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24. August 2009

Opel-Belegschaft will vor US-Botschaft demonstrieren



Berlin - Die Opel-Belegschaft fordert noch in dieser Woche eine Entscheidung darüber, wem der deutsche Autobauer in Zukunft gehört. Sollte der Mutterkonzern General Motors (GM) aber weiter auf Zeit setzen, wollen die Mitarbeiter vor der US-Botschaft in Berlin ihrem Ärger Luft machen. Der amerikanische Staat ist GM-Mehrheitsaktionär. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle kritisierte am Montag die Verhandlungsstrategie der Bundesregierung. Sie habe sich auf den Bieter Magna festgelegt und so im Übernahmekampf erpressbar gemacht.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Opel, Klaus Franz, sagte: «Unsere Geduld ist absolut am Ende.» Wenn General Motors bis Ende der Woche keine Entscheidung treffe, werde die Belegschaft aktiv. «Dann wird es sicherlich auch spektakuläre Maßnahmen von uns geben», sagte Franz im Deutschlandfunk. Wie «Bild.de» unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet, wird bereits eine Großdemonstration vor der US-Botschaft vorbereitet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatten am Wochenende auch bei der US-Regierung auf eine rasche Entscheidung gedrungen. In dieser Woche treffen sich Bund und Länder erneut mit einem Vorstandsmitglied des GM-Mutterkonzerns in Berlin, um über den geplanten Verkauf zu sprechen, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte. Er bestritt, dass die Hängepartie inzwischen schon die deutsch-amerikanischen Beziehungen insgesamt belastet.

Zur jüngsten Bitte von General Motors nach mehr Auskünften zu den deutschen Staatsgarantien sagte Wilhelm, die Bundesregierung habe bereits sämtliche Details in einem Brief übermittelt. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», betonte der Sprecher.  weiterlesen >>


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