Iran bringt erneut kleinen Satelliten in Umlaufbahn
veröffentlicht am 03.02.2012

Der Iran hat nach eigenen Angaben am Freitag wieder einen kleinen Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Der 50 Kilogramm schwere Mikrosatellit "Navid" aus heimischer Produktion soll der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge Wetterdaten sammeln und nach möglichen Naturkatastrophen Ausschau halten. Er werde in einer Höhe von 375 Kilometern die Erde 15 Mal am Tag umrunden.
Teheran - Der Iran hat nach eigenen Angaben am Freitag wieder einen kleinen Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Der 50 Kilogramm schwere Mikrosatellit "Navid" aus heimischer Produktion soll der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge Wetterdaten sammeln und nach möglichen Naturkatastrophen Ausschau halten. Er werde in einer Höhe von 375 Kilometern die Erde 15 Mal am Tag umrunden.
Es ist der dritte Satellit, der im Zuge des ambitionierten iranischen Weltraumprogramms ins All gebracht wurde. Das Programm hat im Zusammenhang mit dem umstrittenen Atomprogramm die Sorgen der internationalen Gemeinschaft vertieft: Dieselbe Technologie, mit der Satelliten ins Weltall transportiert werden können, kann auch für das Abfeuern von Sprengköpfen verwendet werden.
Beim Start des Satelliten an unbekanntem Ort waren IRNA zufolge Außenminister Ali Akbar Salehi und Wissenschaftsminister Kamran Daneshjoo anwesend. Präsident Mahmud Ahmadinedschad grüßte telefonisch und sprach von einem Signal der Freundschaft unter den Menschen.
"Navid" dürfte etwa zwei Monate lang die Erde umrunden. Die Satelliten "Omid" 2009 und "Rasad" 2011 blieben drei Wochen beziehungsweise 82 Tage im All. "Navid" verfüge über eine verbesserte Steuerungstechnik, eine Kamera mit höherer Auflösung und Fotozellen zur Stromerzeugung, berichtete IRNA. Der Iran hat in den vergangenen Jahren mehrfach Fortschritte seines Weltraumprogramms gemeldet, die allerdings nicht von anderer Seite bestätigt wurden. 2010 verkündete Teheran den erfolgreichen Abschuss einer Rakete mit einer Maus, einer Schildkröte und Würmern an Bord. Erklärtes Ziel ist es, binnen zehn Jahren einen Menschen ins Weltall zu befördern. (© AP)




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