Mehr offene Stellen in Ostdeutschland
veröffentlicht am 13.08.2009

Die Zahl der offenen Stellen ist in Ostdeutschland trotz Wirtschaftskrise gestiegen. Im zweiten Quartal lag sie bei 195.000 und damit um 25.000 höher als im Vorjahresquartal, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag nach einer Befragung von 8.000 Arbeitgebern mitteilte. In den alten Bundesländern sank die Zahl der Jobangebote binnen Jahresfrist dagegen um mehr als 255.000 auf rund 700.000.
Nürnberg - Die Zahl der offenen Stellen ist in Ostdeutschland trotz Wirtschaftskrise gestiegen. Im zweiten Quartal lag sie bei 195.000 und damit um 25.000 höher als im Vorjahresquartal, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag nach einer Befragung von 8.000 Arbeitgebern mitteilte. In den alten Bundesländern sank die Zahl der Jobangebote binnen Jahresfrist dagegen um mehr als 255.000 auf rund 700.000.
«Die ostdeutsche Wirtschaft ist weniger exportabhängig und daher von der Wirtschaftskrise auch weniger hart betroffen», erklärte IAB-Autorin Anja Kettner. Bundesweit ist die Zahl der offenen Stellen gesunken. Im zweiten Quartal lag sie bei 897.000. Im Vorjahreszeitraum hatte sie laut IAB noch um 230.000 höher gelegen.
Um bundesweit rund zwei Drittel und damit am stärksten sei die Arbeitskräftenachfrage in den Bereichen Metall, Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeuge gesunken, wobei hier der Rückgang in den neuen Bundesländern weniger deutlich ausgefallen sei.
Für die Studie befragte das IAB Unternehmen aller Größenordnungen nach ihren Erwartungen für die Beschäftigungsentwicklung in ihrem Betrieb. Dabei gaben 13 Prozent an, in den kommenden zwölf Monaten mit Einstellungen von Mitarbeitern zu rechnen. Von einem gleichbleibenden Personalstand gingen 71 Prozent aus, 16 Prozent erwarteten einen Rückgang. «Die Beschäftigungserwartungen sind in der Summe nicht so negativ, wie man es angesichts mancher Schlagzeilen vielleicht erwartet hätte», sagte Kettner zu den Zahlen. (© AP)




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