Reinhold Robbe

Bundeswehrführung in der SchusslinieDer scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hat die Führung der Bundeswehr im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. «Ich mache der militärischen Spitze zum Vorwurf, dass sie etliche Probleme beschönigt hat», sagte Robbe laut Vorabmeldung des Hamburger Magazins «stern» vom Mittwoch. Der SPD-Politiker machte auch die militärische Führung dafür verantwortlich, dass der Einsatz in Afghanistan von der Politik harmloser dargestellt wird als er sei.
Robbe sieht keine Notwendigkeit für neues Afghanistan-MandatDer scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, sieht keine Notwendigkeit für eine Änderung des Afghanistan-Mandates der Bundeswehr. Im ARD-Morgenmagazin sagte er am Freitag, auch die Partnering-Strategie deutscher und afghanischer Truppen lasse sich unter dem Mandat subsumieren. «Insofern kann ich keine Notwendigkeit für ein neues Mandat erkennen». Nach den neuen Todesfällen bei der Bundeswehr in Afghanistan plädierte der SPD-Politiker Robbe für mehr Verständnis für die Soldaten.
Ausbildungsmängel bei gefallenen Soldaten?Nach den jüngsten Todesfällen bei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan hat der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe Mängel bei deren Ausbildung kritisiert. «Ich habe die Fallschirmjäger in Seedorf anlässlich ihrer Verabschiedung in den Afghanistan-Einsatz besucht», sagte Robbe der «Bild»-Zeitung. «Die Soldaten haben mich darauf hingewiesen, dass es Defizite bei der Ausbildung gibt.» Diese Defizite habe er sogar bei der Vorstellung seines Jahresberichts Mitte März angesprochen.
Wehrbeauftragter kritisiert Verkürzung der WehrdienstzeitDer scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, sieht die geplante Verkürzung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate kritisch. «In der Truppe wird die Verkürzung überwiegend sehr skeptisch gesehen, weil man dort im Augenblick noch nicht erkennen kann, in welche Richtung das Ganze gehen soll», sagte der SPD-Politiker dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Nach seiner Auffassung muss zumindest «gewährleistet sein, dass die jungen Männer, die künftig für sechs Monate eingezogen werden, darin eine Sinnhaftigkeit erkennen können».
Ministerlob für RobbeVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Arbeit des scheidenden Wehrbeauftragten Reinhold Robbe ausdrücklich gelobt. Er habe «beste Erfahrungen» mit dem SPD-Politiker Robbe machen dürfen, sagte der CSU-Politiker am Dienstag in Berlin. Den von Robbe aufgezeigten Missständen werde nachgegangen.
Missstände in der TruppeIn ungewöhnlich scharfer Form hat der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, in seinem Jahresbericht 2009 Missstände in der Bundeswehr angeprangert. Der SPD-Politiker kritisierte am Dienstag in Berlin vor allem Defizite in der militärischen und medizinischen Ausstattung der Truppe. Robbe zufolge fehlen allein 600 Militärärzte.
Ärztemangel bei der BundeswehrDer Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, hat nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung das Sanitätswesen der Bundeswehr kritisiert. «Der Inspekteur ist seiner Aufgabe offensichtlich nicht gewachsen», sagte Robbe der Zeitung (Dienstagausgabe) laut Vorabmeldung. Mehr als 120 Ärzte hätten gekündigt, insgesamt fehlten derzeit 600 Militärärzte.
Wehrbeauftragter nennt Debatte über Kundus-Affäre "bizarr"Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, hat die Debatte über die Kundus-Affäre als bizarr und wirklichkeitsfern für die Soldaten in Afghanistan bezeichnet. «Sie schütteln mit dem Kopf, wenn sie sich anschauen, was sich im politischen Berlin jeden Tag ereignet und in der Zeitung zu lesen ist», sagte Robbe am Dienstag im Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages. Den wenigsten Deutschen sei bewusst, dass die Soldaten in Afghanistan «jeden Tag ihren Kopf hinhalten und froh sind, wenn sie gesund und lebend von Patrouillenfahrten ins Feldlager zurückkommen», fügte er hinzu.
Ein Skandal erschüttert die ganze BundeswehrDer Skandal um die Informationspannen innerhalb der Bundeswehr erschüttert nach Auffassung des Wehrbeauftragten des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), die ganze Bundeswehr. Robbe dankte am Donnerstag im Nachrichtensender n-tv ausdrücklich dem neuen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für seine schnellen Maßnahmen. Guttenberg hatte am Vormittag die Entlassung seines Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan und von Staatssekretär Peter Wichert bekanntgegeben. Sie hatten nach seinen Worten die Verantwortung für die Pannen nach dem Tanker-Bombardement Anfang September in Afghanistan übernommen.
Robbe: Wehrdienstverkürzung verhindert "Gammeldienst"Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Reinhold Robbe, erwartet von der geplanten Verkürzung des Wehrdienstes um drei auf sechs Monate eine Steigerung der Effizienz. In Interviews betonte der SPD-Politiker am Mittwoch, die Soldaten müssten motiviert und der «Gammeldienst» bei der Truppe vermieden werden. Im Deutschlandradio Kultur sagte Robbe zum derzeitigen Grundwehrdienst: «Ich stelle fest, dass die ersten drei Monate durchaus geprägt sind von einer sinnstiftenden und auch ausgefüllten Zeit.
Wehrbeauftragter fordert Rechtssicherheit für Bundeswehrsoldaten in AfghanistanDer Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hat Rechtssicherheit für die deutschen Soldaten im Afghanistan-Einsatz angemahnt. Sie dürften nicht wie Straftäter behandelt werden, wenn sie Zwischenfälle wie den Luftangriff in Kundus zu verantworten hätten, sagte der SPD-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Es dürfe auch nicht sein, dass Oberst Georg Klein, der für den umstrittenen Angriff auf zwei Tanklastwagen bei Kundus verantwortlich ist, von den Verbündeten an den Pranger gestellt werde.
Trauerfeier für gefallene BundeswehrsoldatenFür die drei in der vergangenen Woche in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten findet am Vormittag im thüringischen Bad Salzungen eine Trauerfeier statt. An dem Gottesdienst in der Stadtkirche nehmen Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung, der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, und der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, teil. Die Soldaten waren am 23.
Jung kündigt harte Gangart in Afghanistan anNach dem Tod von drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan will Verteidigungsminister Franz Josef Jung entschlossen zurückschlagen. «Wer uns angreift, der wird auch bekämpft», sagte Jung am Mittwoch. Bei dem Gefecht am Dienstag kamen nach Auskunft seines Sprechers auch drei Angreifer ums Leben.
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