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XETRA-START/Vor "Payrolls" wechseln Anleger an die Seitenlinie

veröffentlicht am 03.02.2012


Stagnation vor dem Highlight der Woche herrscht am Freitag an den Finanzmärkten. Ob Euro, Aktien, Bundesanleihen, Öl oder Gold - alle Anlageklassen treten mehr oder weniger auf der Stelle. "Man möchte heute nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, wenn die Payrolls bekannt gegeben werden", bringt Metzler das Geschehen präzise auf den Punkt.

 

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Frankfurt - Stagnation vor dem Highlight der Woche herrscht am Freitag an den Finanzmärkten. Ob Euro, Aktien, Bundesanleihen, Öl oder Gold - alle Anlageklassen treten mehr oder weniger auf der Stelle. "Man möchte heute nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, wenn die Payrolls bekannt gegeben werden", bringt Metzler das Geschehen präzise auf den Punkt.


Gegen 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Arbeitsministerium den Bericht zur Beschäftigung im Januar. "Payrolls" werden sie im Börsen-Jargon genannt. Die Zahlen sind einer der wichtigsten Impulsgeber für die weltweiten Finanzmärkte. Und somit für die Investoren ein nicht zu unterschätzendes Risiko.


Nachdem das Weihnachtsgeschäft den Arbeitsmarkt in den USA vorübergehend auf Touren gebracht hatte, dürfte das Jobwachstum im Januar wieder eine langsamere Gangart einschlagen. Volkswirte erwarten, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Januar um 125.000 zugenommen hat. Im Dezember war die Beschäftigung um 200.000 Jobs gewachsen.


Ein Großteil der Wirtschaftsleistung in den USA hängt vom privaten Konsum ab. Die Kaufneigung der Verbraucher wiederum macht sich vor allem daran fest, wie sie ihre persönliche Arbeitsplatzsicherheit einschätzen. Ein robuster Arbeitsmarkt fördert also den privaten Verbrauch. Davon profitieren die Gewinne der Unternehmen. Und diese sind die entscheidende Stellschraube für die Aktienmärkte.


Der DAX liegt mit 6.640 Punkten um 15 Zähler unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Die Kursausschläge der 30 DAX-Titel sind minimal. Sollten im Januar in den USA deutlich mehr Stellen geschaffen worden sein als erwartet, könnten die Börsen die Rally fortsetzen. Denn eine immer robustere US-Wirtschaft würde die konjunkturellen Risiken der Schuldenkrise in der Eurozone etwas abmildern. Am Rentenmarkt könnten die Kurse in diesem Fall nachgeben. Kommt die Konjunktur in Schwung, nehmen die Erwartungen steigender Zinsen zu.


Am deutschen Aktienmarkt ist es ruhig. Positive Analystenkommentare gibt es zur Aktie von Sky Deutschland. Die Aktie, die bereits am Vortag um fast 20 Prozent nach oben gesprungen war, steigt um weitere 5 Prozent. Das Unternehmen hat am Donnerstag überraschend gute Geschäftsergebnisse veröffentlicht. Analysten nennen nun Kursziele knapp unter 3 Euro. Es ist also noch viel Platz bis zu den Kurszielen der Analysten. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9% beteiligt.


Papiere der Deutschen Bank verlieren nach den enttäuschenden Quartalszahlen vom Donnerstag nochmals 2 Prozent.  (© Dow Jones)



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