Jahn weist Gauck-Kritik an Mitarbeiter-Versetzung zurück
veröffentlicht am 29.12.2011

Die Beschäftigung ehemaliger Helfer der DDR-Staatssicherheit bei der Stasi-Unterlagen-Behörde hält deren Leiter Roland Jahn für untragbar. "Es war ein klarer Fehler, diese Mitarbeiter einzustellen", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk an die Adresse seines Vorgängers Joachim Gauck. Der hatte die Einstellung früherer Stasi-Mitarbeiter damit gerechtfertigt, dass er mit Sorgfalt nur solche Personen ausgewählt habe, die in Wendezeiten Bürgerrechtlern geholfen hatten.
Köln - Die Beschäftigung ehemaliger Helfer der DDR-Staatssicherheit bei der Stasi-Unterlagen-Behörde hält deren Leiter Roland Jahn für untragbar. "Es war ein klarer Fehler, diese Mitarbeiter einzustellen", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk an die Adresse seines Vorgängers Joachim Gauck. Der hatte die Einstellung früherer Stasi-Mitarbeiter damit gerechtfertigt, dass er mit Sorgfalt nur solche Personen ausgewählt habe, die in Wendezeiten Bürgerrechtlern geholfen hatten.
Jahn entgegnete, es sei den Opfern der DDR-Diktatur nicht zuzumuten, dass sie bei der Aufarbeitung des erlittenen Unrechts mit ehemaligen Stasi-Handlangern konfrontiert würden. Nach der umstrittenen Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes, die am 1. Januar in Kraft tritt, werden betroffene Mitarbeiter der Behörde auf Wunsch Jahns versetzt. (© AP)
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