200 Verletzte durch Schüsse und Feuerwerkskörper auf den Philippinen
veröffentlicht am 31.12.2011

Trotz zahlreicher Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen haben sich bei den Silvesterfeierlichkeiten auf den Philippinen mehr als 200 Menschen durch illegale Feuerwerkskörper und Schüsse verletzt. Bei mehr als der Hälfte der Verletzten handele es sich um Kinder, teilte Behördensprecher Enrique Tayag am Samstag mit. Bereits zwischen dem 21.
Manila - Trotz zahlreicher Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen haben sich bei den Silvesterfeierlichkeiten auf den Philippinen mehr als 200 Menschen durch illegale Feuerwerkskörper und Schüsse verletzt. Bei mehr als der Hälfte der Verletzten handele es sich um Kinder, teilte Behördensprecher Enrique Tayag am Samstag mit. Bereits zwischen dem 21. und 30. Dezember seien acht Menschen von Querschlägern und 197 von starken Feuerwerkskörpern verletzt worden. Die philippinischen Behörden befürchten, dass die Zahl der Verletzten bei den Feiern zum Jahresende noch steigen könnte.
In ihrem Versuch, die gefährliche Tradition zu stoppen, haben die Behörden auf drohende Verletzungen und die Gefahr von Amputationen bei der Verwendung großer Feuerwerkskörper hingewiesen. Beeinflusst von chinesischen Bräuchen, glauben viele Philippiner, Böses und Unglück mit einem lauten Neujahrsfest zu vertreiben. Auswüchse dieses Aberglaubens führen trotz der Drohung von Festnahmen zum Einsatz riesiger Böller sowie von Schusswaffen. So trug ein besonders gewaltiger Silvesterkracher die Bezeichnung "Auf Wiedersehen Philippinen".
Obwohl die Zahl der Verletzten aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage und Vorbeugemaßnahmen der Regierung in den vergangenen Jahren rückläufig war, blieb sie noch immer alarmierend hoch. "Die Ärzte warten mit chirurgischen Sägen, Knochenfräsen und Bohrern, für den Fall, dass ihre Finger amputiert werden müssen", sagte Tayag dem Sender ABS-CBN.
Dutzende Krankenhäuser waren landesweit in Alarmbereitschaft versetzt und Notaufnahmen mit Trauma-Spezialisten besetzt. Der philippinische Polizeichef Nicanor Bartolome hatte umgehende Entlassungen sowie Strafverfolgung für jene Beamten angekündigt, die das neue Jahr mit dem Abfeuern der Schusswaffe begrüßen würden. Mindestens drei Polizisten ließen sich Berichten zufolge davon nicht beeindrucken und verstießen gegen die Warnung. Gegen sie laufen Ermittlungen.
Wesentlich geruhsamer verlief der Jahreswechsel auf der Pazifikinsel Samoa, wo die Menschen bereits am Donnerstag unter einem aus Feuerwerk illuminierten Regenbogen den einmaligen Zeitsprung auf Samstag feierten. Damit wechselten Samoa wie auch die benachbarte Inselgruppe Tokelau auf die westliche Seite der Datumsgrenze und begrüßten das neue Jahr einen Tag früher. Trotz der verlängerten Festlichkeiten gab es laut Polizei keine Probleme.
Der Schritt wurde von der samoanischen Regierung mit einer notwendigen Anpassung an die Zeitzonen der wichtigsten Handelspartner begründet, darunter Australien. Damit begrüßten die Bewohner von Samoa und Tokelau als erste weltweit das neue Jahr 2012. Samoaner waren seit Mitternacht am Donnerstag, als die Zeitrechnung im Land auf Samstag und damit Silvester sprang, in Feierlaune. In Schwimmbädern und an Stränden tummelten sich zahlreiche Menschen.
Derweil versammelten sich bereits am Samstagmorgen zahlreiche Menschen im Hafen der australischen Metropole Sydney, wo sie das mitternächtliche Feuerwerk über der Harbour Bridge erwarteten. (© AP)




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