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Westerwelle: Regierung macht sich im Opel-Poker erpressbar

veröffentlicht am 24.08.2009


FDP-Chef Guido Westerwelle hat die Festlegung der Bundesregierung auf den Bieter Magna im Opel-Übernahmepoker scharf kritisiert. «Man verschlechtert doch die eigene Verhandlungsposition, wenn man sich einseitig fesselt und erpressbar und abhängig macht», sagte Westerwelle am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin. «Das ist schlecht für die Arbeitsplätze und schlecht für den Steuerzahler.»

 

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Berlin - FDP-Chef Guido Westerwelle hat die Festlegung der Bundesregierung auf den Bieter Magna im Opel-Übernahmepoker scharf kritisiert. «Man verschlechtert doch die eigene Verhandlungsposition, wenn man sich einseitig fesselt und erpressbar und abhängig macht», sagte Westerwelle am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin. «Das ist schlecht für die Arbeitsplätze und schlecht für den Steuerzahler.»


Es werde fälschlicherweise der Eindruck erweckt, Magna sei «aus christlicher Nächstenliebe an unserem deutschen Standort» interessiert. Der kanadische Zulieferer habe aber «ein knallhartes eigenes Wirtschaftsinteresse, ausdrücklich auch mit strategischen russischen Interessen im Hintergrund», sagte Westerwelle. «Deswegen ist es auch ein Fehler, dass man sich einseitig bindet.»


Die Bundesregierung favorisiert im Ringen um die Opel-Rettung das Angebot eines Konsortiums, an dem neben Magna auch die russische Sberbank und der russische Autohersteller GAZ beteiligt sind. Zweiter Bieter ist der belgische Finanzinvestor RHJI, dessen Konzept von der deutschen Politik vehement abgelehnt wird. Der Opel-Mutterkonzern hat sich noch nicht für eins der beiden Übernahmemodelle entschieden.  (© AP)



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