Europa

Klöckner & Co zieht sich komplett aus Osteuropa zurückDer Stahlhändler Klöckner & Co zieht sich komplett aus Osteuropa zurück. "In den interessanteren Märkten wie Polen oder Tschechien ist unsere Marktposition zu unbedeutend, andere Märkte wie Rumänien oder Bulgarien verlieren deutlich an Attraktivität", sagte der Vorstandsvorsitzende Gisbert Rühl auf der Hauptversammlung des MDAX-Konzerns. Bereits Anfang Mai hatte Rühl nach roten Zahlen zum ersten Quartal einen solchen Schritt angedeutet.
Spanien könnte Defizitmarke schon wieder reißenSpanien wird wahrscheinlich sein Defizitziel für das laufende Jahr binnen kurzer Zeit das zweite Mal anheben müssen. Die spanische Zeitung El Pais berichtet auf ihrer Website, dass die Zentralregierung ihr Ziel für die Neuverschuldung 2011 nicht als definitiv betrachtet und die Marke nach der Prüfung der Regionalhaushalte wahrscheinlich angehoben werden muss. Bereits Anfang des Monats hatte die Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy die geplante Neuverschuldung von 8,5 Prozent auf 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nach oben gesetzt.
Air France-KLM streicht Stellen und verkleinert Flotte in FrankreichPARIS (DOW JONES)--Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM will im Zuge der Restrukturierung des französischen Teils ihrer Geschäfte Stellen streichen und ihre Flotte verkleinern. Insgesamt 34 Kurz- und Mittelstreckenmaschinen sollen abgeschafft werden. Darauf einigte sich das Management mit der Belegschaft.
Niederlande ratifiziert dauerhaften Euro-RettungsschirmDas niederländische Abgeordnetenhaus hat den ständigen europäischen Rettungsfonds ESM ratifiziert. Wie erwartet stimmten 100 der 150 Abgeordneten für den Rettungsschirm, der ab 1. Juli in Kraft treten soll.
Skoda unterstützt TU Prag mit Elektro-OctaviaDie Fakultät für Transportwesen der ČVUT in Prag ist ab sofort auch elektrisch unterwegs. Die Transport-Experten der Technischen Universität testen einen Skoda Octavia Green E Line unter Alltagsbedingungen und zu Forschungszwecken auf dem Gebiet der Elektromobilität. Dadurch erhofft sich Skoda Erkenntnisse für seine E-Fahrzeug-Entwicklung aus dem Alltagseinsatz.
Bankenverband regt "koordinierte Währungsreform" in Griechenland anDer mögliche Euro-Austritt Griechenlands gewinnt mit dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) einen neuen zögerlichen Befürworter. Eine "koordinierte Währungsreform, unterstützt durch eine Art Marshall-Plan" sei vielleicht "für Griechenland der bessere Weg", sagte Verbandspräsident Andreas Schmitz am Donnerstag vor Wirtschaftsjournalisten in Frankfurt. Einen Verbleib der Griechen in der Währungsunion hält er zwar nach wie vor für wünschenswert, "allerdings müssen wir uns damit beschäftigen, dass das unter den gegebenen Umständen nur noch schwer erreichbar sein wird", fügte er hinzu.
MÄRKTE ASIEN/Börsen schütteln Enttäuschung über EU-Gipfel abHONGKONG (Dow Jones) Das ohne konkrete Beschlüsse zu Ende gegangene Treffen der EU-Chefs hat an den asiatischen Finanzmärkten für Enttäuschung gesorgt. Der Euro sank zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Juli 2010 gesunken. An den ostasiatischen Börsen erholten sich die Kurse im Verlauf des Donnerstaghandels aber von einem Großteil ihrer Verluste.
BMW muss in der Schweiz 156 Millionen Franken Buße zahlenDer Automobilkonzern BMW muss in der Schweiz eine Strafe von 156 Millionen Schweizer Franken zahlen. Das Münchener Unternehmen habe die Einfuhr von Fahrzeugen behindert, stellte die Wettbewerbskommission (WEKO) des Landes fest. Sie hatte im Oktober 2010 eine Untersuchung gegen die BMW Group eröffnet und war dabei dem Vorwurf nachgegangen, dass das Unternehmen Verkäufe von Neufahrzeugen der Marken BMW und Mini aus Deutschland und Österreich an Kunden und Händler in der Schweiz verhindert hat.
MÄRKTE USA/Nervosität vor EU-Gipfel erfasst auch Wall StreetDie US-Börsen dürften sich am Mittwoch den weltweiten Aktienmärkten auf ihrer Fahrt Richtung Süden anschließen. Wieder einmal ist es die Schuldenkrise in der Eurozone, die die Anleger beunruhigt. Mit dem Näherrücken des EU-Gipfels, der nach Börsenschluss in Europa beginnt, steigt die Nervosität.
MÄRKTE EUROPA/Verluste weiten sich vor dem EU-Gipfel ausDie Angst vor einem Auseinanderbrechen des Euroraums schickt die Kurse zur Wochenmitte wieder gen Süden. Der Euro-Stoxx-50 verliert am Mittag 2,1 Prozent auf 2.147 Punkte, für den DAX geht es um 1,8 Prozent auf 6.318 Punkte nach unten. Als Grund für den neuerlichen Stimmungseinbruch nennen Börsianer Aussagen des ehemaligen Athener Ministerpräsidenten Lucas Papademos.
Bundesbank: Euroraum würde Zahlungsstopp für Griechenland verkraftenDeutschland und die Eurozone würden die Auswirkungen eines Zahlungsstopps für Griechenlands nach Einschätzung der Bundesbank verkraften. In ihrem aktuellen Monatsbericht schreibt die Bundesbank, Griechenland hätte bei einer Verweigerung der zugesagten Reform- und Konsolidierungsmaßnahmen die Folgen zu tragen, dagegen wären "für den Euroraum und Deutschland ... die Herausforderungen in diesem Fall erheblich, aber bei vorsichtigem Krisenmanagement beherrschbar."
EZB richtet Krisenstab zu Griechenland einDie Europäische Zentralbank (EZB) wappnet sich gegen eine mögliche Eskalation der Lage in Griechenland. Nach Informationen der Wochenzeitung die Zeit hat die EZB eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Thema Griechenland beschäftigt. Den Vorsitz hat Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen.
IWF: Griechenland muss noch mehr tunIWF-Chefin Christine Lagarde hält weitere Reformanstrengungen in Griechenland für erforderlich, wenn das Land den Euro nicht aufgeben will. Griechenland habe bereits große Anstrengungen unternommen, um die Vorgabe des Rettungspakets zu erfüllen, sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. "Es muss aber noch mehr getan werden, mehr Strukturreformen sind erforderlich."
Bayer-Mittel Xarelto wird in Großbritannien von Krankenkassen bezahltGroßbritanniens staatliches Gesundheitssystem übernimmt die Kosten für eine Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern mit dem Bayer-Mittel Xarelto. Die zuständige Kostenkontrollaufsicht NICE empfahl den Einsatz des Gerinnungshemmer zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien in einer abschließenden Stellungnahme. Bereits Ende März hatte sich die Behörde, die Kosten und Nutzen neuer Arzneimittel abwägt, für Xarelto ausgesprochen.
EU-Kommission erlaubt Subvention neuer, effizienter KraftwerkeDie Stromerzeuger in Europa können aufatmen. Die Zitterpartie um die Förderungen effizienter Kraftwerke ist beendet, denn die Europäische Kommission genehmigt ab dem kommenden Jahr grundsätzlich Subventionen in neue, effiziente Kraftwerke - auch ohne die Abscheidung von Kohlendioxid (CCS). Unternehmen könnten demnach eine Förderung vom Staat für den Bau neuer Kraftwerke erhalten.
ADAC: Urlauber sollten Erdbebengebiet meidenReisende, die sich derzeit in der Erdbebenregion aufhalten, müssen damit rechnen, dass auch touristische Einrichtungen nicht zugänglich sowie Straßen und Eisenbahnlinien gesperrt sind. Urlauber sollten nach einem Rat des ADAC das Erdbebengebiet vorerst meiden. Wer in den nächsten Tagen Richtung Bologna fahren muss, kann sich vor Reiseantritt beim ADAC über die aktuelle Verkehrssituation informieren.
Clearstream und Iberclear führen Sicherheitenservice für Spanien einClearstream und Iberclear haben eine Vereinbarung zur Entwicklung eines Sicherheitenmanagement-Service für Spanien unterzeichnet. Die Einführung des neuen Service sei für 2013 geplant, teilte die Clearstream-Mutter Deutsche Börse am Dienstag mit. Gegenstand des neuen Service ist die Besicherung von Finanzgeschäften von Iberclear-Kunden am spanischen Markt.
MÄRKTE ASIEN/Optimismus vor EU-GipfelOptimismus im Vorfeld des morgigen EU-Gipfels hat am Dienstag für festere Kurse an den asiatischen Märkten gesorgt. "Im Vorfeld des EU-Gipfels zeigen sich die Leute etwas optimistischer, da sich die europäischen Staats - und Regierungschefs mehr auf die Einführung von Wachstumsstrategien und weniger auf reine Sparpolitik konzentrieren dürften", sagte Stan Shamu von IG Markets. Zudem hätten sich führende Politiker zuletzt für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen, fügten andere Marktteilnehmer hinzu.
Spanien drängt auf größere Rolle der EZB in der EU-StrategieSpanien drängt auf eine größere Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) als Teil der neuen EU-Strategie, das Wachstum im Euroraum zu verstärken und die schwachen Volkswirtschaften in der Peripherie aufzupäppeln. "Wir hoffen, dass wir ein klares Signal der EZB zur Unterstützung der Staatsschulden in der Eurozone bekommen", sagte ein spanischer Regierungsbeamter, der damit offensichtlich auf EZB-Käufe von Staatsanleihen anspielte, um die Zinskosten zu drücken. Am Montag hatte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die europäischen Spitzenpolitiker aufgefordert, die Finanzstabilität von Eurozone-Volkswirtschaften, die unter Finanzierungsproblemen leiden, zu garantieren.
Obama ruft Euro-Staaten zu kraftvoller Lösung der Krise aufUS-Präsident Barack Obama hat die Euro-Staaten zu einer kraftvollen Lösung der Schuldenkrise aufgerufen. "Ich denke, ein kraftvolles Handeln anstelle von kleinen Trippelschritten, das ist am Ende der bessere Ansatz", sagte Obama bei einer Pressekonferenz nach dem NATO-Gipfel. Am wichtigsten sei, dass Europa erkenne, dass das Euro-Projekt mehr als eine Währung bedeute.
(Update) - Frankreich setzt umstrittene Euro-Bonds auf GipfelagendaDie europäischen Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Sondergipfel am Mittwoch nach Aussage des neuen französischen Finanzministers Pierre Moscovici auch das umstrittene Thema gemeinsamer europäischer Anleihen diskutieren, obwohl es dazu bei einem Treffen Moscovicis mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu keiner Annäherung gekommen ist. "Wir haben das angesprochen - jeder, um seine bereits bekannte Position zu bekräftigen", sagte Moscovici bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schäuble in Berlin. "Aber gleichzeitig kann ich auch sagen, dass Francois Hollande wirklich alles auf den Tisch bringen will", betonte er.
Frankreich setzt umstrittene Euro-Bonds auf GipfelagendaDie europäischen Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Sondergipfel am Mittwoch nach Aussage des neuen französischen Finanzministers Pierre Moscovici auch das umstrittene Thema gemeinsamer europäischer Anleihen diskutieren, obwohl es dazu bei einem Treffen Moscovicis mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu keiner Annäherung gekommen ist. "Wir haben das angesprochen - jeder, um seine bereits bekannte Position zu bekräftigen", sagte Moscovici bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schäuble in Berlin. "Aber gleichzeitig kann ich auch sagen, dass Francois Hollande wirklich alles auf den Tisch bringen will", betonte er.
Pharmabranche prüft Notfallplan für GriechenlandIn der Diskussion um einen Euro-Austritt Griechenlands melden sich auch die globalen Pharmakonzerne zu Wort. Sie erarbeiten derzeit gemeinsam mit europäischen Stellen einen Plan, wie man das Land auch dann noch mit Medikamenten versorgen kann, wenn es nicht mehr zahlungsfähig ist. Es gebe noch keinen konkreten Plan, doch man sei sich einig, dass in einem solchen Fall schnell gehandelt werden müsse, sagte Richard Bergstrom, Generaldirektor des Europäischen Dachverbandes der Arzneimittelunternehmen EFPIA.
Spanien beauftragt Roland Berger und Oliver Wyman mit BankprüfungDas spanische Finanzministerium hat die beiden Prüfungsgesellschaften Roland Berger und Oliver Wyman beauftragt, die Bilanzen der heimischen Banken unter die Lupe nehmen. Die Prüfungen sollen Mitte Juni abgeschlossen sein und sowohl eine Analyse der Bilanzen als auch Stresstests umfassen, teilte das Ministerium mit. Die spanische Zentralbank schätzt, dass die Banken des Landes mit 338 Milliarden Euro im maroden Immobiliensektor des Landes engagiert sind, rund 176 Milliarden Euro sieht die Notenbank als problematisch an.
Merkel hat kein Referendum in Griechenland vorgeschlagenDie Bundesregierung hat Meldungen zurückgewiesen, nach denen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Referendum über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone vorgeschlagen habe. "Die Bundeskanzlerin hat in keinster Weise ein Referendum angeregt oder vorgeschlagen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter. Diese Meldungen seien "schlicht falsch und werden von der Bundesregierung in aller Form zurückgewiesen".
Frankreichs Außenminister fordert Fortschritte von GriechenlandDer neue französische Außenminister hat Griechenland deutlich vor den möglichen Auswirkungen der Parlamentswahl Mitte Juni gewarnt. Die Wähler müssten verstehen, dass ihr Land ohne Sparpolitik nicht in der Eurozone bleiben könne. "Wenn sie im Euro blieben wollen, und ich denke die Mehrheit will das, können sie nicht für Parteien stimmen, die sie aus dem Euro führen", sagte Laurent Fabius dem Radiosender Europe1.
Italien will europaweites EinlagensicherungssystemDer italienische Ministerpräsident Mario Monti will einem Zeitungsbericht zufolge ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) gestütztes europäisches Einlagensicherungssystem vorschlagen. Das berichtet die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" in ihrer Samstagausgabe ohne Nennung von Quellen. Monti werde den Plan auf dem G-8-Gipfel in Camp David präsentieren, so die Zeitung weiter.
Spanien sucht Unterstützung für EZB-LiquiditätsspritzeDer spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sucht die Unterstützung von Bundeskanzlerin Merkel für eine Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) an die spanischen Banken. Das berichtet die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach will Rajoy darüber mit Merkel am Rande des NATO-Gipfels in Chicago sprechen.
Weitere Experten warnen Griechenland vor Euro-AustrittImmer mehr Wirtschafts- und Finanzexperten warnen Griechenland vor einem Austritt aus der Eurozone. In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins "profil" betont der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, dass er ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für "die schlechteste Option" hält. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, sagte der "Rheinischen Post", "der Konsum und die Investitionstätigkeit in Griechenland würden einbrechen und die Arbeitslosigkeit würde rapide zunehmen".
Stark: Griechenland nicht um jeden Preis im Euro haltenDer frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, erteilt Spekulationen über eine Rückkehr zur D-Mark eine klare Absage. "Ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro ist undenkbar. Der wirtschaftliche und politische Schaden wäre für Deutschland und Europa irreparabel", sagte er der Tageszeitung "Die Welt" (21.
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