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12. August 2009

Modemarke Escada kündigt Insolvenzantrag an



München - Escada, die ehemals größte Modermarke der Welt, will noch in dieser Woche Insolvenzantrag stellen. Dies sei notwendig, da die unmittelbare Zahlungsunfähigkeit drohe, erklärte das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch in München. Am Dienstag war ein Umtauschangebot an Gläubiger einer Anleihe gescheitert, das die Schulden des Konzerns um rund 100 Millionen Euro reduzieren sollte. Dadurch war der gesamte Rettungsplan für das schwer angeschlagene Unternehmen zusammengestürzt.

Ein Unternehmenssprecher sagte, vermutlich werde der vom Vorstand angekündigte Insolvenzantrag am morgigen Donnerstag gestellt. Für Mittwoch hatte Escada eine Aufsichtsratssitzung anberaumt, in der der Vorstand über das Scheitern der finanziellen Restrukturierung und die weiteren Schritte informieren soll.

Konzernchef Bruno Sälzer nannte das Scheitern des Anleiheumtauschs «bedauerlich». Aktionäre, Banken und Mitarbeiter hätten ihren Teil zur finanziellen Restrukturierung Escadas beigetragen. Zuletzt beschäftigte der Konzern rund 2.300 Personen, 600 davon in Deutschland.

Für eine Abwendung der Insolvenz hätten 80 Prozent der Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro umgetauscht werden müssen. Die Annahmequote lag laut Escada allerdings bei lediglich 46 Prozent, obwohl die Frist verlängert und das Angebot zwischenzeitlich nachgebessert worden war. Die Gläubiger sollten zur Rettung Escadas auf große Teile ihrer Forderungen verzichten. Für 1.000 Euro der alten Anleihe bot das Unternehmen neue Schuldverschreibungen und eine Barzahlung mit einem Wert von zusammen 400 Euro sowie 10 Aktien.  weiterlesen >>


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