Verfassungsschutz nimmt islamkritische Internet-Seiten ins Visier
veröffentlicht am 04.01.2012

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Landesämter wollen islamkritische Internet-Seiten stärker überwachen. Als Reaktion auf die Attentate des norwegischen Rechtsextremen Anders Behring Breivik würden einschlägige Seiten wie "Politically Incorrect" derzeit genau analysiert, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Mittwoch in Köln auf dapd-Anfrage. Zwar hätten die Sicherheitsbehörden die Seiten schon zuvor im Auge gehabt, aber der Fall Breivik habe noch einmal die Gefahr unterstrichen, die von solchen Seiten ausgehe.
Köln - Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Landesämter wollen islamkritische Internet-Seiten stärker überwachen. Als Reaktion auf die Attentate des norwegischen Rechtsextremen Anders Behring Breivik würden einschlägige Seiten wie "Politically Incorrect" derzeit genau analysiert, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Mittwoch in Köln auf dapd-Anfrage. Zwar hätten die Sicherheitsbehörden die Seiten schon zuvor im Auge gehabt, aber der Fall Breivik habe noch einmal die Gefahr unterstrichen, die von solchen Seiten ausgehe.
Der Leiter des Hamburger Verfassungsschutzes, Manfred Murck, hatte der "Berliner Zeitung" am Mittwoch gesagt, es gebe Anhaltspunkte, dass die Betreiber mancher antimuslischer Internet-Seiten "ein gestörtes Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat" hätten. (© AP)
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