Naturschutz

(Im Fokus) Oberste Naturschützerin warnt vor Auswirkungen des KlimawandelsAnlässlich der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban warnt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur. Aufgrund zunehmender Wärme und Trockenheit würden bestimmte Arten aus Deutschland verschwinden und möglicherweise sogar ganz aussterben, sagte Jessel im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Spürbar werde der Klimawandel insbesondere im Wattenmeer, in Mooren, aber auch in den Wäldern.
Grenzüberschreitender Naturpark bei Schaffhausen geplantMit dem Aufbau eines grenzüberschreitenden Naturparks im Schweizer Kanton Schaffhausen könnte 2013 begonnen werden. Dies teilte Reto Dubach, Mitglied der Kantonsregierung, am Freitag mit. Der Park solle eine Fläche von 258 Quadratkilometern umfassen.
Grenzüberschreitender Naturpark bei Schaffhausen geplantMit dem Aufbau eines grenzüberschreitenden Naturparks im Schweizer Kanton Schaffhausen könnte 2013 begonnen werden. Dies teilte Reto Dubach, Mitglied der Kantonsregierung in Schaffhausen am Freitag mit. Der Park solle eine Fläche von 258 Quadratkilometern umfassen.
Naturschutzpreis an Projekte in Bonn und Eschweiler verliehenDer ehemalige Forstdirektor und Mitbegründer des Nationalparks Bayerischer Wald, Georg Sperber, ist bei der Verleihung des ersten Deutschen Naturschutzpreises für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) überreichte ihm den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag in Bonn. Förderpreise für originelle und vorbildliche Naturschutzkonzepte gingen an das Projekt "Gründung der Waldgenossenschaft Propsteierwald" in Eschweiler, das Bildungsprojekt des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen "wildewaldwelt.de" in Freiburg und an das Projekt "Tatort Wald – Perspektivenwechsel durch Planspiele" des Wissenschaftsladens in Bonn.
Kein Stopp von Plastikflaschenverkauf wegen Bedenken von Coca ColaDie Pläne, den Verkauf von Plastikflaschen im Grand Canyon Nationalpark zu verbieten, sind vorerst vom Tisch. Wie die "New York Times" am Donnerstag berichtete, hätten die zuständigen Behörden davon Abstand genommen, nachdem Vertreter des Coca Cola Konzerns Bedenken anmeldeten. Der Konzern hat bisher mehr als 13 Millionen Dollar (rund 9,5 Millionen Euro) an die US-Nationalparks gespendet.
(Update) - NABU verlangt umweltfreundliche EnergiewendeDer Naturschutzbund Deutschland verlangt eine umweltfreundliche Umsetzung der anstehenden Energiewende. Verbandspräsident Olaf Tschimpke sagte am Montag heftige Konflikte über den Bau von Stromleitungen, Windrädern oder Solaranlagen sowie die Ausbreitung von gigantischen Maisfeldern für Biogasanlagen voraus. Wichtig seien vernünftige Konzepte und eine sachliche Debatte über einzelne Projekte.
NABU will bei Energiewende Naturschutz hoch haltenBei der Energiewende erwartet der Naturschutzbund Deutschland für die kommenden Jahre erheblichen Streit über den Bau von Stromtrassen, Windrädern oder Solaranlagen. "Wir werden als NABU darauf achten, dass Naturschutz in Deutschland noch stattfindet", sagte Verbandspräsident Olaf Tschimpke am Montag in Berlin. Landnutzungsfragen würden "die Schlüsselfragen des Jahrhunderts".
Oberste Naturschützerin: Windräder im Wald sind okayNeben Windrädern auf See und an der Küste könnte auch die Windkraft im Wald einen Beitrag zu einem naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien leisten. Das geht aus einem Positionspapier des Bundesamts für Naturschutz hervor. Dessen Präsidentin Beate Jessel sagte im dapd-Interview, die Windkraftnutzung müsse nicht nur Offshore, sondern auch an Land ausgebaut werden.
Eilantrag gegen "Stuttgart 21"-Weiterbau gestelltDer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg hat am Dienstagmorgen beim Verwaltungsgericht Stuttgart eine einstweilige Anordnung gegen den Weiterbau des Bahnprojekts "Stuttgart 21" beantragt. Der Eilantrag richtet sich gegen das Eisenbahn-Bundesamt. Es soll der Deutschen Bahn anordnen, alle weiteren Baumaßnahmen mit sofortiger Wirkung zu untersagen, wie BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß sagte.
Umweltschützer kritisieren Einigung über AtomkursFür den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geht die Einigung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den Atomausstieg nicht weit genug. Zwar sei zu begrüßen, dass die neun verbleibenden Kernkraftwerke nun doch schrittweise bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen. Doch insgesamt verlaufe der Atomausstieg nach wie vor viel zu langsam, kritisierte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Freitag in Berlin.
Über 200.000 Menschen protestieren gegen AtomkraftRund 210.000 Menschen haben am Samstag bei vier Großdemonstrationen für einen Ausstieg aus der Kernkraft demonstriert. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) beteiligten sich allein in Berlin rund 90.000 Menschen an der Demonstration. In Hamburg seien rund 50.000 Menschen und in Köln 40.000 Menschen auf die Straße gegangen.
Hohe Schadstoffbelastung in Deutschlands KindergärtenDeutschlands Kindertagesstätten (Kitas) sind einer Studie zufolge überdurchschnittlich stark mit hormonellen Schadstoffen belastet. In den rund 60 untersuchten Kitas sei die Menge der Weichmacher dreimal höher als in üblichen Haushalten, gab der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Dienstag in Berlin bekannt. Den Angaben zufolge können die sieben festgestellten Phthalate das Hormonsystem dramatisch beeinträchtigen.
"Atom-Angela" soll deutsche Reaktoren abschaltenUmweltschützer haben die Reaktion der Bundesregierung auf den Atomunfall in Japan kritisiert. "Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel AKWs auf den Prüfstand stellen will, muss das bedeuten, alle AKWs in Deutschland abzuschalten, die ältesten und gefährlichsten Anlagen sofort", forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Sonntag in Berlin. "Wer nach einem solchen Störfall, wie er jetzt in Japan eingetreten ist, einfach so weitermacht wie bisher und die Risiken weiter bagatellisiert, der handelt unverantwortlich und zynisch."
Kein neues Kohlekraftwerk auf Borneo: Malaysia nimmt Rücksicht auf die NaturMalaysia verzichtet auf der Insel Borneo auf den Bau eines Kohlekraftwerks in der Nähe eines Naturschutzgebiets. Umweltschützer sprachen von einer wichtigen Entscheidung zum Schutz des Regenwalds und der dort lebenden Tiere auf Borneo. Der Chefminister des Staates Sabah teilte am Mittwoch mit, die Regierung habe die Pläne zum Bau des 300-Megawatt-Kraftwerks zurückgezogen, weil die Umwelt nicht gefährdet werden solle.
Nach Kritik an "Stuttgart 21"-Gegnern: Kriselnde FDP entdeckt Bürgerbeteiligung wiederNach den Protesten gegen "Stuttgart 21" dringt die FDP auf mehr Bürgerbeteiligung bei Großprojekten. Die bisherigen Pläne von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) dazu seien "wenig ambitioniert" und nicht zustimmungsfähig, erklärte Vizefraktionschef Patrick Döring am Dienstag in Berlin. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland verlangte mehr Mitsprache für Bürger schon bei der Planung von Bahntrassen, Straßen, Kraftwerken oder Stromleitungen.
Das Internationale Jahr der Wälder steht vor der TürDie Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. In Deutschland sind rund 5.000 Initiativen und Veranstaltungen geplant - von Ausstellungen, Konzerten bis zu Waldspaziergängen, wie das Kampagnenbüro in Bonn am Dienstag mitteilte. Das Ganze steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz koordiniert.
Umweltschützer vs. Schwarz-Gelb: Double-Protest gegen Atomkurs und AgrarreformUmweltschützer wollen 25 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl im April gegen den Atomkurs der schwarz-gelben Regierung protestieren. Das kündigte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger, am Montag in Berlin an. Bereits am 22.
Verkehrsprojekte: Keine Abstriche beim NaturschutzDie Bundesregierung ist nicht zu Abstrichen beim Naturschutz bereit, um Verkehrsprojekte schneller und billiger bauen zu können. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagausgabe). Das Blatt beruft sich auf einen Brief von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) an den hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP).
Süsswasser-Lebewesen in Nordafrika machen sich rarMehr als ein Fünftel aller Süßwasser-Lebewesen in Nordafrika sind laut Wissenschaftlern vom Aussterben bedroht. Das geht aus einem Forschungsbericht der Naturschutzorganisation International Union for Conservation of Nature (IUCN) hervor, der am Dienstag bei einer internationalen Wasserkonferenz in Stockholm vorgestellt wurde. Demnach sind in Nordafrika 21 Prozent der Süßwasser-Lebewesen betroffen, darunter mehr als 1.000 Fische, Krabben, Mollusken, Wasserpflanzen und Insekten.
Russischer Präsident stoppt Straßenbau in WaldgebietDer russische Präsident Dmitri Medwedew hat am Donnerstag die Einstellung von Straßenbauarbeiten in einem Waldgebiet in der Nähe von Moskau angeordnet. Dies hatten zuvor Umweltschützer und auch die Regierungspartei Einiges Russland gefordert. Es ist einer der seltenen Erfolge für Umweltschützer und Oppositionelle in Russland.
Schwarz-Gelb alles andere als grünDer Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat der Bundesregierung «eine schwache Öko-Bilanz» bescheinigt. Nach wie vor würden unsinnige Straßen geplant und die Schiene benachteiligt, sagte Präsident Olaf Tschimpke am Dienstag in Berlin. Die «Nagelprobe» der schwarz-gelben Koalition stehe mit dem Energiekonzept im Herbst an.
USA wollen Ozeane besser schützenDie US-Regierung will die ihre Küstengewässer und Ozeanküsten sowie die Großen Seen an der Grenze zu Kanada besser schützen. Zu diesem Zweck soll ein Nationaler Ozeanrat gegründet werden, der die Arbeit der zahlreichen Behörden koordiniert, die mit dem Thema befasst sind. Dieses Anliegen sei mit Blick auf die Ölpest im Golf von Mexiko wichtiger denn je, hieß es am Montag in Regierungskreisen in Washington.
Naturschützer nimmt schwarz-gelbe Umweltpolitik ins VisierDer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Umweltpolitik der Regierung scharf kritisiert. «Die aktuelle Krise der Umwelt lässt uns befürchten, dass die verantwortliche Politik nach wie vor nicht erkannt hat, dass der Naturhaushalt, wenn er einmal aus dem Gleichgewicht gebracht ist, mit noch soviel Geld nicht zu sanieren ist», sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Mittwoch in Berlin. Zu begrüßen sei hingegen der wachsende Zuspruch aus der Bevölkerung für die Belange des Verbandes.
Naturschutz: Peru verbietet Hubschrauber in Machu PicchuZum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt haben die peruanischen Behörden Hubschrauber in der antiken Inka-Zitadelle Machu Picchu und umliegenden Gebieten verboten. Entsprechende Verordnungen veröffentlichte jetzt die Provinz Cusco. Der Direktor des Archäologischen Parks Machu Picchu, Fernando Astete, erklärte am Samstag, der Lärm der Helikopter störe Bären und andere Tiere in den Bergen, wie Guanakos und Vikunjas. Ob von den Auflagen auch Notfalleinsätze mit Hubschraubern betroffen sind, war zunächst nicht klar.
Nackt für den Tier- und UmweltschutzTier- und Umweltschützer in Mexiko-Stadt haben sich für den guten Zweck ausgezogen. Sie radelten nackt durch die Innenstadt und trugen Schilder mit Aufschriften wie «Esst mich nicht» oder «Ich brauche meine Haut» bei sich. Einige von ihnen hatten sich Kuhflecken auf die Haut gemalt oder trugen Tiermasken.
Öl aus beschädigtem Bohrloch wird verkauftÖl aus dem beschädigten Bohrloch im Golf von Mexiko könnte schon bald an Tankstellen und in Supermärkten auftauchen. Der Ölkonzern BP kündigte an, das aufgefangene Öl zu verkaufen und die Einnahmen für den Schutz und die Wiederherstellung der Lebensräume entlang der Golfküste zu spenden. Einzelheiten teilte das Unternehmen nicht mit.
Leonardo DiCaprio will Tiger schützenUS-Schauspieler Leonardo DiCaprio setzt sich für den Schutz von Tigern ein. Dazu will der Hollywood-Star zusammen mit dem WWF auf einer Expedition entlegene und weitgehend unberührte Tiger-Gebiete in Asien besuchen, wie die Naturschutzorganisation am Freitag mitteilte. DiCaprio wolle verstehen, welche Anstrengungen notwendig seien, um das Überleben der Großkatzen zu sichern.
UNEP: Russische Olympia-Organisatoren lassen Folgen für Tierleben außer AchtDas UN-Umweltprogramm (UNEP) hat den Organisatoren der nächsten Olympischen Winterspielen 2014 in Russland vorgeworfen, bei mehreren Bauprojekten nicht auf die Folgen für das einzigartige Tierleben in Sotschi am Schwarzen Meer geachtet zu haben. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Nachrichtenagentur AP am Montag vorab einsehen konnte. Der Bericht soll am Dienstag offiziell veröffentlicht werden.
Tansania und Sambia wollen Elfenbein verkaufenDie Spur des verwundeten Elefanten ist nicht schwer zu finden: Eine breite Furche zieht sich durch den kenianischen Busch. Das Tier wurde von einem Giftpfeil getroffen worden, die Hinterbeine gehorchten ihm nicht mehr richtig, und so hinkte es durch den Tsavo-East-Nationalpark, bis zu seinem Totenbett. Die Fußspuren der Wilderer um den Kadaver sind ebenfalls nicht zu übersehen, doch das eigentliche Ziel der Jagd, das Elfenbein, haben die Kriminellen zurücklassen müssen.
Walfanggegner in Japan festgenommenDie japanische Küstenwache hat am Freitag einen neuseeländischen Walfanggegner festgenommen, der im vergangenen Monat unbefugt ein japanisches Walfangschiff geentert hat. Das Mitglied der Organisation Sea Shepherd wird beschuldigt, am 15. Februar in der Antarktis an Bord des Walfängers gesprungen zu sein.
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