Chemieindustrie

Aufschwung in Chemieindustrie steht noch auf wackeligen FüßenDer Aufschwung in der deutschen Chemieindustrie steht nach wie vor auf wackeligen Füßen. Nach zwei Wachstumsjahren stellt sich Deutschlands drittgrößte Branche in diesem Jahr nur auf Stagnation ein. Die optimistischen Aussagen des Branchenprimus BASF aus der vergangenen Woche überraschen vor diesem Hintergrund auf den ersten Blick.
Studie rechnet mit boomender Chemieindustrie in AsienIn Asien steht in den kommenden 20 Jahren nach Einschätzung der Unternehmensberatung Roland Berger ein Boom der Chemieindustrie bevor. Das geht aus einer Studie zur Zukunft der Branche hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. "Die am stärksten wachsenden Länder bleiben China und Indien", sagte Alexander Keller, Partner bei Roland Berger und einer der Autoren.
Roland Berger sieht Wachstum der Chemieindustrie vor allem in AsienDie Chemieindustrie wird nach Einschätzung der Unternehmensberatung Roland Berger in den kommenden Jahren vor allem in Asien boomen. "Die am stärksten wachsenden Länder bleiben China und Indien", sagte Alexander Keller am Montag bei der Vorstellung einer Studie zur Zukunft der Chemieindustrie. Der weltweite Umsatz der Branche könne von derzeit 2 Billionen auf 5 Billionen Euro im Jahr 2030 steigen.
Chemieindustrie bleibt trotz Umsatzrückgängen optimistischTrotz deutlicher Auswirkungen der Schuldenkrise in den USA und Europa sowie der Börsenturbulenzen bleibt die deutsche Chemieindustrie optimistisch. Von Juli bis Ende September sank der Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal um ein Prozent auf 44,5 Milliarden Euro, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Grund sei, dass die Kunden der Chemieunternehmen trotz voller Auftragsbücher weniger Chemikalien bestellten und stattdessen ihre Lagerbestände abbauten.
Gewerkschaft kritisiert EnergiepolitikDer Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Energie, Chemie (IG BCE), Michael Vassiliadis, hat vor einer Abwanderung energieintensiver Industrien aus Deutschland gewarnt. "Alle sind sich einig, dass die Energiewende klasse ist", aber der finanzielle Aufwand "wird noch einmal die deutsche Einheit", sagte Vassiliadis am Freitag in München. Die Energiepreise könnten nicht unendlich angezogen werden.
Chemieindustrie weiter auf ErfolgskursDie deutsche Chemieindustrie steht nach einem starken ersten Halbjahr vor neuen Umsatz- und Produktionsrekorden. Die Einnahmen der Branche stiegen in den ersten sechs Monaten binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 90,5 Milliarden Euro, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Die Produktion legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent zu.
Globaler Nachfrageeinbruch lastet auf LanxessDer globale Nachfrageeinbruch hat das Spezialchemie-Unternehmen Lanxess im vergangenen Jahr mit einem Gewinneinbruch hart getroffen. Das Konzernergebnis sank um knapp 80 Prozent auf 40 Millionen Euro. Der Umsatz ging im Vergleich zu 2008 um 23,1 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro zurück, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.
Chemie-Industrie: Tarifkonflikt vorprogrammiert?In der deutschen Chemieindustrie zeichnet sich ein Tarifkonflikt ab. Die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie lehnte eine Nullrunde für die 550.000 Beschäftigten zum Auftakt der diesjährigen Tarifrunde im pfälzischen Frankenthal am Dienstag kategorisch ab. Dagegen sieht die Arbeitgeberseite keinerlei Spielraum für höhere Einkommen.
Chemie-Tarifverhandlungen beginnen in den RegionenMit der ersten regionalen Verhandlungsrunde im pfälzischen Frankenthal beginnen am Vormittag die diesjährigen Tarifverhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten der deutschen Chemieindustrie. Die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie will eine deutliche Erhöhung der Einkommen durchsetzen, hat vorab aber auf eine konkrete Prozentforderung verzichtet. Darüber hinaus will die Gewerkschaft durchsetzen, dass bestehende Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten bleiben.
Chemieindustrie hofft auf verbesserte WettbewerbsfähigkeitDie Chemieindustrie verbindet mit einer neuen Bundesregierung die Hoffnung auf eine gestärkte internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erklärte am Montag in Frankfurt am Main, Innovationen seien die Voraussetzung für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze. «Deshalb sollte die Zinsschranke abgeschafft und eine steuerliche Forschungsförderung für die Unternehmen eingeführt werden.»
17,7 Prozent weniger IndustrieumsatzDer Umsatz der deutschen Industrie ist auch im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat noch einmal eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, ging der Umsatz des verarbeitenden Gewerbes vorläufigen Angaben zufolge arbeitstäglich- und preisbereinigt um 17,7 Prozent zurück. Im Mai lag das Minus noch bei 19 Prozent, im April sogar bei 23,3 Prozent.
Chemieindustrie sieht Talsohle erreichtDie deutsche Chemieindustrie sieht die Talsohle der Rezession in ihrer Branche erreicht: Seit Februar ziehe die Produktion von Grundchemikalien wieder leicht, aber stetig an. Die Herstellung von Grundchemikalien sei ein zentraler Indikator für den Trend im viertgrößtem deutschen Industriezweig, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt am Main. Gleichwohl ist die Prognose für das Gesamtjahr 2009 düster: Minus 10 Prozent bei der Produktion, minus 12 Prozent beim Umsatz.
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