Ägyptische Christen feiern erstes Weihnachten seit Sturz Mubaraks
veröffentlicht am 07.01.2012

Die koptischen Christen in Ägypten haben am Samstag ihr erstes Weihnachtsfest seit dem Sturz des früheren Präsidenten Husni Mubarak gefeiert. Die Feierlichkeiten wurden begleitet von der Angst vor einem wachsenden Einfluss von Islamisten im Land. Im vergangenen Jahr war die Gewalt gegen koptische Christen eskaliert.
Kairo - Die koptischen Christen in Ägypten haben am Samstag ihr erstes Weihnachtsfest seit dem Sturz des früheren Präsidenten Husni Mubarak gefeiert. Die Feierlichkeiten wurden begleitet von der Angst vor einem wachsenden Einfluss von Islamisten im Land. Im vergangenen Jahr war die Gewalt gegen koptische Christen eskaliert. Wegen der wiederholten Angriffe auf die Minderheit waren die Sicherheitskräfte des Landes bereits am Vorabend der Feierlichkeiten in Alarmbereitschaft.
In einem im Staatsfernsehen übertragenen Gottesdienst lobte der koptische Papst Schenuda III. am Freitagabend einige islamistische Führer, die zur Entspannung der Lage an der Veranstaltung teilgenommen hatten. Auch einige Mitglieder des regierenden Militärrats in Ägypten waren zur Verärgerung einiger Gemeindemitglieder zugegen. Während des Gottesdiensts riefen einige Teilnehmer: "Nieder mit der Militärherrschaft!", bevor sie von anderen zum Schweigen gebracht wurden.
Die Kopten stellen etwa zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung von insgesamt etwa 85 Millionen.Koptische Christen werfen der muslimischen Mehrheit seit Jahren Diskriminierung vor. (© AP)




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