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Benedikt XVI. formt nächstes Konklave zur Wahl seines Nachfolgers

veröffentlicht am 06.01.2012


Mit der Ernennung von 22 neuen Kardinälen hat Papst Benedikt XVI. entscheidenden Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers genommen. Die Hälfte aller wahlberechtigten Kardinäle verdanken mittlerweile ihren Posten dem amtierenden Oberhaupt der katholischen Kirche.

 

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Rom - Mit der Ernennung von 22 neuen Kardinälen hat Papst Benedikt XVI. entscheidenden Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers genommen. Die Hälfte aller wahlberechtigten Kardinäle verdanken mittlerweile ihren Posten dem amtierenden Oberhaupt der katholischen Kirche. Mit der Ernennung am Freitag formte Benedikt XVI. weiter an der Zusammensetzung des nächsten Konklaves.


16 der 22 neu ernannten Kardinäle sind Europäer, allein aus Italien stammen sieben der künftigen Würdenträger. Unter den Nominierten sind auch zwei Deutsche. Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki und der katholische Theologen Karl Josef Becker sollen gemeinsam mit 20 weiteren Geistlichen am 18. Februar bei einer offiziellen Zeremonie in ihr Amt erhoben werden. Zu den weiteren neuen Amtsträgern zählen Geistliche aus unter anderem New York, Prag, Toronto und Hongkong.


Erzbischof Woelki wertete seine Ernennung in das Kardinalskollegium als "große Ehre". Der Papst würdige damit "nur wenige Monate nach seinem Besuch im Erzbistum Berlin auch die Bedeutung von Berlin als der deutschen Hauptstadt und Sitz der Bundesregierung", erklärte Woelki laut einer Mitteilung auf der Internetseite des Erzbistums Berlin.


Papst Benedikt hatte bei seinem Deutschlandbesuch im September 2011 auch die deutsche Hauptstadt besucht, eine Rede im Bundestag gehalten und im Olympiastadion eine Messe mit mehreren Zehntausend Gläubigen gefeiert. Der 55-jährige Woelki sei künftig der Jüngste unter den Kardinälen, sagte ein Sprecher des Berliner Erzbistums.


Einem Bericht von Radio Vatikan zufolge handelt es sich um den ebenfalls zum Kardinal ernannten Theologen und Jesuitenpater Becker um einen ehemaligen Dozenten der Päpstlichen Universität Gregoriana mit Sitz in Rom. Zudem diente der 83-Jährige dem Papst als Berater bei den Verhandlungen mit der traditionalistischen Piusbruderschaft.


Kardinäle gelten als die wichtigsten Berater des Papstes. Von den 22 Neuzugängen sind 18 unter 80. Damit steigt die Zahl der Kardinäle, die den künftigen Papst bestimmen dürfen, auf 125. Papst Benedikt gab die Namen der neuen Kardinäle am Freitag nach einer Messe anlässlich des Dreikönigsfests bekannt.  (© AP)



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