History

RAF-Terror: BND führte BKA in die IrreDer Bundesnachrichtendienst (BND) gab bei der Fahndung nach Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) mehrmals falsche Auskünfte. Das zeigen Dokumente, die die Bundesregierung auf Antrag des SPIEGEL freigegeben hat. Es geht um die zehn RAF-Aussteiger, die ab 1980 mit Hilfe der Stasi in der DDR untergetaucht waren, darunter Susanne Albrecht (mitverantwortlich für den Mord am Dresdner-Bank-Vorstand Jürgen Ponto 1977), Monika Helbing (beteiligt an der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer 1977) und Inge Viett (Mitentführerin des CDU-Politikers Peter Lorenz 1975).
Stasi wusste frühzeitig von Kooperation zwischen RAF-Terroristin und VerfassungsschutzDas Ministerium für Staatssicherheit der DDR wusste nach Angaben des Nachrichtenmagazins Spiegel bereits 1986, dass die RAF-Terroristin Verena Becker mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet hatte. In einer auf den 14. Januar 1986 datierten "Operativ-Information" heißt es über die im Mai 1977 verhaftete RAF-Frau: "Die B., Verena hat zur Erlangung von Hafterleichterungen zeitweilig mit dem Verfassungsschutz der BRD zusammengearbeitet.
Manfred Krug sieht die DDR als Objekt des MitleidesDer Schauspieler Manfred Krug blick mit sanfteren Gefühlen als früher auf die DDR zurück. "Vielleicht bin ich schon in einem Abschiedsprozess vom Leben, der alles etwas rosiger erscheinen lässt", sagte Krug der "Berliner Morgenpost" (Sonntagausgabe). "Die DDR, die ich zuerst mit wütenden Gedanken beobachtet habe, als ich im sicheren Westen war, kommt mir immer mehr als ein Objekt meines verdienten Mitleides vor", fügte Krug hinzu.
Schäuble vergleicht Griechenland mit der DDRBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht Parallelen zwischen der DDR und der aktuellen Lage in Griechenland. "Der Einfluss des Staates in Griechenland ist so hoch wie der Einfluss des Staates einst in der DDR war", sagte er am Donnerstag im Fernsehsender n-tv. "Das hat man ja gesehen, als wir uns mal die Liste angeschaut haben, was Griechenland alles privatisieren könnte."
Historiker Kershaw und Snyder teilen sich Leipziger BuchpreisDer mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012 geht zu gleichen Teilen an die Historiker Ian Kershaw und Timothy Snyder aus Großbritannien und den USA. Das teilte die Leipziger Buchmesse am Freitag mit. Kershaw und Snyder behandelten in ihren jüngsten Werken den Zweiten Weltkrieg, wobei der Brite auf NS-Deutschland blickte, während Snyder "Europa zwischen Hitler und Stalin" betrachtete.
(Im Fokus) Geschichte der DDR soll im DHM völlig überarbeitet werdenDie Geschichte der DDR soll im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin ab 2018 völlig neu präsentiert werden. "Die Dauerausstellung zur DDR wird völlig neu konzipiert werden müssen, es wird viel stärker auf Vermittlung gesetzt werden", sagte der neue DHM-Präsident Alexander Koch in einem dapd-Interview. Man werde diesem "spannenden Diskurs entsprechend Raum geben, sowohl im Bereich der Ständigen als auch mit Sonderausstellungen".
Jahn weist Gauck-Kritik an Mitarbeiter-Versetzung zurückDie Beschäftigung ehemaliger Helfer der DDR-Staatssicherheit bei der Stasi-Unterlagen-Behörde hält deren Leiter Roland Jahn für untragbar. "Es war ein klarer Fehler, diese Mitarbeiter einzustellen", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk an die Adresse seines Vorgängers Joachim Gauck. Der hatte die Einstellung früherer Stasi-Mitarbeiter damit gerechtfertigt, dass er mit Sorgfalt nur solche Personen ausgewählt habe, die in Wendezeiten Bürgerrechtlern geholfen hatten.
Gauck: Stasi-Aufarbeitung wird noch "sehr lange dauern"20 Jahre nach Inkrafttreten des Stasi-Unterlagen-Gesetzes ist für den früheren Behördenleiter Joachim Gauck keine Ende der Aufarbeitung in Sicht. Man werde "auch in zehn Jahren noch damit zu tun haben, die Aufklärung voranzubringen", sagte er n-tv.de. "Die Diktatur in der DDR hat sehr lange gedauert, der Abschied wird also auch sehr lange dauern", erklärte Gauck.
Gauck: Stasi-Aufarbeitung wird noch lange dauern20 Jahre nach Inkrafttreten des Stasi-Unterlagengesetzes sagt der frühere Behördenleiter Joachim Gauck voraus, dass die Aufarbeitung noch lange dauern wird. Er könne sich gut vorstellen, dass diese auch in sieben, acht oder zehn Jahren weiter voran getrieben werden müsse: "Die Diktatur in der DDR hat sehr lange gedauert, der Abschied wird also auch sehr lange dauern", sagte Gauck n-tv.de. Er hatte von 1991 bis 2000 die Stasi-Unterlagen-Behörde geleitet.
Rapper Sido erinnert sich gerne an seine Kindheit in der DDRDer Rapper Sido hat "viele und nur gute Erinnerungen" an seine Kindheit in der DDR. "Ich hab die Probleme, die man als Erwachsener hatte, nicht mitbekommen", sagte Sido laut Vorabbericht dem Nachrichtenmagazin "Focus". Sein Vorbild in Kindertagen sei der US-Serienheld MacGyver gewesen. Mit Blick auf schlechte Erinnerungen sagte Sido, geblieben sei ein Satz, den er am meisten hasse: "Oh, is der klein."
(Im Fokus) Biograf: "Christa Wolf ist nie mit der DDR fertiggeworden"Die verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf ist aus Sicht ihres Biografen Jörg Magenau die wichtigste literarische Stimme der DDR gewesen. "Wenn irgendetwas von der DDR-Literatur bleibt, dann sind das die Bücher von Christa Wolf", sagte der Kritiker und Autor am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Als Schriftstellerin und als Person sei Wolf "nie mit der DDR fertig geworden".
Biograf: "Christa Wolf ist nie mit der DDR fertiggeworden"Die verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf ist aus Sicht ihres Biografen Jörg Magenau die wichtigste literarische Stimme der DDR gewesen. "Wenn irgendetwas von der DDR-Literatur bleibt, dann sind das die Bücher von Christa Wolf", sagte der Kritiker und Autor am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Als Schriftstellerin und als Person sei Wolf "nie mit der DDR fertiggeworden".
Honeckers Jagdresidenz wechselt für 2,5 Millionen Euro den BesitzerEinst kostete sie zig Millionen Ostmark, jetzt wechselt Erich Honeckers frühere Jagdresidenz für mehrere Millionen Euro erneut den Besitzer. Am Montag gewann die Van der Valk Hotelgruppe einen Bieterwettstreit vor dem Amtsgericht Waren, das die 14 Hektar große Immobilie in der Mecklenburgischen Seenplatte zur Versteigerung ausgeschrieben hatte. Bei 2,5 Millionen Euro erhielt Firmenchef Vincent van der Valk den Zuschlag.
Mehr wissen: "Staatsjagdgebiete" in der DDR in acht Daten- Von der Jagdresidenz am Drewitzer See in Mecklenburg-Vorpommern aus ging die DDR-Führung im Gebiet der Nossentiner Heide jagen. Von solchen "Staats- oder Sonderjagdgebieten" gab es mehrere, vor allem in der Schorfheide, auf dem Darß und an der Müritz. - Seit 1953 war im Jagdgesetz der DDR festgelegt, dass der Staat "Sonderjagdgebiete" für besondere Personen einrichten durfte.
Honeckers Häuschen wird holländischNach 20 Minuten Getuschel kommt am Montag doch noch einmal Leben in die Zwangsversteigerung im Saal 2 des Amtsgerichts von Waren/Müritz. Vincent van der Valk zischt seinem Nebenmann zu: "Wer ist dieser Typ?" Offenbar war der 48-jährige Touristikunternehmer van der Valk auf Mitbieter kaum vorbereitet und sicher, aus der Versteigerung einer Ferienanlage rund um die Jagdresidenz des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker als Gewinner hervorzugehen.
Honeckers Jagdresidenz wechselt für 2,5 Millionen Euro den BesitzerErich Honeckers frühere Jagdresidenz wechselt erneut den Besitzer. Am Montag gewann die Van der Valk Hotelgruppe einen Bieterwettstreit vor dem Amtsgericht Waren, das die 14 Hektar große Immobilie in der Mecklenburgischen Seenplatte zur Versteigerung ausgeschrieben hatte. Bei 2,5 Millionen Euro erhielt Firmenchef Vincent van der Valk den Zuschlag, etwa 640.000 Euro mehr als im Mindestgebot vorgeben war.
Van der Valk gewinnt Bieterwettstreit um Honeckers JagdresidenzDie Hotelgruppe Van der Valk hat den Bieterwettstreit um Erich Honeckers frühere Jagdresidenz am Drewitzer See (Mecklenburgische Seenplatte) für sich entschieden. Mit einem Gebot von 2,5 Millionen Euro schlug das Tourismusunternehmen am Montag auf dem Amtsgericht Waren einen unbekannt gebliebenen Mitbieter aus dem Feld. Van der Valk hatte das 14 Hektar große Wassergrundstück mit einem reetgedeckten Anwesen Honeckers und mehreren neuen Ferienhäusern bereits vom Insolvenzverwalter gepachtet.
Versteigerung von Honeckers Jagdresidenz hat begonnenDie zur Versteigerung stehende Jagdresidenz des früheren DDR-Regierungschefs Erich Honecker in der Mecklenburgischen Seenplatte bringt wohl mehr als das Mindestgebot von gut 1,8 Millionen Euro ein. Die bietende Van der Valk Hotelgruppe würde die Immobilie am Drewitzer See nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte für 2,2 Millionen Euro übernehmen. Dieses Gebot wurde am Montag von einem Vertreter der Hotelgruppe auf dem Amtsgericht Waren genannt.
Schriftsteller und Historiker S. Fischer-Fabian gestorbenDer Schriftsteller und Historiker S. Fischer-Fabian ist tot. Der 89-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Siegfried Fischer hieß, starb am Mittwoch in seinem Haus in Berg am Starnberger See, wie der Bastei Lübbe Verlag am Freitag in Köln mitteilte.
Debatte über mögliche Vorbildfunktion ehemaliger DDR-OffiziereVor dem 22. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin ist eine Debatte über die mögliche Vorbildfunktion ehemaliger DDR-Offiziere für die heutige Bundeswehr aufgekommen. Der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann lehnt eine Glorifizierung von DDR-Offizieren, die im Herbst 1989 in Berlin an der Grenzöffnung beteiligt waren, ab.DDR-Offiziere für die heutige Bundeswehr aufgekommen.
Eppelmann gegen Glorifizierung von DDR-OffizierenDer frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann hält eine Glorifizierung von DDR-Offizieren, die 1989 in Berlin an der Grenzöffnung beteiligt waren, für unangebracht. Eppelmann schrieb in einem Beitrag für "Die Zeit": "Die wahren Helden des Tages waren die couragierten Bürger der DDR." Die Nationale Volksarmee der DDR sei hingegen "nach ihrem Selbstverständnis tragende Säule der sozialistischen Diktatur und eben keine Volksarmee" gewesen.
Zur Person: Zwischen DDR und Preußen - Günter de Bruyn wird 85Die Gemütslage nach der Wende fasst Günter de Bruyn in nur zwei Sätze: "Die Nation hat schlechte Laune. Sie ist wieder vereint, aber nicht glücklich", formulierte der Schriftsteller vor zehn Jahren in einem seiner vielen Essays. Genauso treffsicher wie kritisch ist sein gesamtes Werk.
Zur Person: (Zum 1.11.) Zwischen DDR und Preußen - Günter de Bruyn wird 85Die Gemütslage nach der Wende fasst Günter de Bruyn in nur zwei Sätze: "Die Nation hat schlechte Laune. Sie ist wieder vereint, aber nicht glücklich", formulierte der Schriftsteller vor zehn Jahren in einem seiner vielen Essays. Genauso treffsicher wie kritisch ist sein gesamtes Werk.
Historiker kritisieren positives Stalin-Bild in RusslandMenschenrechtsaktivisten und Historiker werfen den staatlichen Medien in Russland vor, das Bild des früheren sowjetischen Staatschefs Josef Stalin zu verklären. Der Direktor des Boris-Jelzin-Zentrums in Moskau, Alexander Drozdov, sagte am Mittwoch, die staatlichen Fernsehsender hätten den Namen Stalin zu einer Marke gemacht. Aktuelle Meinungsumfragen zeigten, dass zwischen einem Drittel und der Hälfte der Befragten ein positives Bild von Stalins Vermächtnis hätten.
Mehr wissen: Vietnamesische VertragsarbeiterAuf Basis von Regierungsabkommen rekrutierte die DDR seit Mitte der 1960er Jahre "Vertragsarbeiter" aus Vietnam, Mosambik und anderen "sozialistischen Bruderländern". Genau wie die "Gastarbeiter" im Westen übernahmen sie häufig Tätigkeiten, für die sich nicht genügend deutsche Bewerber fanden. Bis 1989 bildeten die Vietnamesen nach Angaben der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung die größte Gruppe der in die DDR geholten Vertragsarbeiter.
Jahn ruft zur weiteren Aufarbeitung der DDR-Geschichte aufIm Streit über den Umgang mit den Stasi-Akten hat der Bundesbeauftragte Roland Jahn zum Tag der Deutschen Einheit an die Politik appelliert, sich weiter zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu bekennen. "Die Notwendigkeit der Aufklärung" werde "es ewig geben", sagte der Chef der Stasiunterlagen-Behörde der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Je besser es gelinge, die DDR-Diktatur zu begreifen, "umso besser können wir Demokratie gestalten", betonte Jahn.
(Update 2) - Zeitzeugin Merkel eröffnet Ausstellung zur Teilung im TränenpalastMit einem persönlichen Rückblick auf ihre eigenen leidvollen Erfahrungen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch im Berliner Tränenpalast eine Ausstellung zur deutschen Teilungsgeschichte eröffnet. "Ich war hier auch sehr oft mit meinen Eltern und wir haben meine Großmutter Jahr für Jahr verabschiedet", sagte die Kanzlerin mit Blick auf die frühere Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße. Die Ungewissheit über ein Wiedersehen mit der Großmutter habe sie jedes Mal "sehr, sehr traurig" gemacht.
(Update) - Merkel eröffnet Ausstellung zur deutschen TeilungsgeschichteBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittwoch im Berliner "Tränenpalast" eine Ausstellung über die Alltagserfahrungen während der deutschen Teilung eröffnet. Es sei unglaublich, wie es gelingen konnte, so eine Atmosphäre der Einschüchterung zu schaffen, sagte Merkel mit Blick auf die frühere Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße. Die Kanzlerin machte selbst schlechte Erfahrungen mit dem Gebäude.
Mehr wissen: Die Ausstellung "GrenzErfahrungen" im Tränenpalast#tab# - die Ausstellung zeichnet anhand von Originalobjekten, Dokumenten, Fotos, Ton- und Filmaufnahmen sowie biografischen Beispielen die Auswirkungen von Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen nach; - weiterer Schwerpunkt ist der Vereinigungsprozess zwischen dem Fall der Mauer am 9.
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