Griechenland

Bankenverband regt "koordinierte Währungsreform" in Griechenland anDer mögliche Euro-Austritt Griechenlands gewinnt mit dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) einen neuen zögerlichen Befürworter. Eine "koordinierte Währungsreform, unterstützt durch eine Art Marshall-Plan" sei vielleicht "für Griechenland der bessere Weg", sagte Verbandspräsident Andreas Schmitz am Donnerstag vor Wirtschaftsjournalisten in Frankfurt. Einen Verbleib der Griechen in der Währungsunion hält er zwar nach wie vor für wünschenswert, "allerdings müssen wir uns damit beschäftigen, dass das unter den gegebenen Umständen nur noch schwer erreichbar sein wird", fügte er hinzu.
Bundesbank: Euroraum würde Zahlungsstopp für Griechenland verkraftenDeutschland und die Eurozone würden die Auswirkungen eines Zahlungsstopps für Griechenlands nach Einschätzung der Bundesbank verkraften. In ihrem aktuellen Monatsbericht schreibt die Bundesbank, Griechenland hätte bei einer Verweigerung der zugesagten Reform- und Konsolidierungsmaßnahmen die Folgen zu tragen, dagegen wären "für den Euroraum und Deutschland ... die Herausforderungen in diesem Fall erheblich, aber bei vorsichtigem Krisenmanagement beherrschbar."
EZB richtet Krisenstab zu Griechenland einDie Europäische Zentralbank (EZB) wappnet sich gegen eine mögliche Eskalation der Lage in Griechenland. Nach Informationen der Wochenzeitung die Zeit hat die EZB eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Thema Griechenland beschäftigt. Den Vorsitz hat Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen.
IWF: Griechenland muss noch mehr tunIWF-Chefin Christine Lagarde hält weitere Reformanstrengungen in Griechenland für erforderlich, wenn das Land den Euro nicht aufgeben will. Griechenland habe bereits große Anstrengungen unternommen, um die Vorgabe des Rettungspakets zu erfüllen, sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. "Es muss aber noch mehr getan werden, mehr Strukturreformen sind erforderlich."
Pharmabranche prüft Notfallplan für GriechenlandIn der Diskussion um einen Euro-Austritt Griechenlands melden sich auch die globalen Pharmakonzerne zu Wort. Sie erarbeiten derzeit gemeinsam mit europäischen Stellen einen Plan, wie man das Land auch dann noch mit Medikamenten versorgen kann, wenn es nicht mehr zahlungsfähig ist. Es gebe noch keinen konkreten Plan, doch man sei sich einig, dass in einem solchen Fall schnell gehandelt werden müsse, sagte Richard Bergstrom, Generaldirektor des Europäischen Dachverbandes der Arzneimittelunternehmen EFPIA.
Merkel hat kein Referendum in Griechenland vorgeschlagenDie Bundesregierung hat Meldungen zurückgewiesen, nach denen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Referendum über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone vorgeschlagen habe. "Die Bundeskanzlerin hat in keinster Weise ein Referendum angeregt oder vorgeschlagen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter. Diese Meldungen seien "schlicht falsch und werden von der Bundesregierung in aller Form zurückgewiesen".
Frankreichs Außenminister fordert Fortschritte von GriechenlandDer neue französische Außenminister hat Griechenland deutlich vor den möglichen Auswirkungen der Parlamentswahl Mitte Juni gewarnt. Die Wähler müssten verstehen, dass ihr Land ohne Sparpolitik nicht in der Eurozone bleiben könne. "Wenn sie im Euro blieben wollen, und ich denke die Mehrheit will das, können sie nicht für Parteien stimmen, die sie aus dem Euro führen", sagte Laurent Fabius dem Radiosender Europe1.
Weitere Experten warnen Griechenland vor Euro-AustrittImmer mehr Wirtschafts- und Finanzexperten warnen Griechenland vor einem Austritt aus der Eurozone. In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins "profil" betont der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, dass er ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für "die schlechteste Option" hält. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, sagte der "Rheinischen Post", "der Konsum und die Investitionstätigkeit in Griechenland würden einbrechen und die Arbeitslosigkeit würde rapide zunehmen".
Stark: Griechenland nicht um jeden Preis im Euro haltenDer frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, erteilt Spekulationen über eine Rückkehr zur D-Mark eine klare Absage. "Ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro ist undenkbar. Der wirtschaftliche und politische Schaden wäre für Deutschland und Europa irreparabel", sagte er der Tageszeitung "Die Welt" (21.
Merkel dementiert Referendumsvorschlag für GriechenlandMeldungen über einen angeblichen Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Volksabstimmung in Griechenland über den Verbleib des Landes in der Eurozone sind vom Bundeskanzleramt dementiert worden. Zwar habe es ein Telefongespräch zwischen Merkel und dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias gegeben, die Berichte über ein vorgeschlagenes Referendum treffen laut Bundeskanzleramt aber nicht zu. Die griechische Regierung hatte zuvor erklärt, Merkel habe vorgeschlagen, im Zuge der Neuwahlen am 17.
EU-Kommission und EZB arbeiten an Notfallplänen zu GriechenlandDie Eurozone will auf einen etwaigen Austritt Griechenlands vorbereitet sein. EU-Handelskommissar Karel De Gucht bestätigte, dass für diesen Fall Notfallpläne erstellen werden. "Die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission arbeiten an Notfallszenarien für den Fall, dass es Griechenland nicht schafft", sagte der EU-Kommissar in einem Interview mit der belgischen Zeitung De Standaard.
Merkel versichert Griechenland UnterstützungBundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias telefoniert und ihm versichert, dass Deutschland zu dem vereinbarten Hilfsprogramm für das hochverschuldete Land steht. Das sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin. Gleichzeitig habe die Regierung die Position unterstrichen, dass Deutschland einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone wünsche.
Fitch stuft Griechenland auf "CCC" abFitch hat die Bonitätsnote Griechenlands nach der fehlgeschlagenen Regierungsbildung abgestuft. Nach Mitteilung von Fitch wurde das Emittentenausfallrating für langfristige Verbindlichkeiten in Fremd- und Eigenwährung auf "CCC" von "B-" gesenkt. Das kurzfristige Fremdwährungsrating wurde auf "C" von "B" abgestuft.
IWF spielt mögliches Euro-Aus für Griechenland durchDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat das Ende Griechenlands als Euromitglied schon einmal durchgespielt. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte in einem Interview mit dem niederländischen TV-Sender Nieuwsuur, der IWF habe eine "technische Beurteilung" über den Austritt Griechenlands angestellt. Lagarde warnte am Mittwochabend davor, dass dieser Schritt "extrem teuer und das nicht nur in Griechenland wäre".
(Update) - MÄRKTE USA/Griechenland bleibt zentrales ThemaNeu: Tabelle mit Anleihekursen Die US-Börsen haben ihre Verlustserie der vergangenen drei Handelstage zur Wochenmitte fortgesetzt. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone blieb zentrales Thema und überlagerte gute US-Konjunkturdaten.
MÄRKTE USA/Griechenland bleibt zentrales ThemaDie US-Börsen haben ihre Verlustserie der vergangenen drei Handelstage zur Wochenmitte fortgesetzt. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone blieb zentrales Thema und überlagerte gute US-Konjunkturdaten. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank bewegte den Markt kaum.
Griechenland setzt Privatisierungen vorläufig ausDie griechische Privatisierungsagentur wird bis zur Bildung einer neuen Regierung keinen weiteren Staatsbesitz veräußern. In einer Erklärung der Behörde hieß es, der Vorstand habe entschieden, alle Entscheidungen bis dahin auf Eis zu legen: "Diese Entscheidung wurde entgegen der Bemühungen des Vorstandsvorsitzenden gefällt, auch weiterhin Entscheidungen zu treffen". Das Land bereitet sich derzeit auf Neuwahlen vor, die wahrscheinlich am 17.
Draghi will Griechenland unbedingt im Euro haltenDie Europäische Zentralbank und ihr Präsident wollen Griechenland im Euro halten. "Während wir unsere Aufgabe fortsetzen, die Preisstabilität zu gewährleisten, möchte ich ausdrücklich unseren Wunsch ausrücken, dass Griechenland in der Eurozone bleibt", sagte Draghi bei der offiziellen Verabschiedung des scheidenden EZB-Direktoriumsmitglieds Jose Gonzalez-Paramo. Dessen Mandat endet nach acht Jahren im Juni.
Merkel: Verbleib in Eurozone vorteilhaft für Griechenland und uns alleBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erneut ausdrücklich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. Es sei "von Vorteil für Griechenland wie auch für uns alle", wenn Griechenland in der Eurozone verbleibe, sagte Merkel im Interview mit CNBC Europa. Allerdings müssten sich alle gegenseitig und aufeinander verlassen können.
WSJ: Griechenland wankt, Europa zittertDie Zukunft Griechenlands in der Eurozone ist nach dem endgültigen Scheitern der Koalitionsverhandlungen noch unsicherer geworden. Jetzt sollen Neuwahlen stattfinden. Die unklare Lage treibt die Bevölkerung dazu, ihre Konten vorsorglich zu räumen.
Schäuble: Alle wollen, dass Griechenland im Euro bleibtBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bekräftigt, dass die europäischen Partner Griechenland in der Eurozone halten wollen. "Alle wollen, dass Griechenland im Euro bleibt", sagte Schäuble in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Die Entscheidung darüber falle aber letztlich in Griechenland selbst.
MÄRKTE USA/Neuwahlen in Griechenland belasten die StimmungNeue Hiobsbotschaften aus Griechenland haben den US-Anlegern am Dienstag die kurze Freude über gute Konjunkturdaten verhagelt. Weil sich die griechischen Parteien nicht auf eine Regierung verständigen konnten, wird es in dem schuldenstrapazierten Land zu Neuwahlen kommen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Austritt des Landes aus der Eurozone ist damit gestiegen.
Griechenland zahlt fällige Anleihe ausGriechenland wird die am Dienstag fällige, nach ausländischem Recht begebene Anleihe über 435 Millionen Euro vollständig zurückzahlen. "Die hellenische Republik hat heute angekündigt, die am 15. Mai auslaufende Anleihe über 435 Millionen Euro sowie die darauf zugrunde liegenden Zinsen zurückzahlen", teilte das Finanzministerium mit.
MÄRKTE EUROPA/Neuer Urnengang in Griechenland belastet BörsenDas Drama in Griechenland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Bemühungen um eine Regierungsbildung im dem südeuropäischen Land sind gescheitert. Mitte Juni wird es Neuwahlen geben.
XETRA-SCHLUSS/Neuwahlen in Griechenland lasten auf dem DAXDie politische Krise in Griechenland hat auch am Dienstag den Takt am deutschen Aktienmarkt vorgegeben. Die Gespräche über eine Regierungsbildung in Athen sind gescheitert. Damit steuert das Land auf Neuwahlen zu mit einem ungewissen Ausgang.
MÄRKTE USA/Angekündigte Neuwahlen in Griechenland belastenMit Kursabgaben dürften die Notierungen an Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Die Gespräche über eine Regierungsbildung in Athen sind ergebnislos zu Ende gegangen und es wird nun zu Neuwahlen kommen. Dies hat der Parteivorsitzende der Sozialisten, Evangelos Venizelos, mitgeteilt.
Griechenland zahlt fällige 450 Mio EUR Anleihe zurückGriechenland wird die am Dienstag fällige, nach ausländischem Recht begebene Anleihe über 450 Millionen Euro offenbar zurückzahlen. Das verlautete aus Kreisen der Regierung. Die Papiere waren nicht Bestandteil des griechischen Schuldenschnitts im April.
Sorge um Griechenland dominiert Treffen der EurogruppeDie Sorge um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat das Treffen der Eurogruppe dominiert. Zwar habe niemand einen Austritt des schuldengeplagten Landes vorschlagen oder gefordert, hieß es nach dem Treffen. Doch hätten die Finanzminister der 17 Euro-Staaten sehr wohl über dieses Thema gesprochen, sagten hochrangige Vertreter.
Issing: Griechenland könnte keine andere Wahl haben als Euro zu verlassenVon Christopher Lawton THE WALL STREET JOURNAL Griechenland könnte nach Einschätzung des früheren EZB-Chefvolkswirts Otmar Issing keine andere Wahl bleiben, als die Eurozone zu verlassen.
Schäuble: Reformpolitik auch nach Wahlen in Griechenland unverändert notwendigBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht durch den Wahlausgang in Griechenland die Notwendigkeit der Reformpolitik nicht in Frage gestellt. "Wir haben einen Reformprozess bis 2020 vereinbart. An der Notwendigkeit hat sich auch durch die Wahlen nichts geändert", sagte Schäuble in Brüssel vor einer Sitzung der Eurogruppe.
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