Hessen will schnelles Konzept für Manroland in Offenbach
veröffentlicht am 20.01.2012

Die hessische Landesregierung will möglichst schnell mit dem Insolvenzverwalter des zerschlagenen Druckmaschinenherstellers Manroland über Hilfen zur Rettung des Standorts Offenbach sprechen. Wenn ein tragfähiges Konzept für das Werk vorliege, könnten bereits am Montag Gespräche geführt werden, teilte das hessische Wirtschaftsministerium am Freitag in Wiesbaden mit. In Offenbach sowie in Augsburg und Plauen sind Massenentlassungen geplant, um die Existenz der weltweiten Nummer Drei der Branche zu sichern.
Wiesbaden/Offenbach - Die hessische Landesregierung will möglichst schnell mit dem Insolvenzverwalter des zerschlagenen Druckmaschinenherstellers Manroland über Hilfen zur Rettung des Standorts Offenbach sprechen. Wenn ein tragfähiges Konzept für das Werk vorliege, könnten bereits am Montag Gespräche geführt werden, teilte das hessische Wirtschaftsministerium am Freitag in Wiesbaden mit. In Offenbach sowie in Augsburg und Plauen sind Massenentlassungen geplant, um die Existenz der weltweiten Nummer Drei der Branche zu sichern.
Im sächsischen Plauen forderten lokale Politiker Insolvenzverwalter Werner Schneider auf, mehr als nur 300 der ursprünglich gut 800 Arbeitsplätze zu erhalten. Angesichts einer höheren Arbeitslosenquote als in Augsburg und Offenbach löse der Verlust der Manroland-Stellen in Plauen "wesentlich stärkere existenzielle Ängste" aus, schrieben Oberbürgermeister und Landrat in einem Brief an Schneider. Das Werk Plauen soll ausgelagert werden.
Am Standort Offenbach, den das Management mit einem Investor sanieren will, sollen rund 1.000 der jetzt 1.760 Beschäftigten ihren Job verlieren. Im Werk Augsburg, das die Lübecker Possehl-Gruppe übernommen hat, fallen 1.000 von zuletzt 2.400 Stellen weg. Der Insolvenzverwalter hatte die Zerschlagung von Manroland am Mittwoch angekündigt. (© AP)




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