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14. August 2009
Karrubi bleibt beim Vergleich vom Kahrisak-Gefängnis mit Abu Ghraib
Teheran - Die Debatte über mutmaßliche Misshandlungen von Oppositionellen in iranischen Gefängnissen spitzt sich weiter zu. Der Oppositionspolitiker Mahdi Karrubi bekräftigte auf seiner Website am Donnerstagabend seine Vorwürfe gegen das Wachpersonal im inzwischen geschlossenen Kahrisak-Gefängnis. Dort hätten Zustände geherrscht wie in Abu Ghraib, erklärte der Mitstreiter von Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi unter Bezug auf die Haftanstalt in Bagdad, wo US-Soldaten irakische Gefangene demütigten und misshandelten.
Karrubi zufolge haben Häftlinge ihm detailliert geschildert, was ihnen selbst widerfahren sei oder was sie beobachtet hätten. Demnach mussten sich einige Gefangene nackt ausziehen und auf Händen und Füßen auf dem Boden herumlaufen, währen Wachleute auf ihnen ritten. Des weiteren seien Häftlinge immer wieder brutal geschlagen worden. Der bei der Präsidentenwahl am 12. Juni unterlegene Kandidat bekräftigte auch seine früheren Vorwürfe, wonach Männer und Frauen gleichermaßen brutal vergewaltigt wurden.
Der Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats, der österreichische Jurist Manfred Nowak, erklärte, ihm seien glaubwürdige Berichte über Misshandlungen von inhaftierten Oppositionellen im Iran zugegangen. Dazu gehörten Folter zum Erpressen von Geständnissen. «Ich bin überzeugt, dass diese Beschwerden einer eingehenden Überprüfung standhalten werden», sagte Nowak.
Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat indessen erklärt, bei einer parlamentarischen Untersuchung hätten sich die Vorwürfe Karrubis als haltlos erwiesen. Der Oppositionspolitiker hielt dem jetzt entgegen, eine sorgfältige Prüfung hätte niemals in so kurzer Zeit zu einem so eindeutigen Ergebnis kommen können. Beleidigungen und Kritik würden ihn nicht zum Schweigen bringen, sondern er werde die Rechte der Misshandelten weiter vertreten. weiterlesen >>

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