DDR

Stasi wusste frühzeitig von Kooperation zwischen RAF-Terroristin und VerfassungsschutzDas Ministerium für Staatssicherheit der DDR wusste nach Angaben des Nachrichtenmagazins Spiegel bereits 1986, dass die RAF-Terroristin Verena Becker mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet hatte. In einer auf den 14. Januar 1986 datierten "Operativ-Information" heißt es über die im Mai 1977 verhaftete RAF-Frau: "Die B., Verena hat zur Erlangung von Hafterleichterungen zeitweilig mit dem Verfassungsschutz der BRD zusammengearbeitet.
"Nazi-Jägerin" Klarsfeld: Absprachen mit DDR-Regierung?Die Aktionen gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU), mit denen die von der Linkspartei für das Bundespräsidentenamt nominierte Beate Klarsfeld berühmt geworden ist, sollen mit der DDR-Regierung besprochen und von dieser unterstützt worden sein. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung"berichtet, reiste die "Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld zu diesem Zweck im April 1968 nach Ostberlin, um sich mit dem Nationalrat "über die Vorbereitung einiger Aktionen gegen Kiesinger zu beraten und entsprechende Unterstützung zu erhalten.“ SED-Chef Walter Ulbricht wies den DDR-Nationalrat bald darauf an, "Frau Klarsfeld jede sachdienliche Hilfe zu gewähren.“ Die Hilfe für Frau Klarsfeld bestand, anders als von ihr gewünscht, letztlich nicht in finanzieller Unterstützung, sie wurde jedoch mit Material für ihre Öffentlichkeitsarbeit versorgt. Das für die Unterstützung von Frau Klarsfeld zuständige Mitglied des SED-Politbüros, Albert Norden, war zuständig auch für die antiisraelische DDR-Propaganda.
Manfred Krug sieht die DDR als Objekt des MitleidesDer Schauspieler Manfred Krug blick mit sanfteren Gefühlen als früher auf die DDR zurück. "Vielleicht bin ich schon in einem Abschiedsprozess vom Leben, der alles etwas rosiger erscheinen lässt", sagte Krug der "Berliner Morgenpost" (Sonntagausgabe). "Die DDR, die ich zuerst mit wütenden Gedanken beobachtet habe, als ich im sicheren Westen war, kommt mir immer mehr als ein Objekt meines verdienten Mitleides vor", fügte Krug hinzu.
Schäuble vergleicht Griechenland mit der DDRBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht Parallelen zwischen der DDR und der aktuellen Lage in Griechenland. "Der Einfluss des Staates in Griechenland ist so hoch wie der Einfluss des Staates einst in der DDR war", sagte er am Donnerstag im Fernsehsender n-tv. "Das hat man ja gesehen, als wir uns mal die Liste angeschaut haben, was Griechenland alles privatisieren könnte."
(Im Fokus) Geschichte der DDR soll im DHM völlig überarbeitet werdenDie Geschichte der DDR soll im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin ab 2018 völlig neu präsentiert werden. "Die Dauerausstellung zur DDR wird völlig neu konzipiert werden müssen, es wird viel stärker auf Vermittlung gesetzt werden", sagte der neue DHM-Präsident Alexander Koch in einem dapd-Interview. Man werde diesem "spannenden Diskurs entsprechend Raum geben, sowohl im Bereich der Ständigen als auch mit Sonderausstellungen".
Jahn weist Gauck-Kritik an Mitarbeiter-Versetzung zurückDie Beschäftigung ehemaliger Helfer der DDR-Staatssicherheit bei der Stasi-Unterlagen-Behörde hält deren Leiter Roland Jahn für untragbar. "Es war ein klarer Fehler, diese Mitarbeiter einzustellen", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk an die Adresse seines Vorgängers Joachim Gauck. Der hatte die Einstellung früherer Stasi-Mitarbeiter damit gerechtfertigt, dass er mit Sorgfalt nur solche Personen ausgewählt habe, die in Wendezeiten Bürgerrechtlern geholfen hatten.
Gauck: Stasi-Aufarbeitung wird noch "sehr lange dauern"20 Jahre nach Inkrafttreten des Stasi-Unterlagen-Gesetzes ist für den früheren Behördenleiter Joachim Gauck keine Ende der Aufarbeitung in Sicht. Man werde "auch in zehn Jahren noch damit zu tun haben, die Aufklärung voranzubringen", sagte er n-tv.de. "Die Diktatur in der DDR hat sehr lange gedauert, der Abschied wird also auch sehr lange dauern", erklärte Gauck.
Gauck: Stasi-Aufarbeitung wird noch lange dauern20 Jahre nach Inkrafttreten des Stasi-Unterlagengesetzes sagt der frühere Behördenleiter Joachim Gauck voraus, dass die Aufarbeitung noch lange dauern wird. Er könne sich gut vorstellen, dass diese auch in sieben, acht oder zehn Jahren weiter voran getrieben werden müsse: "Die Diktatur in der DDR hat sehr lange gedauert, der Abschied wird also auch sehr lange dauern", sagte Gauck n-tv.de. Er hatte von 1991 bis 2000 die Stasi-Unterlagen-Behörde geleitet.
Rapper Sido erinnert sich gerne an seine Kindheit in der DDRDer Rapper Sido hat "viele und nur gute Erinnerungen" an seine Kindheit in der DDR. "Ich hab die Probleme, die man als Erwachsener hatte, nicht mitbekommen", sagte Sido laut Vorabbericht dem Nachrichtenmagazin "Focus". Sein Vorbild in Kindertagen sei der US-Serienheld MacGyver gewesen. Mit Blick auf schlechte Erinnerungen sagte Sido, geblieben sei ein Satz, den er am meisten hasse: "Oh, is der klein."
(Im Fokus) Biograf: "Christa Wolf ist nie mit der DDR fertiggeworden"Die verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf ist aus Sicht ihres Biografen Jörg Magenau die wichtigste literarische Stimme der DDR gewesen. "Wenn irgendetwas von der DDR-Literatur bleibt, dann sind das die Bücher von Christa Wolf", sagte der Kritiker und Autor am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Als Schriftstellerin und als Person sei Wolf "nie mit der DDR fertig geworden".
Biograf: "Christa Wolf ist nie mit der DDR fertiggeworden"Die verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf ist aus Sicht ihres Biografen Jörg Magenau die wichtigste literarische Stimme der DDR gewesen. "Wenn irgendetwas von der DDR-Literatur bleibt, dann sind das die Bücher von Christa Wolf", sagte der Kritiker und Autor am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Als Schriftstellerin und als Person sei Wolf "nie mit der DDR fertiggeworden".
Honeckers Jagdresidenz wechselt für 2,5 Millionen Euro den BesitzerEinst kostete sie zig Millionen Ostmark, jetzt wechselt Erich Honeckers frühere Jagdresidenz für mehrere Millionen Euro erneut den Besitzer. Am Montag gewann die Van der Valk Hotelgruppe einen Bieterwettstreit vor dem Amtsgericht Waren, das die 14 Hektar große Immobilie in der Mecklenburgischen Seenplatte zur Versteigerung ausgeschrieben hatte. Bei 2,5 Millionen Euro erhielt Firmenchef Vincent van der Valk den Zuschlag.
Mehr wissen: "Staatsjagdgebiete" in der DDR in acht Daten- Von der Jagdresidenz am Drewitzer See in Mecklenburg-Vorpommern aus ging die DDR-Führung im Gebiet der Nossentiner Heide jagen. Von solchen "Staats- oder Sonderjagdgebieten" gab es mehrere, vor allem in der Schorfheide, auf dem Darß und an der Müritz. - Seit 1953 war im Jagdgesetz der DDR festgelegt, dass der Staat "Sonderjagdgebiete" für besondere Personen einrichten durfte.
Honeckers Häuschen wird holländischNach 20 Minuten Getuschel kommt am Montag doch noch einmal Leben in die Zwangsversteigerung im Saal 2 des Amtsgerichts von Waren/Müritz. Vincent van der Valk zischt seinem Nebenmann zu: "Wer ist dieser Typ?" Offenbar war der 48-jährige Touristikunternehmer van der Valk auf Mitbieter kaum vorbereitet und sicher, aus der Versteigerung einer Ferienanlage rund um die Jagdresidenz des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker als Gewinner hervorzugehen.
Honeckers Jagdresidenz wechselt für 2,5 Millionen Euro den BesitzerErich Honeckers frühere Jagdresidenz wechselt erneut den Besitzer. Am Montag gewann die Van der Valk Hotelgruppe einen Bieterwettstreit vor dem Amtsgericht Waren, das die 14 Hektar große Immobilie in der Mecklenburgischen Seenplatte zur Versteigerung ausgeschrieben hatte. Bei 2,5 Millionen Euro erhielt Firmenchef Vincent van der Valk den Zuschlag, etwa 640.000 Euro mehr als im Mindestgebot vorgeben war.
Van der Valk gewinnt Bieterwettstreit um Honeckers JagdresidenzDie Hotelgruppe Van der Valk hat den Bieterwettstreit um Erich Honeckers frühere Jagdresidenz am Drewitzer See (Mecklenburgische Seenplatte) für sich entschieden. Mit einem Gebot von 2,5 Millionen Euro schlug das Tourismusunternehmen am Montag auf dem Amtsgericht Waren einen unbekannt gebliebenen Mitbieter aus dem Feld. Van der Valk hatte das 14 Hektar große Wassergrundstück mit einem reetgedeckten Anwesen Honeckers und mehreren neuen Ferienhäusern bereits vom Insolvenzverwalter gepachtet.
Versteigerung von Honeckers Jagdresidenz hat begonnenDie zur Versteigerung stehende Jagdresidenz des früheren DDR-Regierungschefs Erich Honecker in der Mecklenburgischen Seenplatte bringt wohl mehr als das Mindestgebot von gut 1,8 Millionen Euro ein. Die bietende Van der Valk Hotelgruppe würde die Immobilie am Drewitzer See nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte für 2,2 Millionen Euro übernehmen. Dieses Gebot wurde am Montag von einem Vertreter der Hotelgruppe auf dem Amtsgericht Waren genannt.
Debatte über mögliche Vorbildfunktion ehemaliger DDR-OffiziereVor dem 22. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin ist eine Debatte über die mögliche Vorbildfunktion ehemaliger DDR-Offiziere für die heutige Bundeswehr aufgekommen. Der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann lehnt eine Glorifizierung von DDR-Offizieren, die im Herbst 1989 in Berlin an der Grenzöffnung beteiligt waren, ab.DDR-Offiziere für die heutige Bundeswehr aufgekommen.
Eppelmann gegen Glorifizierung von DDR-OffizierenDer frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann hält eine Glorifizierung von DDR-Offizieren, die 1989 in Berlin an der Grenzöffnung beteiligt waren, für unangebracht. Eppelmann schrieb in einem Beitrag für "Die Zeit": "Die wahren Helden des Tages waren die couragierten Bürger der DDR." Die Nationale Volksarmee der DDR sei hingegen "nach ihrem Selbstverständnis tragende Säule der sozialistischen Diktatur und eben keine Volksarmee" gewesen.
Zur Person: Zwischen DDR und Preußen - Günter de Bruyn wird 85Die Gemütslage nach der Wende fasst Günter de Bruyn in nur zwei Sätze: "Die Nation hat schlechte Laune. Sie ist wieder vereint, aber nicht glücklich", formulierte der Schriftsteller vor zehn Jahren in einem seiner vielen Essays. Genauso treffsicher wie kritisch ist sein gesamtes Werk.
Zur Person: (Zum 1.11.) Zwischen DDR und Preußen - Günter de Bruyn wird 85Die Gemütslage nach der Wende fasst Günter de Bruyn in nur zwei Sätze: "Die Nation hat schlechte Laune. Sie ist wieder vereint, aber nicht glücklich", formulierte der Schriftsteller vor zehn Jahren in einem seiner vielen Essays. Genauso treffsicher wie kritisch ist sein gesamtes Werk.
Mehr wissen: Vietnamesische VertragsarbeiterAuf Basis von Regierungsabkommen rekrutierte die DDR seit Mitte der 1960er Jahre "Vertragsarbeiter" aus Vietnam, Mosambik und anderen "sozialistischen Bruderländern". Genau wie die "Gastarbeiter" im Westen übernahmen sie häufig Tätigkeiten, für die sich nicht genügend deutsche Bewerber fanden. Bis 1989 bildeten die Vietnamesen nach Angaben der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung die größte Gruppe der in die DDR geholten Vertragsarbeiter.
Jahn ruft zur weiteren Aufarbeitung der DDR-Geschichte aufIm Streit über den Umgang mit den Stasi-Akten hat der Bundesbeauftragte Roland Jahn zum Tag der Deutschen Einheit an die Politik appelliert, sich weiter zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu bekennen. "Die Notwendigkeit der Aufklärung" werde "es ewig geben", sagte der Chef der Stasiunterlagen-Behörde der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Je besser es gelinge, die DDR-Diktatur zu begreifen, "umso besser können wir Demokratie gestalten", betonte Jahn.
(Update) - Neumann wirft Schulen bei Aufklärung über SED-Diktatur Versagen vorMit ungewöhnlich scharfen Worten hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann die Schulen kritisiert. Bei der Aufklärung über die SED-Diktatur hätten sie versagt, erklärte der CDU-Politiker am Sonntag. Derweil forderte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), in den Schulen "ein realistisches Geschichtsbild von der DDR" zu zeichnen, in dem sich die Menschen wiederfänden.
(Update) - Neumann für freiwillige Versetzung von Ex-Stasi-MitarbeiternDie ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aus der Jahn-Behörde sollen nach Ansicht von Kulturstaatsminister Bernd Neumann ihrer geplanten Versetzung in andere Bundesbehörden möglichst zustimmen. Die Bundesregierung könne "entsprechende Positionen" anbieten und werde Jahn dabei unterstützen, diese Mitarbeiter "möglichst freiwillig" in andere Behörden zu versetzen, sagte der CDU-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk. Behördenchef Roland Jahn plant, alle 47 ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aus seiner Institution zu entfernen.
Neumann für freiwillige Versetzung von Ex-Stasi-MitarbeiternDie ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aus der Jahn-Behörde sollten nach Ansicht von Kulturstaatsminister Bernd Neumann ihrer geplanten Versetzung in andere Bundesbehörden möglichst zustimmen. Die Bundesregierung könne "entsprechende Positionen" anbieten und werde Jahn dabei unterstützen, diese Mitarbeiter "möglichst freiwillig" in andere Behörden zu versetzen, sagte der CDU-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk. Jahn plant, alle 47 ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aus seiner Behörde zu entfernen.
Kulturstaatsminister wirft Schulen Versagen vorKulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Schulen bei der Aufklärung über die SED-Diktatur Versagen vorgeworfen. "Wenn wir die jüngsten Umfragen nehmen und feststellen, dass sich Unkenntnis ausbreitet, muss man sagen, dass die Schulen und die Länder in diesem wichtigen Auftrag – ja, man muss es hart ausdrücken: versagt haben", sagte der CDU-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk. Er erwarte, dass dies geändert werde.
Gysi geht auf Distanz zur Lötzschs Haltung zum MauerbauDer Linksfraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, ist in der Diskussion um den Mauerbau auf Distanz zur Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch gegangen. "Klar, Geschichte folgt aus Geschichte. Das hilft uns aber nicht weiter", sagte Gysi dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" zu den Erklärungen Lötzschs, die vor einer isolierten Bewertung des Ereignisses gewarnt und "erst mal vorbesprechen" wollte, wie es zur deutschen Teilung gekommen ist.
Linke-Vize Bartsch legt Rechtfertigern des Mauerbaus Parteiaustritt naheLinksfraktionsvize Dietmar Bartsch hat jene Mitglieder seiner Partei scharf kritisiert, die den Mauerbau 1961 im Nachhinein rechtfertigen. Diejenigen, "die etwa meinen, sich nicht zu erheben, wenn es um Mauergedenken geht, also um die Opfer, die müssen sich wirklich fragen, ob sie denn richtig sind in der Partei", sagte Bartsch dem SWR laut Vorabmeldung. Beim Parteitag der Linken in Mecklenburg-Vorpommern am 13.
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