Bundesjustizministerium lässt NS-Geschichte aufarbeiten
veröffentlicht am 11.01.2012

Nach den Bemühungen in mehreren Bundesministerien will jetzt auch das Justizressort seine NS-Geschichte aufarbeiten. Dazu setzte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine Historikerkommission ein, wie ein Sprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte. Beauftragt worden seien der Historiker Manfred Görtemaker von der Universität Potsdam und der Strafrechtler Christoph Safferling von der Universität Marburg.
Berlin - Nach den Bemühungen in mehreren Bundesministerien will jetzt auch das Justizressort seine NS-Geschichte aufarbeiten. Dazu setzte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine Historikerkommission ein, wie ein Sprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte. Beauftragt worden seien der Historiker Manfred Görtemaker von der Universität Potsdam und der Strafrechtler Christoph Safferling von der Universität Marburg. Bei der Betrachtung soll es nun auch um das Ministeriumspersonal nach dem Krieg gehen.
Für den 26. April ist ein wissenschaftliches Symposium geplant, bei dem es um eine erste Bestandsaufnahme gehen soll. In den vergangenen Jahren hatten sich nach Angaben der Bundesregierung das Auswärtige Amt, das Verteidigungsministerium, das Finanzministerium und das Wirtschaftsministerium mit der Aufarbeitung der NS-Zeit in ihren Häusern befasst. Außerdem gibt es Forschungsprojekte der nachgeordneten Bundesbehörden wie beim Bundesnachrichtendienst (BND), beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und beim Bundeskriminalamt (BKA). (© AP)
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