Sauerland-Prozess in Düsseldorf fortgesetzt

veröffentlicht am 20.08.2009


Der mutmaßliche Sauerland-Terrorist Atilla Selek wollte nach eigener Aussage nicht weiter in die geplanten Anschläge eingebunden werden als durch die Zünderbeschaffung. Er habe keinesfalls auch Wasserstoffperoxid besorgen wollen, sagte Selek am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Das habe er dem mutmaßlichen Rädelsführer Fritz Gelowicz angedeutet: «Und er hat das auch so verstanden».

 

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Düsseldorf - Der mutmaßliche Sauerland-Terrorist Atilla Selek wollte nach eigener Aussage nicht weiter in die geplanten Anschläge eingebunden werden als durch die Zünderbeschaffung. Er habe keinesfalls auch Wasserstoffperoxid besorgen wollen, sagte Selek am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Das habe er dem mutmaßlichen Rädelsführer Fritz Gelowicz angedeutet: «Und er hat das auch so verstanden».


Auch von der Anmietung eines Ferienhauses für den Bombenbau habe er nicht vorher gewusst, betonte Selek. Er habe auch nicht dorthin gehen und bei den weiteren Vorbereitungen helfen wollen. Der Angeklagte räumte aber ein, die Beschaffung der Zünder als seinen Teil der Vorbereitungen angesehen zu haben.


Über seinen Kontakt zu Mevlüt K., der ihm bei der Zünderbeschaffung geholfen haben soll, sagte Selek, dieser habe viele für die Gruppe wichtige Informationen gehabt. «Die Informationen waren sehr nützlich.» Daher habe er diese ebenfalls an die Gruppe in Deutschland weitergegeben. Gegen K. hat der Bundesgerichtshof in der vergangenen Woche Haftbefehl wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung erlassen.  (© AP)



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