Nationalsozialismus

Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern die Abgeordneten des Bundestags heute (27. Januar) in einer Gedenkstunde an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eröffnet die Sitzung, an der auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland, Polen, Frankreich und anderen Ländern teilnehmen.
Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern die Abgeordneten des Bundestags am Freitag (09.00 Uhr) in einer Gedenkstunde an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eröffnet die Sitzung, an der auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland, Polen, Frankreich und anderen Ländern teilnehmen. Die Gedenkrede hält der Literaturkritiker und Überlebende des Warschauer Gettos, Marcel Reich-Ranicki.
Was bisher geschah: Chronik der Judenverfolgung in Nazi-DeutschlandAuf der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 berieten Spitzenbeamte der NS-Ministerien und der Schutzstaffel (SS) über die organisatorisch-technische "Endlösung der Judenfrage". Die Nationalsozialisten verfolgten die Juden aber bereits seit ihrer Machtübernahme.
Mehr wissen: Die WannseekonferenzVor genau 70 Jahren erreichte die grausame Judenverfolgung in Deutschland eine neue Stufe der Eskalation. In einer Villa am Berliner Wannsee trafen sich am 20. Januar 1942 Staatssekretäre, hohe SS-Offiziere und Ministerialbeamte des Hitler-Regimes, um den staatlich organisierten Genozid vorzubereiten.
Bundesjustizministerium lässt NS-Geschichte aufarbeitenNach den Bemühungen in mehreren Bundesministerien will jetzt auch das Justizressort seine NS-Geschichte aufarbeiten. Dazu setzte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine Historikerkommission ein, wie ein Sprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte. Beauftragt worden seien der Historiker Manfred Görtemaker von der Universität Potsdam und der Strafrechtler Christoph Safferling von der Universität Marburg.
Ausstellung zum Kölner Karneval während des NationalsozialismusIn einer Ausstellung beleuchtet das NS-Dokumentationszentrum in Köln seit Donnerstag die Entwicklungen des Kölner Karnevals während des Nationalsozialismus. In der Schau ausgestellt sind historische Fotos, Filmaufnahmen und Büttenreden, von denen viele bisher in Archiven lagerten. Die Ausstellung, die Museumsdirektor Werner Jung am Donnerstag "bundesweit erst- und einmalig" nannte, widerlege unter anderem die Annahme, dass der Kölner Karneval ein Hort des antifaschistischen Widerstands gewesen sei.
Lob aus Warschau für kanadische Sprachregelung zu NS-ZeitMit Genugtuung haben polnische Kommentatoren am Donnerstag auf eine Debatte im kanadischen Parlament reagiert, in deren Verlauf die Verwendung des Begriffs "polnische Konzentrationslager" verurteilt worden war. Kanadische Medien hatten den irreführenden Terminus zur Kennzeichnung deutscher NS-Vernichtungslager auf polnischem Territorium verwendet. Streit über den weltweit immer wieder verwendeten Begriff gibt es seit Jahren.
Schwedische Autorin beschreibt Nazi-Vergangenheit des IKEA-GründersEin Buch über Antisemitismus in Schweden beschreibt die engen Beziehungen des IKEA-Gründers Ingvar Kamprad in seiner Jugend zu den Nationalsozialisten. Die schwedische Autorin und Journalistin Elisabeth Asbrink schreibt in dem Buch, der schwedische Geheimdienst habe eine Akte über Kamprad angelegt und heimlich dessen Briefe geöffnet. Kamprad schloss sich 1943 im Alter von 17 Jahren den schwedischen Nationalsozialisten an.
Ikea-Gründer war laut Buch tiefer in Nazi-Aktivitäten verstricktDer IKEA-Gründer Ingvar Kamprad hat offenbar in seiner Jugend engere Beziehungen zu den Nationalsozialisten unterhalten als bislang bekannt. Die schwedische Autorin und Journalistin Elisabeth Asbrink schreibt in einem neuen Buch, der schwedische Geheimdienst habe eine Akte über Kamprad angelegt und heimlich dessen Briefe geöffnet. Kamprad habe "eine Art Funktionärsposition" bei einer nationalsozialistischen Jugendorganisation innegehabt, heißt es in dem Buch.
Die Mittäterschaft der Industrie im Dritten ReichIn Erfurt ist am Holocaust-Gedenktag auf dem ehemaligen Firmengelände von Topf & Söhne an die Mittäterschaft der Industrie erinnert worden. Das Unternehmen hatte während des Nationalsozialismus Krematoriumsöfen unter anderem für das Vernichtungslager Auschwitz konstruiert. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sagte: "Die Beteiligten wussten, was in den Lagern geschah.
Türkei begeht Holocaust-Gedenktag erstmalsAm 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz haben Politiker in aller Welt der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bundespräsident Christian Wulff reiste nach Polen, wo er als erstes deutsches Staatsoberhaupt eine Rede hielt.
Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident fordert neues NPD-VerbotsverfahrenDer rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat am Holocaust-Gedenktag ein Verbot der rechtsextremen NPD gefordert. Es müsse einen gemeinsamen Antrag aller demokratischen Parteien für ein erneutes Verbotsverfahren geben, sagte Beck am Donnerstag auf der Veranstaltung des Landtags zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" in der neuen Synagoge in Mainz. "Dort ist Konsequenz gefragt", fügte der Regierungschef hinzu.
220 NS-Euthanasieopfer Klinik-Friedhof in Tirol entdecktAuf dem Friedhof einer Klinik in Tirol sind die sterblichen Überreste von rund 220 mutmaßlichen NS-Euthanasieopfern entdeckt worden. Für ein Bauprojekt sollte das Gräberfeld der Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Hall ausgehoben werden. Dabei kam der Verdacht auf, dass es sich bei den Toten um Opfer des NS-Regimes handeln könnte.
Holocaust-Gedenken: Archiv-Zugriff für Jad VaschemPolen hat der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem den Zugriff auf Archiv-Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht. Eine entsprechende Vereinbarung sei am Montag im polnischen Staatsarchiv in Warschau unterzeichnet worden, erklärte der Jad-Vaschem-Vorsitzende Awner Schalew. In den Archiven befänden sich Dokumente, die während der Besatzungszeit von den Nationalsozialisten, von polnischen Behörden und von in Gettos gefangenen Juden angefertigt worden seien.
Neue Bewegung im Fall des Nazi-Kriegsverbrechers Klaas FaberDas Bundesjustizministerium will die Vollstreckung eines niederländischen Gerichtsurteiles mit Hilfe des Außenministeriums doch noch ermöglichen. Wie ein Sprecher von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am Samstag auf Anfrage sagte, will das Ministerium die Niederlande kontaktieren, die schließlich die Vollstreckung des Urteils beantragen könnten. Der frühere SS-Mann Faber wurde 1947 wegen mehrfachen Mordes zum Tode verurteilt.
Raubkunst: Schiele-Gemälde nach langem Rechtsstreit wieder in WienEin von den Nationalsozialisten geraubtes Bild des österreichischen Expressionisten Egon Schiele wieder in Wien: Zwölf Jahre zog sich der Rechtsstreit zwischen der österreichischen Leopold-Stiftung und den Erben der Jüdin Lea Bondi-Jaray hin, dann wurde ein Vergleich über 15 Millionen Euro geschlossen. Seit Montag Montag ist das Gemälde «Bildnis Wally» - Schieles Geliebte in den Jahren 1912 bis 1915 - neben einem Selbstporträt des Künstlers zu sehen. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten wurde die Jüdin Bondi-Jaray 1939 gezwungen, sich für einen lächerlich geringen Preis von dem Bild zu trennen.
"NaziSexyMouse": Das finden die Polen gar nicht komischEin Bild einer nackten Frau mit einem Micky-Maus-Kopf sorgt in der westpolnischen Stadt Posen (Poznan) für Aufregung. Denn hinter der Figur prangt ein riesiges Hakenkreuz. Mit dem an einer Hausfassade in der Innenstadt aufgehängten Banner wirbt eine Kunstgalerie für eine kommende Ausstellung.
Na, endlich: Verfassungsschutz will NS-Vergangenheit aufarbeitenSechs Jahrzehnte nach seiner Gründung will das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) seine NS-Vergangenheit aufarbeiten. «Das BfV plant, einen unabhängigen Historiker beziehungsweise ein wissenschaftliches Institut mit der Aufarbeitung der Gründungsgeschichte des Amtes zu beauftragen», sagte Behördensprecherin Tânia Puschnerat der «Berliner Zeitung». Eine Sprecherin der Behörde bestätigte auf DAPD-Anfrage, dass sich ein solches Forschungsprojekt in der Planungsphase befinde.
Mutmaßlicher NS-Kriegsverbrecher stirbt vor ProzessbeginnEin mutmaßlicher NS-Kriegsverbrecher ist vor seinem Prozessbeginn gestorben. Der 90-Jährige, der vor dem Landgericht Duisburg wegen des Mordes an 58 jüdischen Zwangsarbeitern im März 1945 im österreichischen Dorf Deutsch Schützen angeklagt war, sei in der vergangenen Woche gestorben, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Gegen den Mann war im November 2009 Anklage erhoben worden.
Mutmaßlicher NS-Verbrecher gewinnt vor australischem GerichtEin australisches Bundesgericht hat einem 88-jährigen mutmaßlicher NS-Verbrecher am Freitag Recht gegeben, der gegen seine Auslieferung nach Ungarn geklagt hatte. Der Beschuldigte Charles Zentai soll sich in Ungarn wegen Kriegsverbrechen verantworten. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit zwei weiteren Männern 1944 einen jüdischen Jugendlichen in Budapest gefoltert und getötet zu haben.
Denkmal für Kämpfer des Warschauer Ghettos enthülltZur Erinnerung an die jüdischen Kämpfer, die 1943 als letzte aus dem von deutschen Truppen belagerten Warschauer Ghetto entkommen konnten, ist am Donnerstag ein Denkmal eingeweiht worden. Der gewaltsame Aufstand gegen die nationalsozialistischen Truppen war von Beginn an chancenlos und wurde nach einem Monat brutal niedergeschlagen. Viele Juden vor allem in Israel betrachten den Kampf mit Stolz.
Urteil in einem der letzten großen NS-Prozesse erwartetSühne nach mehr als 60 Jahren: In einem der letzten großen NS-Prozesse wird das Aachener Landgericht am Dienstag das Urteil für den heute 88-jährigen ehemaligen SS-Mann Heinrich Boere verkünden. Er soll während des Zweiten Weltkriegs als Mitglied des SS-Kommandos «Feldmeijer» in den Niederlanden drei Zivilisten erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft hat für den geständigen Angeklagten wegen dreifachen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.
Britische und amerikanische Soldaten auf dem Roten PlatzBei der russischen Militärparade am Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland werden am 9. Mai auch Soldaten aus Großbritannien, Frankreich und den USA über den Roten Platz in Moskau marschieren. Teilnehmen wird unter anderem eine Kapelle der Royal Air Force, wie die britische Botschaft in Moskau am Donnerstag mitteilte.
Gedenken an Waffen-SS in LettlandMehrere hundert Menschen haben am Dienstag in Riga gegen eine Gedenkveranstaltung für die lettischen Mitglieder der Waffen-SS demonstriert. An der Zeremonie nahmen rund 1.000 Menschen teil, darunter 200 SS-Veteranen. Sie legten Kränze nieder und sangen patriotische Lieder unter der lettischen Nationalflagge, während 20 Meter entfernt die Gegendemonstranten lautstark gegen den Aufmarsch protestierte.
Kriegsverbrecher-Prozess: Verteidiger von SS-Mann fordern erneut VerfahrenseinstellungIm Kriegsverbrecher-Prozess gegen den des dreifachen Mordes angeklagten früheren SS-Mann Heinrich Boere hat die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens verlangt. Die Rechtsanwälte des 88-jährigen Angeklagten betonten am Dienstag in ihrem Schlussplädoyer vor dem Aachener Landgericht, Boere sei für seine Taten bereits nach Kriegsende in den Niederlanden verurteilt worden. Der Prozess verstoße damit gegen des Verbot der Doppelverfolgung.
Massengräber mit Nazi-Opfern in Graz gefundenAuf einem Militärgelände in Graz haben österreichische Behörden mindestens zwei Massengräber identifiziert, in denen Nazi-Opfer verscharrt wurden. Das Innenministerium will nun mit den Eigentümern des Grundstücks besprechen, ob die etwa 70 Leichen exhumiert werden sollen, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Die Gräber liegen unter einem Sportplatz.
Mal wieder Ärger um VertriebenenstiftungDer Zentralrat der Juden in Deutschland fordert eine Neuausrichtung der umstrittenen «Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung» und droht ansonsten mit Boykott. Dem «Spiegel» erklärte Salomon Korn, Vertreter des Zentralrats im Stiftungsrat: Wenn das Thema Vertreibung «nicht im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen» dargestellt werde, werde er sein Amt zunächst ruhen lassen. Gegebenenfalls werde der Zentralrat das Gremium auch verlassen.
Berlinale 2010: "Jud Süss"-Film mit Spannung erwartetDie Berlinale präsentiert am Donnerstag den mit Spannung erwarteten Film «Jud Süß - Film ohne Gewissen» als Weltpremiere. Regisseur Oskar Roehler schildert darin die Entstehung des NS-Propagandafilms, der noch heute in Deutschland indiziert ist. In den Hauptrollen sind Moritz Bleibtreu, Tobias Moretti, Martina Gedeck und Justus von Dohnanyi zu sehen.
Witwe von NS-Widerstandskämpfer Helmuth James von Moltke gestorbenFreya Gräfin von Moltke, die Witwe des im Januar 1945 hingerichteten NS-Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke, ist im Alter von 98 Jahren im US-Staat Vermont gestorben. Sie erlag am Freitag den Folgen einer Virus-Infektion, wie ihr Sohn Helmuth von Moltke der Zeitung «Lebanon Valley News» sagte. Freya von Moltke lebte seit 1960 in Vermont.
Eine warmherzige Bildergeschichte von "Vater und Sohn"Es war nicht einfach irgendeine Bildergeschichte, die da am 13. Dezember 1934 in der «Berliner Illustrirten» erschien. Es war die erste jener warmherzigen Bildergeschichten von «Vater und Sohn», mit denen sich Generationen von Schulkindern beschäftigten.
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