Lufthansa-Aufsichtsratschef bezeichnet neues Sparprogramm als essenziell

veröffentlicht am 20.01.2012


Deutschlands größte Airline muss nach Einschätzung ihres Aufsichtsrats sparen. Lufthansa sei derzeit nicht in der Lage, genügend Cashflow zu schaffen, um die notwendigen Zukunftsinvestitionen ohne eine weitere und inakzeptable Verschuldung zu finanzieren, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Weber nach Angaben des Unternehmens den Führungskräften des Konzerns.

 

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Frankfurt - Deutschlands größte Airline muss nach Einschätzung ihres Aufsichtsrats sparen. Lufthansa sei derzeit nicht in der Lage, genügend Cashflow zu schaffen, um die notwendigen Zukunftsinvestitionen ohne eine weitere und inakzeptable Verschuldung zu finanzieren, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Weber nach Angaben des Unternehmens den Führungskräften des Konzerns.


Aus diesem Grund bezeichnete Weber das vom Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz Ende 2011 angekündigte Sparprogramm als "essenziell" für die Zukunft des Unternehmens. Franz hatte seinerzeit keine Angaben zum geplanten Einsparvolumen gemacht. Details dazu aber für das erste Quartal zugesagt. Der Vorstandsvorsitzende hatte die Sparmaßnahmen damit begründet, dass Lufthansa den Wettbewerb durch die Low-Cost-Airlines im Europaverkehr und die Mitbewerber auf der Langstrecke künftig noch "viel stärker" zu spüren bekomme und sich darauf einstellen müsse.


Das sieht auch der Aufsichtsrat so. Weber zufolge benötigt Lufthansa ein finanzielles Polster - beispielsweise für den Kauf neuer Flugzeuge. In den kommenden sieben Jahren erhält die Airline mehr als 160 neue Flugzeuge mit einem Listenpreis von 17 Milliarden Euro. "Das will verdient sein und finanziert werden", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende.


Abgesehen vom Sparen plädiert Weber auch für eine Steigerung des Ergebnisses. Es gehe darum, noch ernsthafter die vorhandenen Synergien des Verbunds zu heben und Prozesse zu optimieren. Das bedeute, standfest zu sein und zugleich agil zu handeln, flexibel zu reagieren, Chancen auszuloten und diese zu ergreifen.  (© Dow Jones)



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