Ver.di will Bündnis zur Rettung der über 30.000 Schlecker-Stellen

veröffentlicht am 25.01.2012


Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will mit einem Bündnis von Lieferanten und Kunden um die mehr als 30.000 Jobs bei der insolventen Drogeriekette Schlecker kämpfen. "Es sind nicht die Beschäftigten, die die finanzielle Misere von Schlecker verursacht haben", sagte Bundesvorstands-Mitglied Stefanie Nutzenberger am Mittwoch in Berlin. Sie forderte Firmengründer Anton Schlecker zu "Klarheit und Wahrheit" auf.

 

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Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will mit einem Bündnis von Lieferanten und Kunden um die mehr als 30.000 Jobs bei der insolventen Drogeriekette Schlecker kämpfen. "Es sind nicht die Beschäftigten, die die finanzielle Misere von Schlecker verursacht haben", sagte Bundesvorstands-Mitglied Stefanie Nutzenberger am Mittwoch in Berlin. Sie forderte Firmengründer Anton Schlecker zu "Klarheit und Wahrheit" auf. Die Drogeriekette hatte am Montag offiziell ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt.


Bislang habe ver.di noch keine konkreten Gespräche mit dem Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz geführt, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Es stehe auch noch kein Termin fest, aber ein Treffen sei "in naher Zukunft" geplant, sagte sie.


Ver.di appellierte an die Kunden, Schlecker die Treue zu halten. Die Gewerkschaft forderte die Lieferanten auf, Schlecker weiter mit Ware zu beliefern. Der Unilever-Konzern hat bereits die Lieferungen eingestellt. Geiwitz hatte direkt nach seiner Bestellung am Montag Gespräche mit Lieferanten angekündigt.


Die Gewerkschaft verlangte von Anton Schlecker "Klarheit gegenüber den Beschäftigten und die Wahrheit über seine Vermögensverhältnisse". Die Zeit der Ungewissheit für die Schlecker-Mitarbeiter müsse ein Ende haben, erklärte Nutzenberger.


Schlecker will das Unternehmen mit einer Plan-Insolvenz unter Einbeziehung des Managements retten. Eine Entscheidung darüber wird erst in einigen Monaten erwartet.  (© AP)



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