Polens Regierung berät Umgang mit Hackerangriff
veröffentlicht am 23.01.2012

Die polnische Regierung hat eine Sondersitzung wegen jüngster Hackerangriffe auf die Internetseiten des Ministerpräsidenten und des Parlaments angekündigt. Der Minister für öffentliche Verwaltung und Digitalisierung, Michal Boni, sagte am Montag in einem Radiointerview, Ministerpräsident Donald Tusk wolle sich am Nachmittag mit einigen Ministern treffen, um ein weiteres Vorgehen zu beraten.
Warschau - Die polnische Regierung hat eine Sondersitzung wegen jüngster Hackerangriffe auf die Internetseiten des Ministerpräsidenten und des Parlaments angekündigt. Der Minister für öffentliche Verwaltung und Digitalisierung, Michal Boni, sagte am Montag in einem Radiointerview, Ministerpräsident Donald Tusk wolle sich am Nachmittag mit einigen Ministern treffen, um ein weiteres Vorgehen zu beraten.
Die Hackergruppe Anonymous protestierte mit den Angriffen gegen die geplante Unterzeichnung des internationalen Urheberrechtsabkommens Acta durch die polnische Regierung. Viele Regierungsseiten, einschließlich der Seiten des Ministerpräsidenten und des Parlaments, waren über das Wochenende überlastet. Auch am Montag waren einige Seiten noch nicht wieder zugänglich. Anonymous hatte eine Zugriffsflut simuliert und dadurch das System zum Absturz gebracht, berichtete die Zeitung "Rzeczpospolita".
In einer über Twitter verbreiteten Nachricht hieß es: "Verehrte polnische Regierung, wir werden weiterhin bis zum 26. (Januar) den Betrieb der Regierungsseiten stören. Beschließen Sie nicht das Acta". Nach Ansicht von Anonymous könnte das Urheberrechtsabkommen zu Zensur im Internet führen.
Das Abkommen soll den Schutz geistigen Eigentums harmonisieren. Es betrifft neben Veröffentlichungen im Internet auch Arzneimittelfälschungen oder nachgemachte Markenhandtaschen. Polen hat angekündigt, das Abkommen am kommenden Donnerstag zu unterzeichnen, jedoch war am Montag unklar, ob an den Plänen angesichts des Hackerangriffs festgehalten werden kann. (© AP)




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