US-Arbeitslosenquote sinkt auf Dreijahrestief
veröffentlicht am 03.02.2012

© Bundesagentur für Arbeit
Die amerikanische Wirtschaft erholt sich weiter. Die Arbeitslosenquote sank im Januar auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren. Eine Welle von Neueinstellungen ließ die Arbeitslosigkeit auf 8,3 Prozent fallen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte.
Washington - Die amerikanische Wirtschaft erholt sich weiter. Die Arbeitslosenquote sank im Januar auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren. Eine Welle von Neueinstellungen ließ die Arbeitslosigkeit auf 8,3 Prozent fallen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Damit ging die Zahl den fünften Monat in Folge zurück. Das war zuletzt 1994 der Fall. Im Dezember 2011 lag die Quote noch bei 8,5 Prozent. Das Ergebnis ist ein positives Signal für Präsident Barack Obama, der im November auf seine Wiederwahl hofft.
Insgesamt sind in den USA damit 12,8 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Unternehmen schufen den Angaben zufolge im Januar 243.000 Jobs und damit weit mehr als erwartet. In der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche entstanden 70.000 Arbeitsplätze, in der Fertigung 50.000. Auch beim im Winter sonst eher schwachen Bausektor kamen 21.000 neue Jobs hinzu. Dabei spielte auch der milde Winter eine Rolle. Die Freizeit- und Gaststättenbranche zählte 44.000 neue Jobs, im Einzelhandel sind es fast 11.000.
Das Arbeitsministerium teilte zudem mit, dass die Wirtschaft im vergangenen Jahr 200.000 Jobs mehr geschaffen hat als ursprünglich geplant. Insgesamt waren es demnach 1,82 Millionen, nahezu doppelt so viele wie 2010. Mit den zusätzlichen Arbeitsplätzen und höheren Einkommen steigt auch die Hoffnung, dass auch die Konsumfreude der Verbraucher und das Wirtschaftswachstum zulegen werden. Positive Zahlen meldete am Freitag auch das Wirtschaftsministerium. Demnach stieg die Zahl der Aufträge an amerikanische Fabriken im Dezember um 12,1 Prozent. Dienstleistungsbetriebe stellten nach Angaben des Forschungsinstituts SMI wegen der gestiegenen Nachfrage deutlich mehr Mitarbeiter ein.
An der Börse verbreiteten die Zahlen Hoffnung. Der Aktienhandel erlebte den schnellsten Start seit 15 Jahren. Mehr Investoren glauben, dass die Wirtschaft sich nun tatsächlich erholt. Allerdings ist es noch ein langer Weg, bis die Werte von vor der Rezession 2007 erreicht werden. Damals gab es noch 5,6 Millionen Arbeitsplätze mehr.
Für Obama kommt die positive Entwicklung zur rechten Zeit. Er geht zwar wahrscheinlich mit den höchsten Arbeitslosenzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs in eine Wiederwahl. Allerdings war in der Geschichte weniger die absolute Zahl ausschlaggebend für die Chancen des Amtsinhabers, wieder das Vertrauen der Wähler zu erhalten, sondern der Trend in den zwölf bis 24 Monaten vor dem Wahltag. (© AP)




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