Polizei ermittelt auch gegen Ehefrau und Tochter des Todesschützen
veröffentlicht am 19.08.2009

Nach dem Blutbad von Schwalmtal ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen die Ehefrau und die Tochter des geständigen Todesschützen. Beide seien als Beschuldigte vernommen worden, sagte der Mönchengladbacher Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff am Mittwoch in Düsseldorf. Zwar bestehe nicht der Verdacht, dass sie sich an der Tat selbst beteiligt hätten.
Düsseldorf - Nach dem Blutbad von Schwalmtal ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen die Ehefrau und die Tochter des geständigen Todesschützen. Beide seien als Beschuldigte vernommen worden, sagte der Mönchengladbacher Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff am Mittwoch in Düsseldorf. Zwar bestehe nicht der Verdacht, dass sie sich an der Tat selbst beteiligt hätten. Doch sei nicht auszuschließen, dass sie gewusst hätten, dass etwas passieren würde.
Bei der Familientragödie in Schwalmtal hatte ein 71-Jähriger Rentner am Dienstagnachmittag drei Menschen getötet und einen weiteren lebensgefährlich verletzt. Der Täter habe inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte der Oberstaatsanwalt. Mit der Bluttat habe er nach eigner Aussage einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Streit um das von seinem Ex-Schwiegersohn gekaufte und von ihm selbst mit großem Einsatz umgebaute Haus ziehen wollen. Außerdem habe er ein Zeichen setzen wollen, dass man mit ihm und seiner Familie so nicht umgehen könne, sagte der 71-Jährige bei seiner Vernehmung den Ermittlern zufolge.
Bei den Todesopfern handelte es sich um zwei an der Auseinandersetzung beteiligte Anwälte und einen Gutachter des Kreises Viersen. Ein weiterer Mitarbeiter der Kreisverwaltung wurde schwer verletzt. (© AP)




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