Milliardenverlust bei Hypo Real Estate

veröffentlicht am 07.08.2009


Hohe Abschreibungen auf faule Immobilienkredite haben der Krisenbank Hypo Real Estate im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,13 Milliarden Euro eingebracht. Vor allem das zweite Quartal lief schlecht, wie die Bank am Freitag in München mitteilte. Mit einem Minus von 750 Millionen Euro machte die HRE von April bis Juni fast doppelt so viel Verlust, wie von Januar bis März, als sie 382 Millionen Euro verlor.

 

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München - Hohe Abschreibungen auf faule Immobilienkredite haben der Krisenbank Hypo Real Estate im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,13 Milliarden Euro eingebracht. Vor allem das zweite Quartal lief schlecht, wie die Bank am Freitag in München mitteilte. Mit einem Minus von 750 Millionen Euro machte die HRE von April bis Juni fast doppelt so viel Verlust, wie von Januar bis März, als sie 382 Millionen Euro verlor.


«Das erste Halbjahr war gekennzeichnet von hohen Wertberichtigungen auf unseren Immobilienkreditbestand», sagte HRE-Chef Axel Wieandt. «Wir rechnen weiter mit hohen Ergebnisbelastungen, die zu einer anhaltenden Verlustsituation führen werden. Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass wir vor 2012 wieder in die Gewinnzone zurückkehren können.»


Insgesamt musste die HRE im ersten Halbjahr 1,05 Milliarden Euro bei faulen Immobilienkrediten abschreiben. Zudem belasteten Kosten in Höhe von 257 Millionen Euro für die staatlichen Stützungsmaßnahmen die Bilanz. Dagegen steig der Zinsüberschuss um 113 Millionen auf 716 Millionen Euro, die Verwaltungskosten sanken - vor allem durch Personalabbau - um 54 Millionen Euro.


Die Bilanzsumme der HRE sank im ersten Halbjahr um 8 Prozent auf 386,4 Milliarden Euro. Da das Eigenkapital durch den Einstieg des Bundes in stieg, lag die Kernkapitalquote der HRE Ende Juni bei 6,9 Prozent, rund doppelt so hoch wie Ende 2008 als sie 3,4 Prozent betrug.


Die HRE war im vergangenen Jahr im Zuge der Finanzmarktkrise in eine bedrohliche Schieflage geraten. 2008 machte sie 5,46 Milliarden Euro Verlust. Damit sie nicht das gesamte deutsche Finanzsystem mit sich riss, musste die Bank mit größtenteils staatlichen Bürgschaften über 102 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Inzwischen hält der Bund 90 Prozent an der HRE, die vollständige Verstaatlichung soll im Herbst abgeschlossen werden.  (© AP)



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