IKEA macht trotz Wirtschaftskrise zehn Prozent Gewinn
veröffentlicht am 20.01.2012

Der schwedische Möbelkonzern IKEA macht ungeachtet der wirtschaftlichen Unsicherheit in einigen Märkten weiter Gewinne. IKEA konnte seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um 10,3 Prozent steigern. Der Gewinn im Finanzjahr 2010/2011 betrug 2,97 Milliarden Euro, der Umsatz stieg um 6,9 Prozent auf 25,17 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab.
Zaventem - Der schwedische Möbelkonzern IKEA macht ungeachtet der wirtschaftlichen Unsicherheit in einigen Märkten weiter Gewinne. IKEA konnte seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um 10,3 Prozent steigern. Der Gewinn im Finanzjahr 2010/2011 betrug 2,97 Milliarden Euro, der Umsatz stieg um 6,9 Prozent auf 25,17 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Seit Beginn des neuen Finanzjahrs im September habe der Absatz weiter zugelegt, erklärte der IKEA-Vorsitzende Mikael Ohlsson.
Besonders in den Ländern, die von der Finanzkrise betroffen waren, konnte sich IKEA steigern, so zum Beispiel in Griechenland. In den vergangenen zehn Jahren hat der schwedische Möbelhändler in Russland und China investiert, jedoch macht IKEA noch immer 79 Prozent des Umsatzes in Europa. In den kommenden Jahren will IKEA in Serbien und Kroatien Märkte öffnen und in Südkorea hat der Konzern bereits Bauland gekauft.
Ein weiteres Langzeitprojekt ist die geplante Eröffnung von Märkten in Indien. Ohlsson sagte, die Menschen zögen dort zunehmend in die Städte und hätten ein besseres Einkommen, sodass sie auf der Suche nach preiswerten Möbeln seien. Vergangene Woche schaffte das indische Wirtschaftsministerium ein wichtiges Investitionshemmnis aus dem Weg: Nun darf IKEA dort Land erwerben und Möbelhäuser bauen, die dann auch zu 100 Prozent der Firma gehören.
Zur Philosophie von IKEA gehört neben dem Besitz der Kaufhäuser auch die Tatsache, dass die Firma keine Aktiengesellschaft ist. Das schützt sie nicht nur vor Übernahme oder Zerschlagung, sondern erlaubt auch Investitionen, die sich nicht sofort rentierten. IKEA gehört einer Stiftung, die weitgehend von der Familie des 85-jährigen Firmengründers Ingvar Kamprad kontrolliert wird.
Besonders stolz ist IKEA auf sein Umweltengagement. So gewinnt beispielsweise das Möbelhaus in Zaventem vor den Toren Brüssels 20 Prozent seines Stroms aus Solarzellen und eine Berliner IKEA-Filiale wird mit dem Kühlwasser eines Kraftwerks beheizt. 2010 gelang es, die Verpackung des viel verkauften Sofas Ektorp um die Hälfte zu verkleinern. Ohlsson rechnete vor, dass damit 7.477 Lastwagen weniger fahren müssten, was einer Ersparnis von 4.700 Tonnen Kohlendioxidemission entspricht. (© AP)




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