Tschechien sträubt sich gegen Beitrag zu IWF-Aufstockung
veröffentlicht am 18.01.2012

Tschechien will sich nicht mit 3,5 Milliarden Euro an der Aufstockung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Kampf gegen die europäische Schuldenkrise beteiligen. Der Beitrag zu den Bemühungen der Europäischen Union, die insgesamt 200 Milliarden Euro für den IWF anstrebt, müsse deutlich niedriger sein, erklärte Ministerpräsident Petr Necas am Mittwoch in Prag. Eine Entscheidung der tschechischen Regierung wird in der kommenden Woche erwartet.
Prag - Tschechien will sich nicht mit 3,5 Milliarden Euro an der Aufstockung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Kampf gegen die europäische Schuldenkrise beteiligen. Der Beitrag zu den Bemühungen der Europäischen Union, die insgesamt 200 Milliarden Euro für den IWF anstrebt, müsse deutlich niedriger sein, erklärte Ministerpräsident Petr Necas am Mittwoch in Prag. Eine Entscheidung der tschechischen Regierung wird in der kommenden Woche erwartet.
Staatspräsident Václav Klaus, ein erklärter Euroskeptiker, lehnt das Vorhaben ab, Notenbankchef Miroslav Singer hat es als "absurd" bezeichnet. So verfügen die besonders von der Krise bedrohten Länder Spanien und Italien über mehr Geld als Tschechien. Dass ein ärmeres EU-Mitglied Finanzmittel für wohlhabendere Staaten bereitstellen soll, wird insbesondere in Tschechien kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt, weil das Land gar nicht der Eurozone angehört.
Necas äußerte sich zudem vorsichtig in Bezug auf einen neuen Europäischen Vertrag der 17 Eurostaaten. Dieser würde den Bürokraten in Brüssel eine größere Aufsicht über die Haushalte geben. Die Regierung werde ein landesweites Referendum über die Teilnahme an einem solchen Vertrag vorschlagen, sagte der Ministerpräsident. (© AP)




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