Entführter Deutscher im Jemen: Bundesregierung schaltet sich ein

veröffentlicht am 01.02.2012


Nach der Entführung eines Deutschen und fünf weiterer Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Jemen bemüht sich das Auswärtige Amt um deren Freilassung. "Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung", sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch in Berlin. Das Krisenreaktionszentrum und die deutsche Botschaft in Jemens Hauptstadt Sanaa stünden "mit allen relevanten Stellen" im engen Kontakt.

 

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Berlin/Sanaa - Nach der Entführung eines Deutschen und fünf weiterer Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Jemen bemüht sich das Auswärtige Amt um deren Freilassung. "Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung", sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch in Berlin. Das Krisenreaktionszentrum und die deutsche Botschaft in Jemens Hauptstadt Sanaa stünden "mit allen relevanten Stellen" im engen Kontakt. Ob dazu auch die Entführer gehören, wollte sie ebenso wenig kommentieren wie Herkunft und Alter des Deutschen.


Die sechs Entwicklungshelfer waren am Dienstag verschleppt worden. Die Entführer aus der Provinz Al Mahwit fordern die Freilassung von Stammesmitgliedern aus dem Gefängnis. Neben dem Deutschen wurden eine Irakerin, eine Palästinenserin, ein Kolumbianer und zwei Jemeniten gekidnappt, wie der Vorsitzende des örtlichen Gemeinderats erklärte. Ein UN-Vertreter im Jemen bestätigte die Entführung.


Im Jemen kommt es immer wieder zu Entführungen, um Zugeständnisse von der Regierung zu erpressen. Die meisten Geiselnahmen enden unblutig.  (© AP)



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