Airlines wollen Gewerkschaft der Flugsicherung verklagen

veröffentlicht am 28.01.2012


Der Gewerkschaft der Flugsicherung GdF droht wegen des Arbeitskampfes der Fluglotsen im Herbst 2011 eine Schadenersatzklage in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Lufthansa, Air Berlin und Ryanair hätten die Klage von einem gemeinsamen Rechtsanwalt vorbereiten lassen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab.

 

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Frankfurt/Main - Der Gewerkschaft der Flugsicherung GdF droht wegen des Arbeitskampfes der Fluglotsen im Herbst 2011 eine Schadenersatzklage in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Lufthansa, Air Berlin und Ryanair hätten die Klage von einem gemeinsamen Rechtsanwalt vorbereiten lassen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab.


Zwar wurde während des Tarifstreits letztlich gar nicht gestreikt, weil der Konflikt mit einer Schlichtung beigelegt wurde. Aber allein wegen der Streikdrohung der Lotsen hätten die Fluggäste massenhaft ihre Buchungen storniert, heißt es dem Blatt zufolge in der Klageschrift. Die Arbeitskampftaktik der Lotsen sei "wirtschaftlich gezielt" gegen die Airlines gerichtet gewesen und hätte wie eine "partielle Betriebsblockade" gewirkt.


Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte die Klage. "Wir waren in diesem Tarifstreit unbeteiligte Dritte, haben aber einen massiven Schaden erlitten", sagte sie der Zeitung.


Die Fluglotsengewerkschaft zeigte sich empört. "Wenn diese Klage Erfolg hat, dann können wir das Streikrecht in diesem Land gleich abschaffen", sagte ein GdF-Sprecher dem Baltt. Dass die Gewerkschaft zahlen müsse für einen Streik, der nie stattgefunden habe, sei absurd.  (© AP)



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