Kino

Aufführung vom Grünen Hügel kommt live ins KinoNach dem Verlust des Hauptsponsors Siemens für das Public Viewing wollen die Bayreuther Festspiele neue Wege gehen. So soll die preisgekrönte Aufführung von Richard Wagners "Parsifal" in der Regie von Stefan Herheim am 11. August bundesweit in etlichen Kinos live aus dem Festspielhaus am Grünen Hügel übertragen werden.
Selbstzweifel einer KünstlerinFine Lorenz (Stine Fischer Christensen) ist Schauspielschülerin und träumt von einer großen Theaterkarriere. Doch die Kritiken ihrer Lehrer sind vernichtend. Von fehlender Ausstrahlung und unzureichender Bühnenpräsenz ist die Rede.
Ein Junge schlägt sich durchMit ihren vielfach preisgekrönten Filmen wie "Rosetta" (1999) und "Lornas Schweigen" (2008) haben Jean-Pierre und Luc Dardenne eine unverkennbar eigene Regiehandschrift etabliert. In einem fast spröde-dokumentarischen Stil erzählen sie, fern jeglicher Sentimentalität, wahrhaftige Geschichten von den Rändern der Gesellschaft - von jugendlichen Mördern, von Verzweifelten, die ihr Baby verkaufen, von Junkies und Ausreißern, von Scheinehen, die die Chance auf ein besseres Leben versprechen. Auch "Der Junge mit dem Fahrrad", der neue Film des belgischen Filmemacherduos, fügt sich zunächst bruchlos in diese Reihe sozialrealistischer Dramen.
Hinreißende Hommage an einen StummfilmpionierMartin Scorsese ist seit langem restlos der Magie des Kinos von anno dazumal verfallen. So entpuppt sich sein neues Werk "Hugo Cabret" als zauberhafte Liebeserklärung an einen französischen Pionier der Stummfilm-Ära. Eingebettet ist die Hommage in die rührende Geschichte eines Waisenjungen, der sich im Jahre 1931 im Pariser Bahnhof Montparnasse versteckt.
Auf der Suche nach der verlorenen ZeitEin sehr verliebtes Paar wird durch einen Autounfall grausam entzweit. Beide sind zwar körperlich unverletzt. Im Fall von Paige hat eine Hirnquetschung aber dazu geführt, dass die letzten fünf Jahre ihrer Erinnerung ausgelöscht sind.
Staraufgebot bei der Weltpremiere von "Zettl"Mit rund 1.000 geladenen Gästen und zahlreichen Größen der deutschen Film- und Fernsehbranche feierte am Dienstagabend die Kinokomödie "Zettl" ihre Weltpremiere im Münchner Mathäser Filmpalast. Dabei standen die Darsteller Michael "Bully" Herbig, Dieter Hildebrandt, Karoline Herfurth, Ulrich Tukur sowie Regisseur, Autor und Produzent Helmut Dietl im Mittelpunkt des Blitzlichtgewitters. Der Film, eine Satire über die Berliner Schickeria, ist die Fortsetzung der Kultserie "Kir Royal", in der Regisseur Dietl vor 25 Jahren den Schönen und Reichen Münchens den Spiegel vorhielt.
Mehr wissen: Bekannte Filme und Serien von Helmut Dietl- Monaco Franze (Acht Folgen, 1983) - Kir Royal (Sechs Folgen, 1986) - Schtonk (1992)
( Wiederholung vom 29. Januar) Berliner Geschichten über Sex, Macht und MedienViel Wasser ist seit Helmut Dietls letzter, enttäuschender Regiearbeit "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2005) die Isar hinuntergeflossen. Dann die Nachricht: Dietl lässt den Klatschreporter Baby Schimmerlos wiederaufleben und schickt ihn von München in Deutschlands neue Medien- und Machtzentrale Berlin. Bei "Kir Royal" hatte der Schriftsteller Patrick Süskind einen entscheidenden Beitrag zum Drehbuch geleistet, für "Zettl - Unschlagbar charakterlos" holte sich Dietl als Ko-Autoren Benjamin von Stuckrad-Barre ins Boot und produzierte mit ihm fünf Jahre lang zu Recherchezwecken fette Spesenrechungen in Berliner In-Lokalen.
Berliner Geschichten über Sex, Macht und MedienViel Wasser ist seit Helmut Dietls letzter, enttäuschender Regiearbeit "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2005) die Isar hinuntergeflossen. Dann die Nachricht: Dietl lässt den Klatschreporter Baby Schimmerlos wiederaufleben und schickt ihn von München in Deutschlands neue Medien- und Machtzentrale Berlin. Bei "Kir Royal" hatte der Schriftsteller Patrick Süskind einen entscheidenden Beitrag zum Drehbuch geleistet, für "Zettl - Unschlagbar charakterlos" holte sich Dietl als Ko-Autoren Benjamin von Stuckrad-Barre ins Boot und produzierte mit ihm fünf Jahre lang zu Recherchezwecken fette Spesenrechungen in Berliner In-Lokalen.
Über-Werwolf im FleischwolfDie Fans von Vampir-Amazone Selena können aufatmen. Im vierten Teil der Vampir-Werwolf-Horrorsaga, "Underworld Awakening", ist Kate Beckinsale wieder dabei. Wie gehabt steckt der zarte Körper im Leder-Latex-Catsuit, der Blick ist stahlhart, und die Devise lautet: erst schießen (beziehungsweise beißen), dann fragen.
Brad Pitt als Baseball-Manager auf Oscar-KursBaseball sorgt im fußballverrückten Deutschland meist für Augenrollen. Und ein Film, der sich Baseball-Statistiken widmet, verheißt schier unendliche Langeweile. Dennoch ist "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" ein ebenso eigenwilliges wie sehenswertes Sportdrama, das sich als tiefgründige Metapher auf das Leben entpuppt.
Verräter in den eigenen ReihenKurz und etwas flapsig als "Circus" bezeichnen die Mitarbeiter der britischen Geheimdienstzentrale ihr Londoner Hauptquartier. So turbulent wie in einer Zirkusarena geht es dort allerdings keineswegs zu, ganz im Gegenteil. Das MI6, wie es John Le Carré in seinem Genreklassiker "Dame König As Spion" und nun Tomas Alfredson in seiner Neuverfilmung darstellen, schildert ein eher sprödes Bild vom Leben der Agenten.
Hauptdarsteller bekam vor Drehbeginn zu "The Artist" PanikDer französische Schauspieler Jean Dujardin (39) hätte beinahe kurz vor Drehbeginn seine preisgekrönte Hauptrolle in dem Stummfilm "The Artist" abgegeben. "Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Zweifel hatte, eine Rolle wirklich ausfüllen zu können. Ich war kurz davor, einen Rückzieher zu machen", verriet er im dapd-Gespräch.
Mein dickes, peinliches SchwesterherzJack ist ein rundum erfolgreicher Werbefilmer in Los Angeles mit einer schönen Frau und Kindern. Seine Achillesferse ist seine Zwillingsschwester Jill, die ihn alljährlich an Thanksgiving heimsucht. Jill ist ein lauter, taktloser Trampel und raubt Jack zuverlässig den letzten Nerv.
Cooler Männerkitsch im Sound der 80erDem Actionthriller "Drive" eilt ein sensationeller Ruf voraus. Tatsächlich handelt es sich um den coolsten Film der Saison. Die namenlose Hauptfigur nennt sich Driver, seine Berufung ist - richtig - das Fahren.
Familiendrama im ParadiesAuch im Paradies gibt es einen stinknormalen Alltag mit banalen Problemen und Katastrophen. Für rund sieben Millionen Touristen ist Hawaii mit seinen Palmen und weißen Stränden der Inbegriff des Paradieses auf Erden. Für den erfolgreichen Anwalt Matt King ist die Inselgruppe schlicht seine Heimat, der romantisch-verklärte Blick der Gäste ist ihm fremd.
Das stumme Kinowunder in Schwarz-WeißEs überrascht nicht wirklich, dass Michel Hazanavicius mit seiner Idee für "The Artist" lange Zeit nur Kopfschütteln erntete. In Zeiten von 3D-Technik, Dolby-Stereo-Sound und digitalen Bildeffekten einen altmodischen Stummfilm in Schwarz-Weiß drehen zu wollen, hielten die Produzenten reihenweise für ein reines Liebhaberprojekt und damit für eine wenig einträgliche Investition. Doch sie haben sich getäuscht: Seit der Uraufführung von "The Artist" bei den Filmfestspielen von Cannes reist der Film um die Welt, entzückt Publikum und Presse und sammelt Preise im Dutzend.
Die Muppets sind zurückKeinen Tag älter scheint Miss Piggy geworden zu sein. Doch mittlerweile ist die temperamentvolle Diva in der Modestadt Paris gelandet, wo sie als Plus-Size-Redakteurin für die französische "Vogue" arbeitet. Doch dann stehen plötzlich die anderen Muppets, allen voran Frosch Kermit, Hilfe suchend bei ihr auf der Matte - es geht um nichts Geringeres als den drohenden Abriss der Muppets Studios in Los Angeles.
Im Bann bierseliger SchrumpfgermanenEine Horde "Glatzen" randaliert durch die Zugabteile, terrorisiert die Fahrgäste und schlägt einen Vietnamesen zusammen. Dass auch ein Mädchen zutritt, macht die Tat umso schockierender. "Kriegerin" ist ein aufrüttelndes Sozialdrama, das sich mit den bisher kaum beachteten Mitgliedern der Neonazi-Szene befasst - mit Frauen.
Leonardo DiCaprio auf Oscar-KursJ. Edgar Hoover war fast 50 Jahre lang der oberste Polizeichef der USA. Als Direktor des FBI überlebte er acht Präsidenten und war vielleicht mächtiger als diese.
Liebes-Chaos im FrisiersalonDie Kulleraugen sind ihr Kapital. Nach ihren Ausflügen ins Thriller-Genre ("Da Vinci Code - Sakrileg") und ins mondäne Paris der Haute Couture ("Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft") scheint sich Audrey Tautou wieder auf das zu besinnen, was sie am besten kann: französische Komödien jeder Art mit ihrem liebreizenden Charme versüßen. Wie schon in "Die fabelhafte Welt der Amélie“ mischt sich Tautou nun auch in "Bezaubernde Lügen" wohlmeinend in das Liebeslieben anderer Leute ein.
Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale komplettDie Sektion Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale vom 9. bis 19. Februar ist komplett: Gezeigt werden 13 Filme, darunter drei lange Dokumentar- und vier lange Spielfilme sowie zwei Programme mit jeweils drei mittellangen Filmen, wie das Filmfest am Dienstag mitteilte.
Das Recht auf den ersten SchussTrau keinem über 30, hieß es einst in revolutionär gesinnten Kreisen. Zum Glück galt diese Devise noch nicht in jenen Nachkriegsjahren, in denen William S. Burroughs auf der Bildfläche erschien.
Schwedenthriller made in HollywoodGerade einmal zwei Jahre ist es her, dass Noomi Rapace als Hackerin Lisbeth Salander erstmals die deutschen Kinogänger begeisterte. Die schwedische Verfilmung von Stieg Larssons Millennium-Trilogie heizte den Hype um die Thriller an, der unausweichlich auch Hollywood erfasste. Das Filmstudio Sony Pictures ließ sich nicht lumpen: Als Regisseur wurde nach dem Erfolg des Facebook-Thrillers "The Social Network" David Fincher verpflichtet, Bond-Darsteller Daniel Craig wurde Mikael Blomkvist.
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