Irans Botschafter nennt Ölboykott der EU "feindlich"
veröffentlicht am 03.02.2012

Der iranische Botschafter in Deutschland, Ali Reza Sheik Attar, hat die europäischen Pläne für einen Ölboykott gegen sein Land als "feindliche Entscheidung" bezeichnet. "Die EU dachte, der Iran würde so in die Pleite getrieben werden können", sagte Sheik Attar den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Allerdings gingen nur zehn Prozent der Öllieferungen nach Europa.
Stuttgart/Berlin - Der iranische Botschafter in Deutschland, Ali Reza Sheik Attar, hat die europäischen Pläne für einen Ölboykott gegen sein Land als "feindliche Entscheidung" bezeichnet. "Die EU dachte, der Iran würde so in die Pleite getrieben werden können", sagte Sheik Attar den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Allerdings gingen nur zehn Prozent der Öllieferungen nach Europa. Sheik Attar forderte Deutschland auf, mäßigend auf die EU und die USA einzuwirken, "damit sie im Umgang mit Iran mehr Vernunft walten lassen".
Zugleich bestritt der Diplomat, dass sein Land den Bau von Atomwaffen anstrebt: "Der Iran ist ein religiöses Land. Laut islamischer Lehre und der Rechtsprechung großer iranischer Rechtsgelehrter sind uns Produktion, Aufbewahrung und Einsatz von Massenvernichtungswaffen wie Atombomben verboten." (© AP)
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