Trittin: Verzicht auf Neuwahl im Saarland ist "ganz schlechter Stil"
veröffentlicht am 10.01.2012

Die Grünen halten einen Verzicht auf eine Neuwahl im Saarland für unanständig. "Es ist ganz schlechter politischer Stil, sich aus Angst vor Machtverlust vor dem Wähler davonzustehlen", sagte Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Nach dem Aus der dortigen Koalition aus CDU, FDP und Grünen sei eindeutig eine Neuwahl nötig.
Berlin - Die Grünen halten einen Verzicht auf eine Neuwahl im Saarland für unanständig. "Es ist ganz schlechter politischer Stil, sich aus Angst vor Machtverlust vor dem Wähler davonzustehlen", sagte Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Nach dem Aus der dortigen Koalition aus CDU, FDP und Grünen sei eindeutig eine Neuwahl nötig. "Alles andere heißt, die demokratische Kultur des Landes mit Füßen zu treten", sagte Trittin. Er fürchte allerdings, dass die SPD sehr schnell an die Regierung wolle und sich deshalb ohne vorherige Wahlen auf eine Koalition mit der CDU einlassen werde.
Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte das Bündnis mit FDP und Grünen vor wenigen Tagen vorzeitig aufgekündigt und diesen Schritt mit den internen Zerwürfnissen der Liberalen begründet. (© AP)
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