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Europas Börsen mittags nach guten PMI-Konjunkturindizes fest

veröffentlicht am 21.08.2009


Fest zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Freitagmittag. Nach verhaltenem Start haben die Kurse europaweit angezogen. Der Euro-Stoxx-50 baut seine Gewinne aus und steigt gegen 12.17 Uhr um 1,7% oder 44 auf 2.708 Zähler.

 

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Frankfurt - Fest zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Freitagmittag. Nach verhaltenem Start haben die Kurse europaweit angezogen. Der Euro-Stoxx-50 baut seine Gewinne aus und steigt gegen 12.17 Uhr um 1,7% oder 44 auf 2.708 Zähler. Der Stoxx-50 legt um 1,2% oder 27 auf 2.362 Punkte zu. "Die Konjunkturdaten zeigen, dass Europa bei der weltweiten Konjunkturerholung nicht allzu weit hinter den USA zurückbleiben dürfte", meint ein Händler. So hätten sich die Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus der Eurozone der Expansionsschwelle von 50 stark angenähert oder diese sogar überschritten. "Auch der feste Euro lässt darauf schließen, dass Geld in den Euroraum und somit auch in Aktien fließt", so der Händler weiter.


Damit haben die Märkte die Belastung durch die asiatischen Börsen gut weggesteckt. In Fernost wurden die Kurse von der Meldung belastet, dass die chinesische Regierung offenbar die Kapitalanforderungen an Banken verschärfen möchte. Händler verweisen jedoch auf die gute Liquiditätslage bei den Anlegern: "Geld ist jedenfalls da, wie die gute Aufnahme der UBS-Platzierung gestern gezeigt hat", kommentierte ein Marktteilnehmer. Vom kleinen Verfalltermin an den europäischen Terminbörsen gehe nur wenig Einfluss auf die Märkte aus. Technische Analysten sehen den Euro-Stoxx-50 gut unterstützt bei 2.680 Punkten.


Neue Konjunkturlust ist nach den guten Einkaufsmanagerindizes aus Europa in die Märkte zurückgekehrt. "Die letzten Indikatoren aus den USA waren vielleicht zu kritisch auf uns übertragen worden", sagt ein Händler. Die Wirtschaft der Eurozone dürfte nach einer einjährigen Rezession stattdessen kurz davor stehen, wieder auf Wachstumskurs zu gehen. Darauf haben die August-Ergebnisse der monatlichen Umfrage hingewiesen. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbes stieg auf 47,9 Punkte von 46,3 im Juli und erreichte den höchsten Stand seit vierzehn Monaten.


Dass die Konjunktur das Thema der Stunde ist, belegt denn auch der Blick auf die Profiteure der Aufwärtsbewegung: Mit Automobilbau, Bau und Industriegüter-Herstellern und den Airlines sind stark zyklische Titel am meisten gesucht. Der Sektorindex der Industriewerte legt um 1,1% zu, der Index der Autohersteller um 2%. Bei den Airlines fallen British Airways mit 4,8% Kursplus auf.


Auch die mit Konjunkturwerten nahezu gleichlaufenden Finanztitel legen weiter zu. Banken steigen um 1,1%, der Versicherungs-Sektor um 1,6%. Bei den Versicherern liegen Allianz, ING und Aviva jeweils über 2% im Plus. Bei den Banken führen UBS die Gewinnerliste mit 5,1% Plus auf 18,39 CHF an. "Nach der erfolgreichen Platzierung der Schweizer Staatsbeteiligung von gestern ist jeder Druck aus der Aktie genommen", sagt ein Händler.


Bei den Autowerten sehen Händler in dem Auslaufen der Abwrackprämien in den USA keine Belastung. "Die deutschen Konzerne haben nicht in dem Ausmaß von den Prämien profitiert, dass sie nun den schwachen Kursen der japanischen Hersteller folgen sollten", sagt ein Händler. Daimler legen 1,6% zu, BMW geben 0,5% ab. Selbst Renault geraten trotz ihrer Beteiligung an Nissan Motor nicht unter Druck und steigen um 2,1%.  (© Dow Jones)


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