bereiche in Hunderten Luxushotels auf den Malediven hat der Präsident des Inselstaats die Betreiber aufgefordert, ihre Spas wieder zu öffnen. Er habe das Oberste Gericht gebeten zu entscheiden, ob der Betrieb der Zentren gegen den Islam verstoße, sagte Staatschef Mohammed Nasheed am Mittwoch. Bis zu einem Urteil sollten die Spas wieder geöffnet werden.
Kauder fordert mehr Einsatz für verfolgte ChristenAngesichts der Christenverfolgung in vielen Ländern fordert Unions-Fraktionschef Volker Kauder Antworten der Vereinten Nationen und der deutschen Außenpolitik. Die Lage der Christen verschlimmere sich in vielen Regionen der Welt, erklärte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Gläubige wegen ihres Bekenntnisses zu einer Religion zu verfolgen oder zu bedrängen, ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte", sagte Kauder.
Regierung der Malediven lässt hunderte Wellness-Center schließenDie Regierung der Malediven hat eine Schließung von Wellness-Centern in hunderten Luxushotels angeordnet. Der Schritt sei eine Reaktion auf Proteste gegen "antiislamische Aktivitäten" im Land, teilte das Büro des Präsidenten am Freitag in einer Stellungnahme mit. Das Tourismusministerium habe die betroffenen Luxusresorts informiert, jedoch noch keine Rückmeldung erhalten, hieß es.
Regierung der Malediven schließt hunderte Wellness-CenterNach Massenprotesten gegen "antiislamische Aktivitäten" müssen hunderte Luxushotels auf den Malediven künftig ihre Wellness-Center schließen. Das teilte das Büro des Präsidenten am Freitag mit. Demnach sind von der Maßnahme auch Massagesalons betroffen.
Islamisten in Ägypten verurteilen Weihnachtsgrüße an ChristenEine islamistische Gruppe in Ägypten hat das Verschicken von Weihnachtsgrüßen an Christen scharf verurteilt. Dies sei "gegen unseren Glauben", erklärte ein Sprecher der ultrakonservative Nur-Partei am Mittwoch. Muslime sollten Grüße nur aus "persönlichem Anlass" und nicht aus religiösen Gründen an Christen senden, sagte Nadar Bakar.
Mehrere Verletzte bei Anschlag auf islamische Schule in NigeriaUnbekannte haben in Nigeria eine islamische Schule mit selbst gebauten Sprengsätzen angegriffen. Sechs Schüler und ein Lehrer seien bei dem Anschlag am Dienstag verletzt worden, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Der Angriff im christlichen Süden des Landes ereignete sich nur wenige Tage nach einer Anschlagsserie radikaler Islamisten, bei der an Weihnachten 39 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden waren.
Russischer Hare-Krishna-Text wird nicht auf den Index gesetztEin russisches Gericht hat den Antrag auf Verbot eines hinduistischen Textes wegen extremistischer Passagen abgelehnt. Die Richter in der sibirischen Stadt Tomsk konnten am Mittwoch der Argumentation der Staatsanwaltschaft nicht folgen, nach der die russische Übersetzung des Kommentars "Bhagavad Gita - Wie Sie Ist" Passagen enthalte, in denen Nicht-Hindus gesetzwidrig diskriminiert würden. Der Text ist eine vom Hare-Krishna-Gründer A.
Marokko verbietet Magazin wegen Abbildung des Propheten MohammedWegen der Abbildung des Propheten Mohammed ist ein Sonderheft des französischen Magazins "L'Express" in Marokko verboten worden. "Jede grafische Darstellung des Propheten Mohammed ist in Marokko untersagt", sagte Regierungssprecher Khalid Naciri. Viele Muslime halten die Abbildung des Propheten für Blasphemie.
Niederlande kündigen neue Vorschriften zum Schächten anDie Niederlande planen neue Vorschriften für das rituelle Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung. Ein Ausschuss solle die neuen Standards erarbeiten, gab das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch bekannt. Dazu sollen etwa die Ausbildung der Schlächter sowie Vorgaben dazu zählen, wie lange die Tiere bei Bewusstsein bleiben dürfen.
US-Repräsentantenhaus drängt auf mehr religiöse Freiheit in der TürkeiDas US-Repräsentantenhaus hat eine Resolution verabschiedet, in der die Türkei zum Schutz der Religionsfreiheit aufgefordert wird. Konkret wird die Türkei dazu aufgerufen, Kirchen und religiöse Einrichtungen an die christliche Gemeinschaft zurückzugeben. Die Resolution hat keine bindende Wirkung für die US-Außenpolitik.
Israel öffnet Fußgängerbrücke zum Tempelberg wiederDie israelischen Behörden haben am Mittwoch eine Fußgängerbrücke zum Tempelberg in Jerusalem wieder eröffnet und damit einen potenziellen Konflikt mit muslimischen Gläubigen entschärft. Polizeisprecher Micky Rosenfeld teilte mit, die Brücke zu dem von den Muslimen in aller Welt als "edles Heiligtum" verehrten Gelände solle nicht mehr abgerissen, sondern renoviert werden. Auf dem Gelände befinden sich Felsendom und Al-Aksa-Moschee.
Diesterweg-Gymnasium darf Gebet auf Schulflur untersagenDas Berliner Diesterweg-Gymnasium darf einem 18 Jahre alten muslimischen Schüler die Verrichtung seines rituellen Mittagsgebets in der Schule untersagen. Das entschied am Mittwoch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass im konkreten Fall der Schulfrieden gefährdet sein könnte, wenn dem Schüler das Gebet im öffentlichen Schulraum gestattet würde.
Schüler will Recht auf Gebet in Schule durchsetzenVor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig versucht ein 18 Jahre alter muslimischer Gymnasiast aus Berlin seit Mittwochvormittag sein Recht auf die Ausübung des Mittagsgebets in der Schule durchzusetzen. Die Schulleitung hatte ihm dies untersagt, nachdem er im Jahr 2007 erstmals auf dem Schulflur gemeinsam mit anderen Schülern das Gebet gesprochen hatte. Seine Klage dagegen wies das Oberverwaltungsgericht mit der Begründung ab, dass die Glaubensfreiheit des 18-Jährigen gegenüber der Glaubensfreiheit seiner Mitschüler zurücktreten müsse.
Muslimischer Schüler will Recht auf Gebet in der Schule erstreitenDas Bundesverwaltungsgericht verhandelt heute (30. November, 10.30 Uhr) in Leipzig die Klage eines muslimischen Gymnasiasten aus Berlin, der außerhalb des Unterrichts einmal täglich an der Schule beten will. Die Schulleiterin hatte ihm dies untersagt.
Irak richtet Tunesier für Anschlag auf Goldene Moschee hinDer für das Bombenattentat auf die Goldene Moschee im Jahr 2006 verurteilte Tunesier Yusri Fakhir ist hingerichtet worden. Der Tunesier sei am Mittwoch exekutiert worden, teilte der stellvertretende irakische Justizminister Buscho Ibrahim am Donnerstag mit. Das tunesische Außenministerium drückte sein Bedauern und seinen Unmut über die Exekution aus, auch eine Bitte des tunesischen Interimspräsidenten um Begnadigung Fakhirs blieb ungehört.
Gericht in Indien lässt unschuldige Häftlinge auf Kaution freiIn Indien sind sieben unschuldig inhaftierte Muslime gegen eine Kautionszahlung freigelassen worden. Ein Sprecher einer muslimischen Wohlfahrtsorganisation sagte, die Männer seien am Mittwoch aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem die Kaution gezahlt worden sei. Die sieben Muslime waren inhaftiert und für eine Reihe von Anschlägen im Westen Indiens 2006 verantwortlich gemacht worden.
Fundamentalistische Katholiken demonstrieren gegen TheaterstückMehrere hundert strenggläubige Katholiken haben am Donnerstagabend im nordfranzösischen Rennes gegen ein Theaterstück protestiert. Ihrer Meinung nach ist das Stück "Sur le concept du visage du fils de Dieu" (zu deutsch: "Über das Konzept des Gesichts des Gottessohnes") des Italieners Romeo Castelluci gotteslästerlich. Die Demonstranten reisten mit Bussen aus ganz Frankreich an und sangen vor dem Nationaltheater in Rennes christliche Lieder.
Neue Synagoge in Speyer eingeweihtGenau 73 Jahre nach der Reichspogromnacht hat die Stadt Speyer wieder eine Synagoge. Bundespräsident Christian Wulff weihte das neue jüdische Gotteshaus gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, Kurt Beck (SPD), am Mittwoch ein. Wulff erinnerte in seinem Grußwort an die Reichspogromnacht am 9.
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