Afghanistan-Krieg

Afghanistan-Krieg: Deutschland fürchtet schnellen Abzug FrankreichsVerteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) fürchtet dem Nachrichtenmagazin FOCUS zufolge einen möglichen Abzug französischer Truppen aus Afghanistan bereits in diesem Jahr. Frankreichs künftiger Präsident Francois Hollande hatte diesen Schritt im Wahlkampf angekündigt. De Maizière erwartet, dass Hollande auf dem anstehenden Nato-Gipfel in Chicago beharrlich daran festhalten wird, um wenigstens eines seiner Versprechen einzuhalten. Andere europapolitische Forderungen müsse Hollande wegen der Haltung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurücknehmen.
Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte wird für Deutschland teurerDie USA fordern von Deutschland einen höheren Beitrag zur Finanzierung der afghanischen Streitkräfte nach dem Abzug der Isaf-Kampftruppen Ende 2014. Intern rechnete die Bundesregierung bislang mit einer jährlichen Zahlung von höchstens 150 Millionen Euro für Ausbildung und Unterhalt der afghanischen Sicherheitskräfte. Die Vereinigten Staaten fordern von Berlin jedoch 190 Millionen Euro.
Afghanistan-Krieg: FDP will KlarheitDie FDP-Verteidigungspolitikerin Elke Hoff fordert vom Chicagoer Nato-Gipfel im Mai Klarheit über den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Wenn der afghanische Präsident Hamid Karzai die Forderung bekräftige, dass die internationale Gemeinschaft schon 2013 abziehen soll, "entzieht er dem Isaf-Auftrag einen wesentlichen Teil seiner Legitimation", sagte Hoff dem Nachrichtenmagazin FOCUS. "Die Nato-Verbündeten sind keine Besatzer und gerade auch auf Bitten der afghanischen Regierung im Land."
Deutscher Afghanistan-Einsatz gescheitertDer ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hält den Afghanistan-Einsatz für gescheitert. "Wir haben genug Opfer gebracht und genug geleistet", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Und wenn man nicht willkommen ist, dann geht man irgendwann.
(Im Fokus) - Tausende demonstrieren gegen Afghanistan-KriegTausende Demonstranten haben kurz vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn ein Ende aller Kampfhandlungen am Hindukusch gefordert. Nach Schätzungen der Veranstalter gingen am Samstag rund 5.000 Menschen in der Bonner Innenstadt gegen den Krieg in Afghanistan auf die Straße. Die Proteste verliefen laut Polizei weitgehend friedlich.
(Im Fokus) - Tausende demonstrieren gegen Afghanistan-KriegTausende Demonstranten haben kurz vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn ein Ende aller Kampfhandlungen am Hindukusch gefordert. Nach Schätzungen der Veranstalter gingen am Samstag rund 5.000 Menschen in der Bonner Innenstadt gegen den Krieg in Afghanistan auf die Straße. Die Proteste verliefen laut Polizei weitgehend friedlich.
Tausende demonstrieren gegen Afghanistan-KriegTausende Demonstranten haben zwei Tage vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz am Montag in Bonn ein Ende aller Kampfhandlungen am Hindukusch gefordert. Nach Schätzungen der Veranstalter gingen am Samstag rund 5.000 Menschen in der Bonner Innenstadt gegen den Krieg in Afghanistan auf die Straße. Die Proteste verliefen laut Polizei weitgehend friedlich.
Westerwelle sieht bei Afghanistan-Krieg Scheitelpunkt erreichtVier Tage vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Wir sind damals nicht an der Seite unserer Bündnispartner nach Afghanistan gegangen, um Brunnen zu bohren und Straßen zu bauen, sondern um unsere Sicherheit zu verteidigen. Das war richtig", sagte Westerwelle der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).
Deutscher Verteidigungsminister für Zusammenarbeit mit Afghanistan auch nach 2014Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will die Zusammenarbeit mit Afghanistan auch nach dem Abzug der Bundeswehr fortsetzen. Die Deutschen würden 2014 in Afghanistan nicht alles stehen und liegen lassen, sagte de Maizière der "Leipziger Volkszeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht mit Blick auf das geplante Abzugsdatum für Kampftruppen. "Wir machen da nicht das Licht aus", sagte er.
Designierter ISAF-Kommandeur unterstützt US-TruppenabzugDer designierte ISAF-Kommandeur John Allen unterstützt den Umfang und den Zeitplan des von US-Präsident Barack Obama angekündigten Truppenabzugs aus Afghanistan. Der bis September 2012 geplante Abzug von 30.000 Soldaten werde die afghanische Führung davon überzeugen, dass sie die Zahl ihrer eigenen Sicherheitskräfte daraufhin erhöhen müsse, erklärte Allen. Eine besondere Herausforderung für die USA bestünde jedoch darin, den Wegfall Hunderter Ausbilder und Hilfsteams zu kompensieren, sagte er.
7 Tote bei Anschlägen in OstafghanistanZwei Bombenanschläge haben am Montag in Ostafghanistan sieben Zivilisten das Leben gekostet. Das Innenministerium erklärte, beide Sprengsätze seien in der Provinz Ghasni detoniert. Eine Bombe traf ein Fahrzeug im Bezirk in Karabagh.
Afghanischer Präsident macht Pakistan für Tod von Zivilpersonen verantwortlichDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat Pakistan am Sonntag für den Tod von Zivilpersonen in den Grenzprovinzen Kunar und Nangarhar verantwortlich gemacht. Innerhalb von drei Wochen seien von pakistanischer Seite 470 Raketen auf afghanisches Gebiet abgefeuert worden, teilten die Sicherheitsbehörden in Kabul mit. Bei dem Beschuss seien 36 Menschen, darunter zwölf Kinder, ums Leben gekommen.
Afghanistan-Krieg: Belgien will Soldaten abziehenBelgien will die Hälfte seiner 580 in Afghanistan stationierten Soldaten abziehen. Verteidigungsminister Pieter De Crem erklärte am Sonntag, ein solcher Abzug würde mit den US-Plänen im Einklang stehen. Washington will bis zum nächsten Sommer ein Drittel seiner 100.000 Soldaten nach Hause holen.
Frankreich und Spanien ziehen Soldaten aus Afghanistan abGemeinsam mit den USA wollen auch Frankreich und Spanien mit dem Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan beginnen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero erklärte am Freitag in Brüssel, der Abzug der spanischen Truppen solle im kommenden Jahr beginnen und 2014 abgeschlossen sein. Der Plan der Regierung sieht vor, dass zehn Prozent der 1.500 in Afghanistan stationierten spanischen Soldaten in der ersten Jahreshälfte 2012 nach Hause geholt werden.
Afghanistan: Zahl der Toten nach Bombenanschlag auf Krankenhaus steigt auf 60Die afghanische Regierung hat die Zahl der Toten nach einem Bombenanschlag auf ein Krankenhaus in Ostafghanistan am Samstag auf mindestens 60 nach oben revidiert. Ein Sprecher der Provinzregierung von Logar, Din Mohammad Darwesch, erklärte, der in einem Auto versteckte Sprengsatz sei im Bezirk Asra detoniert. Etwa 120 Menschen sind laut Gesundheitsministerium verletzt worden, darunter Patienten, Besucher und Krankenhausmitarbeiter.
Viele Tote bei Anschlag auf Krankenhaus in AfghanistanEin Bombenanschlag auf ein Krankenhaus in Ostafghanistan hat am Samstag mindestens 25 Menschen das Leben gekostet. Ein Sprecher der Provinzregierung von Logar, Din Mohammad Darwesch, erklärte, der in einem Auto versteckte Sprengsatz sei im Bezirk Asra detoniert. Mehr als 40 Menschen seien verletzt worden, darunter Patienten, Besucher und Krankenhausmitarbeiter.
Tote bei Anschlag auf Markt in KundusBei einem Bombenanschlag auf einen Markt in der afghanischen Provinz Kundus sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern war ein Polizist, wie das Innenministerium am Samstag erklärte. Der Sprengsatz, der auf einem Fahrrad angebracht war, detonierte am Freitagabend auf einem Markt im Bezirk Chanabad.
NATO-Generalsekretär sieht deutliche Fortschritte in AfghanistanNATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama über einen Truppenabzug aus Afghanistan begrüßt. Sie sei das natürliche Ergebnis der Fortschritte, die die Militärallianz in Afghanistan gemacht habe, sagte Rasmussen am Donnerstag in Brüssel. Die Entscheidung Obamas sei in enger Abstimmung mit den Alliierten gefallen, erklärte Rasmussen.
US-Abzug aus Afghanistan: Frankreich zieht nachFrankreich schließt sich den Plänen der USA für einen Abzug seiner Truppen aus Afghanistan an. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärte am Donnerstag, der schrittweise Abzug der rund 4.000 französischen Soldaten werde proportional zu jenem der amerikanischen Truppen durchgeführt und mit den übrigen Alliierten und den afghanischen Behörden abgestimmt sein. US-Präsident Barack Obama habe Sarkozy vorab von seinen Plänen informiert, bis September 2012 mehr als 30.000 Soldaten aus dem Land abzuziehen, hieß es in einer Mitteilung aus dem Büro Sarkozys.
Bundeswehrverband befürchtet Gefährdung deutscher Soldaten in AfghanistanDer Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, befürchtet, dass der geplante US-Truppenabzug aus Afghanistan die Gefahr für die dortigen Bundeswehrsoldaten verschärfen könnte. Man müsse höllisch aufpassen, dass die Reduzierung des amerikanischen Kontingents nicht unmittelbare Auswirkungen auf die Unterstützung im Norden des Landes habe, sagte Kirsch der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Die Bundesregierung müsse sich nach der Rede von US-Präsident Barack Obama nun zum weiteren Afghanistan-Engagement politisch positionieren.
Republikanern geht Truppenabzug aus Afghanistan zu schnellAbgeordnete beider Parteien im US-Kongress haben die von Präsident Barack Obama vorgestellten Pläne für einen Truppenabzug kritisiert. Während den Demokraten die Reduzierung der Truppen nicht weit und schnell genug geht, sehen die Republikaner die bisherigen Erfolge in Afghanistan durch einen ihrer Ansicht nach übereilten Abzug gefährdet. US-Präsident Barack Obama hatte in einer Ansprache am Mittwochabend (Ortszeit) angekündigt, dass bis Ende diesen Jahres 10.000 US-Soldaten abgezogen werden, mehr als 20.000 sollen bis September 2012 folgen.
Afghanistan-Krieg: Deutscher Verteidigungsminister begrüßt US-AbzugspläneBundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Rückzugspläne der US-Armee aus Afghanistan begrüßt. Trotz einiger Rückschläge hätten sich die Dinge in Afghanistan zum besseren gewendet, sagte de Maizière am Donnerstag in Dresden. Mit dem von Präsident Barack Obama angekündigtem Abzug liege die US-Armee im Plan, nachdem die Truppen Anfang 2010 vorübergehend aufgestockt worden seien.
Deutsche begrüßen US-Pläne für AfghanistanRegierung und Opposition haben die Rückzugspläne von US-Präsident Barack Obama aus Afghanistan begrüßt. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verwiesen auf die geplante Truppenreduzierung der Bundeswehr zum Jahresende. Die Opposition nutzte die Gelegenheit jedoch, um auf einen konkreten Zeitplan für den Abzug der deutschen Soldaten zu pochen.
Unfall in Afghanistan: Deutsche Soldaten verletztDrei deutsche Soldaten sind in Afghanistan bei einem Unfall mit einem Schützenpanzer verletzt worden. Der Konvoi war in der Nähe des deutschen Feldlagers in Kundus unterwegs, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Donnerstag in Berlin mitteilte. Durch austretendes Kühlmittel, vermutlich verursacht durch einen geplatzten Schlauch, zogen sich die Soldaten Brandverletzungen zu.
Obamas riskante AbzugspläneUS-Generalstabschef Michael Mullen hat den von Präsident Barack Obama angekündigten Abzug von 33.000 Soldaten aus Afghanistan am Donnerstag als riskant bezeichnet. Er befürworte die Pläne Obamas, sagte er vor dem Kongress, sie seien allerdings "offensiver und mit größeren Unwägbarkeiten verbunden" als er ursprünglich selber für sinnvoll erachtet habe. Die Truppenpräsenz über einen längeren Zeitraum hin auf dem derzeitigen Stand zu halten, sei angesichts der aktuellen Sicherheitslage mit weniger Gefahren verbunden gewesen.
Deutsche Offiziere kritisieren Verwundetenversorgung in AfghanistanDie Versorgung verwundeter Soldaten in Afghanistan ist nach einem Pressebericht nicht ausreichend gesichert. Die "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe) berichtete, deutsche Generäle und hohe Offiziere hätten in einem sogenannten Kontingentbericht vom Juli vergangenen Jahres kritisiert, dass die von der NATO vorgegebenen Rettungszeiten von 60 bis 90 Minuten für Verwundete seien nicht grundsätzlich sichergestellt. Deutsche Sanitäter seien nicht richtig auf den Einsatz vorbereitet gewesen.
Deutschland begrüßt Pläne zum Rückzug von US-Truppen aus AfghanistanBundesaußenminister Guido Westerwelle hat den von US-Präsident Barack Obama angekündigten Abzug von US-Truppen aus Afghanistan begrüßt und das Ziel bekräftigt, auch die deutschen Streitkräfte zum Jahresende zu reduzieren. "Die Abzugsperspektive wird nun konkret", sagte der FDP-Politiker am frühen Donnerstagmorgen kurz nach seiner Ankunft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. "Auch unser Ziel ist es, Ende dieses Jahres unser eigenes deutsches Truppenkontingent erstmalig reduzieren zu können."
Deutscher Minister hält Gespräche mit gemäßigten Taliban für notwendigBundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sieht Gespräche zwischen dem Westen und den radikal-islamischen Taliban als Voraussetzung für Frieden in Afghanistan. "Diese Gespräche sind notwendig, um eine friedliche Lösung des Konfliktes zu erreichen", sagte Niebel der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Niebel sagte, mit fanatischen Gotteskriegern könne der Westen zwar nicht verhandeln.
Afghanischer Soldat nach Tötung von Ausbilder erschossenNATO-Truppen haben einen abtrünnigen afghanischen Soldaten getötet, der im vergangenen Monat seinen australischen Ausbilder erschossen hatte. Der Mann wurde in seinem Wohnhaus in der Provinz Chost an der Grenze zu Pakistan aufgespürt, wie die NATO am Montag mitteilte. Ein amerikanisch-afghanisches Sondereinsatzkommando habe ihn dabei am Sonntag erschießen müssen, weil er eine Waffe habe ziehen wollen.
Deutscher Entwicklungsminister in Afghanistan eingetroffenEntwicklungsminister Dirk Niebel ist am Sonntag zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Dabei wird er im Rahmen einer Südasienreise von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs begleitet. Der gemeinsame Besuch unterstreiche die enge Abstimmung innerhalb der Europäischen Union über das Engagement in Afghanistan, sagte Niebel in Kabul.
Twitter