Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
veröffentlicht am 26.01.2012

67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern die Abgeordneten des Bundestags am Freitag (09.00 Uhr) in einer Gedenkstunde an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eröffnet die Sitzung, an der auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland, Polen, Frankreich und anderen Ländern teilnehmen. Die Gedenkrede hält der Literaturkritiker und Überlebende des Warschauer Gettos, Marcel Reich-Ranicki.
Berlin - 67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern die Abgeordneten des Bundestags am Freitag (09.00 Uhr) in einer Gedenkstunde an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eröffnet die Sitzung, an der auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland, Polen, Frankreich und anderen Ländern teilnehmen. Die Gedenkrede hält der Literaturkritiker und Überlebende des Warschauer Gettos, Marcel Reich-Ranicki.
Der 91-jährige Sohn jüdischer Eltern aus Deutschland und Polen lebte von 1929 bis 1938 in Berlin und wurde dann nach Warschau deportiert. Im Warschauer Getto arbeitete er als Übersetzer. Seine Eltern wurden im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Mit seiner 2011 verstorbenen Frau lebte Reich-Ranicki bis zum Kriegsende im Untergrund. Von seiner Familie überlebte nur noch eine Schwester den Holocaust.
Vor 65 Jahren befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz westlich von Krakau. Der Jahrestag am 27. Januar 1945 wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" erklärt. Seitdem findet alljährlich im Bundestag eine Gedenkstunde mit Zeitzeugen als Gastrednern statt. (© AP)




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