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14. August 2009

Merkel nach Russland aufgebrochen



Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitagmorgen zu einem Kurzbesuch beim russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in dessen Sommerresidenz in Sotschi am Schwarzen Meer aufgebrochen. Themen der Unterredung werden die Weltwirtschaftskrise, die Energiepolitik, der Atomstreit mit dem Iran und die Rettung der insolventen Wadan-Werften sein. Die Ermordung der Menschenrechtlerin Sarema Sadulajewa und ihres Mannes in Tschetschenien überschattet die Reise allerdings.

Den größten Raum bei dem deutsch-russischen Gipfel in Sotschi wird voraussichtlich die Wirtschaftskrise einnehmen. In sechs Wochen findet der dritte G-20-Gipfel in Pittsburgh statt, bei dem die Reform des internationalen Finanzsystems weiter vorangetrieben werden soll. Dabei soll es unter anderem um Merkels Pläne für eine Charta des nachhaltigen Wirtschaftens gehen, die von Medwedew unterstützt werden.

In Pittsburgh wollen sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer auch über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran abstimmen. Beim G-8-Gipfel in Italien hatten die Industriestaaten Teheran im Juli eine Frist bis September gesetzt, um sich in dieser Frage zu bewegen. Geschieht dies nicht, wird es in Pittsburgh wohl auch um weitere Sanktionen gehen, die Russland bisher ablehnt.

Merkel und Medwedew werden auch über die Zukunft der Werften in Mecklenburg-Vorpommern reden. Der russische Investor Igor Jussufow ist sich mit der Insolvenzverwaltung der Wadan-Werften bereits über einen Verkauf des zahlungsunfähigen Unternehmens einig. Der Vertrag sollte bereits am Donnerstag dem Gläubigerausschuss vorgelegt werden.  weiterlesen >>


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